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Diamond League mit vollen Arenen, die bei uns nur Luftschlösser sind

sportschau

Dem ORF sei gedankt, dass er zumindest in Sport+ das Diamond League-Meeting aus Chorzow in schkesischen Pole mit fabelhaften Leistungen in unglaublicher Dichte live übertragen hat. Aber nicht nur des herausgeforderten Überfliegers Duplantis wegen, der sich über 6,20m im Stabhochsprung schwang, war unsereins schwer beeidruckt von diesem Meeting. Nein, was zudem ins Auge sprang, das war ein ausverkauftes Stadion . wie zwei Tage davor bei Athetissima in Lausane ud in ein paar Tagen am Zürcher Letzigrund, wo es schon jetzt keine Tickets mehr gibt.

Ob´s jüngere Semester glauben oder auch nicht – angesichts dieser TV-Lokalaugenscheine blutet einem das Herz, wenn man sich der leider löngst entschlafenen Linzer Gala auf der Gugl erinnnert, Dort, wo eist von Carl Lewis bis Merlene Ottey die populärsten Weltstars der Leichtathletikszene auch zu Publikumsmagneten wurden, die mehr als 20.000 Fans in ihren Bann zogen. Zeiten, in denen die Leictathletik mit eingen heimischen Ausnahmen dem Fußball zumindest den Kampf ansagte, wenn icht allenthalben überrundete.

Was ist von damals gebliene außer unauslöschliche Erinnerungen? Ein bestens organisiertes, teils toll besetztes Meeting in Eisenstadt, das halt im Vergleich zu Zürich, Lausanne und Chorzow trotz aller Mühen ein besseres Wald- und Wiesenmeetig ist mit einer kleinen Schul-Bahnstation nebenan. Und sonst, wenn nicht unterm Goldenen Dachl mitten in Insbruck gesprungen oder in St. Pölten der unvergessenen Weltrekordlerin, Olympiazweite und Europameisterin Liese Prokop gedacht wird? So gut wie tote Hose! Was natürlich auch daran liegt, weil – die letztlich verkorkste WM-Endrunde war der schlagende Beweis –  hierzulande dem Diktat der auch politisch beeinflussten medialen Geschäftsführer wegen sich fast alles nur noch um Fußball dreht.

Er ist aus verschiedenen Gründen im Laufe der Jahre neben dem Skisport zur zweiten heiligen Kuh auch für die Politik (er) des Landes geworden, die ihm nicht alles, aber allzu viel opfern, was fast jede klassische Sportart hierzulande dringend benötigen würde. Kein Wunder, dass ein  Großteil  der Talente sein oder ihr Heil in Auslandsflucht sucht, um es interational mit der Kokurrenz aufnehmen zu können. Die Politik, für die der Sport, siehe Regierungserklärung, nicht einmal ein Lippenbekenntmis ist, darf sich daher nicht wundern, dass Österreicher: Innen mit wenigen Ausahmen nur Mitläufer, Statisten und Füllmaterial sind. In Chortow war übrigens Rotweißrot nicht vertreten. Also eine Nullnummer, während es die (N) Eidgenossen schaffen, uns fast immer und überall davonzulaufen…  

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