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Echter Boss hätte Teamchef vor WM gezwungen, Farbe zu bekennen: Rotweißrot oder Rossonero?

Ich habe so etwas in meiner langen Laufbahn als Sport- und auch sonstiger Journalist noch nie erlebt, noch dazu unter dem dienerischen Beifall der Medien, die ebenso an der Nase herumgeführt werden wie der vom ehemaligen Vizekanzler und Fast-Austria-Konkursler Josef Pröll geführte Fußballbund. Ja, ich habe noch nie erlent, dass es kurz vor dem Abflug nach Kalifornien zum Auftakt der ersten otweißroten WM-Endrundenteilnahme seit 28 Jahren einen noch dazu von willfährigen Medien breitgetretenen Poker um die Vertragsverlängerung eines Teamchefs gibt, der angeblich vom AC Milan umworben und wenn es dazu kommt, mit allen Vollmachten ausgesgtatet sein  will – von der Bestellung desTrainer bis zum Scout und letzten Mitarbeiter. Und das, was er – so lese ich das zumindest immer wieder – dort für seinen Vertrag fordert, das will er – so höre ich das, ohne es prüfen zu können – auch bei uns und noch etwas mehr Körerlgeld haben. Wie man mir zugetragen hat von einem langjährigen Insider, so hat sich Ralf Rangnick mit bis zu 31 Mitarneitern umgeben, darunter auch seinem selbstredend deutschen Assistenten, der nebenbei auch einen deutschen Zweitligisten trainieren darf/durfte.

Einst und bis jetzt  noch immer als frischer Wind gefeiert, der eine neue Dynamik ins Söiel sgebracht hat, inzwischen trotz manch Erfolgen immer holpriger Spiele hat sich eine seltsam akzeptierte Umnebelung eingebürgert, wobei alle insofern an einem Strang ziehen, dass sie alles, was aus dem schwäbischen Munde des deutschen Teamchefs kommt, wie eine frohe Botschaft fressen. Und da zuletzt beim 1:0 im letzten WM-Test gegen Tunesien (mit dem besten  Spieler auf dem Feld, dem Wuschelkopf Hannibal vom England-Absteiger Burnley,  vor vor allem vor der Pause noch zu Elft mieser Fußball geboten, aber dank dreimal Alu nicht bestraft wurde, hat das Baumgartner-Drama vieles, wenn nicht alles zugedeckt.

Insbesonders die Tatsache, dass mit den vom Teamchef wohl wider besseren Wissens oder besserer Impressionen immer wieder gesetzten Altstars Alaba, 33, von Real Madrid aussortiert, und „Arnie“ Arnautovic, 37, den Roter Stern Belgrad als teuersten Fehlkauf der Klubgeschichte bezeichne, kein Staat zu machen ist. Kann doch nicht wahr sein, dass ein Wunderwuzzi erst post festum draufkommt, dass der jüngere, dynamischere zweite Anzug mota bene in Unterzahl nicht nur den schmeichelhaften Sieg einsackelte, sondern auch eine Klasse besser spielte als die teils lendenlahme, lauffaule erste Rangnick- und doch zweite Wahl. Jedenfalls würden diese ersten Eindrücke, so hat der Teamchef gesagt, vor dem WM-Start auch zu neuen Überlegungen – und Aufstellungen? – führen. Hatgg er vordem in Ehrfurcht oder Respekt und unverbrüchlicher Treue etwa blinde Kuh gespielt? 

Jetzt erhebt sich nur die Frage, ob R. R. auch genug Zeit hat, um sich damit zu beschäftigen, wie und wem er das Teamumkrempeln soll, wenn ihn nicht das ganz persönliche Dilemma aufhält, welches der beiden Offerten, jenes der Rossonero oder das in Rotweißrot, er eher annehmen soll? Ja, so etwas hab ich in mediner langen Sporthzeit noch nie erlebt und schon gar nicht, dass sich das der größte und trotzdem ohnmächtigste Sportverband so etwas wie fünf vor Zwölf, sprich: einer WM-Endrunde gefallen lässt, obendrein noch geradezu euphorisch unterstützt von den zum Großteil gesinnungsmäßig dem bestens verdienenden und künftig noch mehr kassieren wollenden Gutmenschen nahestehenden Medien.

Früher hätte sich das nie und nimmer ein ÖFB-Teamchef getraut, so ein Spielchen zu spielen.Und früher einmal hätten ein Doktor Heinz Gerö und noch viel mehr ein hemdärmeliger Gewerkschaftsboss und Minister wie Karl Sekanina, selbsternannter Mittelstürmer der Nation, in solch einem Falle nicht die Faust im Sacke geballt, sondern mit eben dieser auf den Tisch gehaut und Nägel mit Köpfen gemacht. In diesem Fall erlaube ich mir in Assoziationm zum Schwebezustand das Sprichwort zu zitieren, das da lautet: Der Fisch beginnt beim Kopf zu stinken!

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