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Tennis: Hochgelobter Lokalpatriotismus und unbedankte Willkommenskultur

Abgesehen davon, dass mir mehr Leser meines kritischen Blogs zu Fußball-WM, Team und Teamchef sogar mit Bravo-Postings zugestimmt haben, entschied ich mich heute gegen Paraguays harte, diktatorisch gestählte Knochen ebenso wie gegen den für mich immer undurchsichtigeren Formel-1-Zirkus (nomne est omen), sondern für Tennis und die Ösi-Bestätigung des geflügelten Wortes, das da wie immer lautet: In der Provinz bin ich der Märchenprinz! Oder statt Dornröschen auf der Beletage, die schneeweißes Wimbledon heißt, die rotweißrote Erb-Prinzessin, die aus Russland kam, um eine der vielen Auslandshoffnungen des österreichischen Tennisverbandes zu werden. Ws fenlt, das st ein russisches oder kasachisches Pendant bei den Herren. Im ÖTV wird ja Willkommenskultur gelebt!

Der Einfallsreichtum ebenso wie das enorme Vertrauen in die Klasse seiner Spieler: Innen (political correct!) hat ja dazu geführt, dass der Tennisverband zunächst seine ersten Mannschafts-Bundesliga-Runden in der French-Open-Woche austrug, ehe er unter Lobeshymnen des neuen Präsidenten und Kurier- wie Mediaprint-Oberbosses seine Einzelmeisterschaften in Oberpullendorf dicht an  der Grenze des Burgenkandes zuj Ungarn noch eins draufsetzte: Während die etwas größere Weltklasse-Tenniswelt mit allen Topstars in Wimbledon (mit Pay-TV) die Bälle wechselt, haben wir Österreicher unsere Meisterschaft just in der ersten Woche des Rasen-grfand-Sam-Klassikers angesetzt. Und derweil uns aus Wimbledon zur ORF-Haushaltsabgabe die Mattscheibe zulächelte, wurde der Staatsfunk nicht müde, seine Seher tagelang über Gebühr mit  Werbung für unsere nationalen Titelkämpfe im Burgenland fast schon zu belästigen.

Und das, obschon die besten Spieler: Innen selst dann, wenn sie frühzeitig in Wimbledon auf der Strecke geblieben waren, dem Tennishotel-Zentrum-Boss und Burgenland-Tennispräsidenten kurzerhand die kalte Schulter zeigten. Wer gedacht hätte, dass sich Frau Potapova für die eher dubiose Blitz-Verleihung der rotweißroten Staatsbürgerschaft (bei Behalten des russischen) beim ÖTV bedankt hätte, der saß natürlich einem Irrtum auf. Und wer gedacht hätte, dass die Ösi-Russin vom ÖTV persönlich kontaktiert worden wäre, der erlag einem Trugschluss. Zumindest, wenn man dem Verband glaubt, der sagt, das dasd alles nicht über sie, sondern ihr Management läuft. Wer sich, mit Verlaub, so auf den Kopf sch… lässt, der hat nichrts anderes verdient…

Und weil dem so ist wie es ist  holte sich Lukas Neumayer aus der Radstädter Sportfamilie als ATP-Nummer 167 in einem vom ORF-Kommenator zu einem „hochklassigen Finale“ stilisierten Duell gegen die eisrtige Junioren-Nr. 1 der Welt, aber nur 177 im ATP-Ranking, seinen vierten Titel in Abweseneit von Ofner, Rodionov, Titelverteidiger Misolic (verletzt), Oberleitner und Miedler (beide im Wimbledon-Doppel-Einsatz mit Auslandspartnern). Und bei den Damen fehlte das Top-Quartett mit Potapova, Tagger, Grabher und Kraus, weshalb die eingebürgertee Ex-Russin Perelygina jetzt hgegen Titelverteidigerin Araballa Koller erstmals ÖTV-Meisterin wurde.

Ob die bei Junioren-Grand-Slams wenig erfolgreiche Perlygina gegen die Tagger-Nachfolgerin als Supertalent und Tophoffnung Anna Pircher (Foto: Tennisnet) aus Tirol, 16 und ein bisschen, auch gewonnen hätte, steht in den Sternen. Pircher jedenfalls drehte heute statt in Oberpullendorf auf Gkgtejagd hu gehen, lieber im Juniorinnen-Einzel in Wimbledon ihre Erstrunden-Partie gegen eine Ukrainerin, um mit 2-6, :5, 6:1 zu gewinnen. Mir gefallen prinzipiell solche kleine Märchen mit Happy End weit besser als die Mär einiger Märchenonkel oder – Tanten, dass wir verlorene Spiele deigentlich hätten gewinnen müssen. Man kann den billigen, leicht widerlegbaren Lokalpatriotismus auch übertreiben…

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