Wie die Dinge liegen und die Resultate sagen, so hat´s weder Alaba mit Udine noch Udinese Calckio mit dem ÖFB-Teamkapitän gut getroffen. Auch wenn guter Dinge nicht zwei mehr oder weniger kurzer Einsätze sind, sondern deren drei in womöglich voller Länge, wenn also nach langer Spielpause hoffentlich noch lange nicht aller Udinese-Tage Abend ist, so scheint die (Fehl) Entwicklung sowohl für den Klub als auch den groß angekündigten Star von gestern und vorgestern mehr als bedenklich.
An und in dieser eher unerquicklichen Situation für beide Seiten offenbart sich leider auch, dass dabei die dritte Seite, sprich: eine mediale Verzerrung realer Tatsachen, die da wie dort an Inserate erinnert, die nicht halten, was sie versprechen, ebenso eine Rolle spielt wie der ständige Rückgriff ins National- und WM-Team als Galionsfigur, die er einfach nicht mehr ist. Das hat ja selbst Ralf Rangnick, wenn auch mit Zeitzündung, in einer WM-Aufarbeitung zugegeben. Zwischen Alltagsfitness und matchfit ist eben ein großer Unterschied. Vor allem kann Training fehlende Spielpraxis nie und nimmer ersetzen…
Schon gar nicht in einer Mannschaft wie Udinese, die ohne Hauch von Alaba, mit der buchstäblich zu einem David geschrumpften Größe von ehedem jetzt fünf Matches in Folge verloren und daheim vom ganz nor alem Nachzügler Lecce mit 0:3 eine Lektion bekommen hat, die an unsere Klubdebakel erinnert. Es geht gar nicht darum, an der gehobenen Klasse von Alaba zu rütteln. Aber ohne ihn abzuwerten, möchte ich doch Zweifel anmelden, ob er bei allem individuellen technischen Vermögen und dem guten Schuss, den er immer hatte, eine echte Führungs- und Leitfigur war und ist. Gegen Lecce wurde ein einziger Zweikampf bis zum Austausch (46.) registriert.
#Seine Klasse konnte er am besten mit kongenialen Partnern ausspielen, ich sage nur Ribery, aber auch Real-Stars, also mitvKlasseleuten eines Kalibers, die weder Udinese noch bei allem Patriotismus, wir haben oder hatten. Die tollen Zahlen, Fakten und Daten, die ihn im Laufe der Karriere begleitet und ausgezeichnet haben, sind weder ein Freibrief für Stammplätze, Millionengagen oder fette Schlagzeilen. Irgendwann fällt der Vorhang, wobei es Mannschaftsspieler eh noch leichter haben als Einzelsportler, die sich selbst schuldig, schwächelnd oder super sind, egal welchen Alters. Nicht wahr Freund Djokovic, der darüber Lieder schreiben oder singen könnte …
