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4 wächst 170 über den Kopf: Cap Verde weiter, Uruguay mit Skandal-Boy out

Nicht zu glauben, aber wahr: 4 ist 170 über den Kopf gewachsen. Wie bitte? Was soll das bedeuten oder heißen? Es ist ganz einfach die Gegenüberstellung der Größenordnung von Cap Verde, dem Inselstaat als WM-Neuling,und dem enttäuschenden zweimaligen Weltmeister Uruguay, der vom auch nicht gerade überragenden spanischen Favoriten heimgeschickt wurde. Dank eines unglaublichen Tormannfehlers des reaktivieften Oldboys. Bad luck… 

Begleitet von einem Skandal, ausgelöst vom Uruguayer Agustin Canobbio, dem – das drohende WM-Aus vor Augen –  die Sicherungen in der Nachspielzeit durchbrannten. Zum einen mit einem rücksichtslosen Tritt gegen einen Spanier und dann, als er die rote Karte erhielt, auch noch den Referee attackierte, ganz so, als sei Faustrecht auch ganz was Normales im Fußball. Abgesehen davon, dass Canobbio auch mit dem eigenen  Teamchef, dem Argentinier Bielsa, im Clinch und in der Nationalelf auf Eis lag, haben die Urus jede fußballerische Torgefährlichkeit verloren, das war gegen die Spanier unübersehbar.

Angesichts dieser immer mehr abgestumpften, ehemaligen Fußballwaffen wurde der TV-Co-Kommentator quasi zwangsweise „angestiftet“. Folgendes dazu zu sagen: „Die brauchen  zumindest ein Tor zum Unentschieden, mit dem sie aufsteigen könnten, aber davon sind sie ja ohne Offemsive meilenweit entfernt!“ Gefährlich wurde es erst, als der Leu in Canobbio geweckt wurde,  der in letzter Minute für den ersten echten Skandal und nicht aufgeschaukelte Mini-Zwistigkeiten bei dieser sonst so friedlichen WM sorgte. Eine jahrelange Sperre ist Canobbio, dem alles andere denn lieben A(u)gustin sicher.

Eine Zeit, die auch Uruhguays Fußballverband nützen sollte, um die glorreiche Vergangenet mit Reformen aufleben zu lassen. Von einem zweimalgen Weltmeister der Pionier- und Nachkriegszeit is T nichts mehr geblieben als der eine oder andere Europa-Legionär. Die Zeiten, als Morales und Martinez mit der Austria anno 1978 ins Europacupfinale stürmten, sind ebenso Geschichte wie der PSG-Rekordschütze Edinson Cavano (200 Tore) oder Luis Suarez, inzwischen Miami-Partner von Messi, ohne an ihn heranzureichen wie in  guten, alten Barcelona-Zeiten.

So nebenbei sei erwähnt, dass die Urus zu Österreichs Lieblingsgegnern in WM- und Länderspielen gehören, weil wir erstens bei der WM 1954 gegen  die damalige Elf der Weltstars (Maspoli, Santamaria, Schiaffino etc.) in der Schweiz mit einem 3:1 im Spiel um Platz drei die Bronzemedaille geholt, sondern auch die letzten Duelle seit einer Niederlage von 1964 gegen die Südamerikaner gewonnen haben – als Außenseiter wie jetzt Cap Verde, das zwar im direkten Duell mit Uruguay nicht gesiegt, aber mit dem 2:2 den Teppich zum Aufstieg der vordem belächelten Insulaner ausgerollt hat.

Auch wenn´s nur indirekt war, so haben sich verteilte 4 gegen 170 Quadratkilometer, exakt die doppelte Größe Österreichs, letztlich skandalfrei durchgesetzt. Und dafür gesorgt, dass die Märcchenstory ein neues wundersames Kapitel aufschlägt. Zur Freude der Sozialromantiker …   

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