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Valentina Höll: Fünfmal Weltcup gewonnen, aber trotzdem nur Randfigur

Sie hat jetzt zum fünften Mal den Weltcup gewonnen und damit, wenn auch in einem ganz anderen Sport und unter anderen Voraussetzungen, zum universellen Vorarlberger Marc Girardelli aufgeschlossen, der die Ski-Kristallkugel allerdigs als Lustenauer für Luxemburg ebenso oft erobert hatte. Aber anders als Marc, der als siegeshungriger Abtrünniger quasi eine (un)popuäre Laus in unserem Winterpelz gewesen war, gehört Valentina Höll aus Saalbach als weltmeisterliche Seriensiegerin abseits von regioaler und Red-Bulliger Berichterstattung zu den medialen Mauerblümchen.

Was natürlich in erster Linie mit ihrer Domäne zu tunhat. Zwar zählt Mountainbiking mittlerweile zu den beliebtesten Breitensportarten, weil sich Jahr für Jahr für Jahr mehr Radler in den Sattel schwingen,  pukto  Spitzensport hingegen ist´s immer noch ein Randsport, auch wen er seit geraumer Zeit auch olympisch ist. Zumindest teilweise mit de Cross-Country-Rennen, nicht aber im Downhill, der seit Jahren von der Salzburgerin total beherrscht wird. Ehe die WM vor den finalen Weltcuprennen in den USA im ktalienischen Val di Sole steigt.

Pech für uns, dass wir wie des Öfteren sozusagen am falschen Dampfer sitzen. Ungerecht, wie sich wohl Frau Valentina denken wird, die Goldes oder zumindest einer Medaille wert wäre, dürfte sie starten. Dass dem nicht so ist, macht pber oatriotischen Katzenjammer hinaus durchaus Sinn, den die negative Vorbild- oder Nachahmungswirkung für junge, allzu abeteuerlustige Biker könnte sich fatal auswirken. Gut, dass es uns etwa Eurosport zeigt, uns aber auch vor Augen führt, wie nicht nur herausforderd, sodern für meie Begriffe auch verletzungs- bis lebensgefährlich der wilde Ritt zu Tale sein kann vor allem für jene, die keine geübten Vollprofis sid, aber Lust am Nervekitzel haben.

Wenn sie mich fragen, dann würde kein Skirennläufer an den Start einer solche Abfahrt gehen,  bei der man de Wald vor lauter – kaum abgesicherten Bäumen, geschweige denn A- ud B-Netze oder Auslaufzonen – gar nicht sieht. Spektakel hin oder her, Mutproben hin oder her, ich fände es für ein falsches Signal oder Tribut an einen oft in verkehrte/verfehlte Richtugen galoppierenden Zeitgeist, der kommt und geht. Mir wäre schon lieber, Valetina würde im klassischen, olympische  Cross-Country nicht ur Ex-Junioreweltmeisterin Laura Stigger antreiben, sondern so dominant sein wie in der Abfahrt, denn dann, wenn sie auch olympisch ihre Frau steht, würde sie trotz fünf Weltcups keine Randfigur mehr sein, sondern ganz sicher öfter im Rampenlicht stehen. Aber jede/r ist seines/ihres eigenen Glückes Schmied.   

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