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Wie wir Quantität statt Qualität bejubeln nach dem Motto: In der Provinz bin ich der Märchenprinz

Die enorm hohe Zahl an Zugriffen und Viewers zu meinem Kühbauer-Blog sind nur ein Beweis, dass ich mit meinen Zeilen den Nerv getroffen habe. Wie die Regierung, inzwischen laurt Umfragen ohne Legitimation und gegen den Mehrheitswillen der Bevfölkerung den Österreichern das Geld aus der Tasche zieht, so agieren ihre verlängerten Schwarz-Rot-Neos-Grünen-Arme auch auf dem sportlichen Sektor, in dem es in der Spitze wie Breite bergab geht, daran können mehr oder weniger geschönte bis getürkte Berichte nichts ändern.

Die besten Ösi-Sportler sind in der Regel jene, die sich im Ausland auf Groß-Events vorbereiten – oder heimische, die auch medial als Ausnahmen protegiert werden –  weil sich viele Verbände hierzulande in schwierigen Wirtschaftszeiten wie diesen und Sponsorenrückzügen in ein Förder-Abhängigkeitsverhältnis zu staatlichen roten Geldverteilern begeben haben. Auch und gerade auf dem Profisektor wie zum  Beispiel im Fußball, in dem Personen in einer dienerischen Art hofiert werden, die dem Sport in früheren Funktionen mehr geschadet als genützt haben. Aber das scheint so gut wie aus dem Gedächtnis gestrichen.

Wo sind die kritischen Stimmen, die sich zu Wort gemeldet hätten, als man die Niederlage des im Hearing besiegten Babler-Kandidaten als Sport-Sektionschef, Marcel Charour, einfach ausradierte, um eine Neuaustragung anzusetzen, für die sich der von Spitzensportlern geschätzte, ziemlich junge Alt-Sektionschef nicht mehr bewarb. Warum wohl? Da ich auch bis zur Wende durch viele  Ostblock- und DDR-Wässerchen hab schwimmen müssen bei Sport-Events, erinnern mich immer mehr Aktionen an die autoritäre Form von damals. Na ja, bei einem Schlossergesellen a la Vizekanzler-, Sport-, Kultur.- und Medienminister, der sich schriftlich zum Marxismus bekannt hat, wundert einen ja nichts mehr, gell?

Wo sind die kritischen Stimmen gegen die Auswahl des WM-Vorrunden-Hauptquartiers in Santa Barbara, Kalifornien, obwohl wir die eher entscheidenden Gruppenmatches in Midwest (Fritsch-Heimat Dallas, Gastro-Gruenauer-Heimat Kansas, Top-Location für Hunderte) gegen Titelverteidiger Argentinien (mit MLS-Superstar Messi) und die für Gijon immer noch rachsüchtigen Algerier spielen – und dorthin fliegt man 3:20h plus zwei Stunden an Zeitverschiebung, macht also pro Hinflug, Check-In und Check-Out, zusätzlichem Hotel zumindest bei der Anreise, ganz schön viel an Zeit und Geld aus. Und alle sind darob begeistert, während sich andere klassische Fußballänder zwischen Kansas und Dallas ihr Hauptquartier eingerichtet haben, wo es kaum eine Flugstunde zu den Spielorten gibt. Umkehrschluss aus ÖFB-Perspektive: Die müssen ganz schön dumm sein!

Bei dieser Wahl werden sie aber, wie R. R. unter Kopfnicken aller und vor allem des neuen ÖFB-Vorsitzenden Pröll zur Santa-Barbara-Wahl mehrmals ausdrücklich betonte, womöglich nicht so prominente Abwechslung finden können wie unsere schon jetzt zu WM-Geheimtipps erklärte Nationalmannschaft in der Küstenstadt des ehemaligen US-Präsidenten Ronald-Reagan. Geld und Zeit, so sieht es aus, spielen ja angesichts der FIFA-Millionen, mit denen wir rechnen dürfen, keine Rolle mehr, oder? Und wer liquid ist, also Geld hat, schafft in verschiedener Hinsicht an. Das ist die goldene Regel. Auch im Sport.

So löblich es ist, dass vermeintliche Rand-, aber Grundsportaerten wie die Leichtathletik medial wenigstens nicht so im Niemandsland landen wie etwa die Schwimmer. Innen, so gilt es auch dort, mehr auf Qualität denn Quantität zu setzen. Wem außer ihm selbst nützt es, wenn ein Rekord-Meistertitel des in die Jahre gekommenen nationalen Evergreens Vojta so gehypt wird wie der 59. Berglauftitel der Ex-Marathon-Rekordlerin Andrea Mayr oder ein 33. WM-Platz und eine neue Bestzeit deren Nachfolgerin, der ehemaligen Kickerin und karenzierten Lehrerin, Julia Mayer, die nicht etwa bei Marathon-Klassikern (London, New York, Rotterdam, Chicago etc,) vorn mitläuft, sondern wie so viele andere – auch im Tennis! – sich jene Events aussucht, bei denen sie zumindest die Chance hat, den eigenen nationalen Rekord zu brechen, weit pber hzehn Minuten hinter den shcnellsten Läuferinnen der Welt. Womit wir dort sind,  wie es einer meiner alten Trainer-Freunde gerne humorvoll-sarkastisch zu sagen pflegt: In der Provinz bin ich der Märchenprinz. Oder aber die Prinzessin, dienichtsdestotrotz nur auf der Erbensuppe daherschwimmt….

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