Fussball

Über Frauenfußball, 0:0 gegen Deutsche und verpatzte Premiere der ersten Cheftrainerin bei Union Berlinn

Frauen vor, noch ein Tor, das wäre ganz nach dem Geschmack manch besonders foirtschrittlicher Linksaußen in der (Sport) Politik. Zu deren Leidwesen wird das in der Realität nicht ganz so gut gespielt wie inszeniert un medial in maßloser Übertreibung bis Verdrehung der Tatsachen vorgegaukelt. Anders als deroORF-Kommentator verfiel die emeritierte Teamkapitänin und Expertin Schnaderbeck trotz ihreVorlieben nicht in diesen neuen Mainstream, sondern betonte, dass wir dank der matten, tempolosen deutschen Frauen, die sogar eine 1000prozentige Chance zum Einköpfeln verjuxten, als in der WM-Quali längst Ausgeschiedene nicht frisch von der Leber weg spielten – und jetzt ein 0:0 im Heimspiel wie einen Sieg bejubeln. Wie den Zuschauerrekord in Ried, der sich in engen Grenzen hielt mit 4500-Besuchern. Stell Dir vor, es würden nur so wenige Fans zu den Männern gegen die Deutschen kommen? Unvorstellbar!

Was allerdings den Hang zur Frau anbelangt, die auch bei den Kickern ihren Mann stehen werde, sind uns die Deutschen wie immer natürlich mehr als nur einen Schritt voraus. Vor wenigen  Tagen wurde mit Schlagzeilen-Getrommel und TV-Stories an die große Glocke gehängt, dass erstmals in der Bundesliga eine Frau von der Assistentin eines gefeuerten Gagarins Flug ins All oder die US-Antwort mit der Mondlandung.

So stark das deutsche Echo auf diese Premiere, so ging die Cheftrainer-Premiere der Frau Eta mit den doch nicht ganz so Eisernen von Union Berlin (mit Trimmel, Querfeld) gegen den zuletzt erfolglosen Abstiegskandidaten Wolfsburg mit einem 1:2 in die Hosen. Das hätte der wie einst Armin Veh oder als Peter Neururer von  Klub zu Klub als kultige Feuerwehr herumgereichte  Baumgart auch geschafft …

Ich bewundere Frauen im Sport, die Meilensteine oder zumindest Akzente gesetzt habe, da gibt es keine Diskussionen, man denke nur, was von Liese Prokop und Ilona Gusenbauer bis zu Annemarie Moser, Petra Kronberger oder Anne Veith und auch die Eiskunstlauf-Dreimäderl-Häuser bis Trixi Schuba alles gewonnen werden konnte. Aber wie die meisten Sportlerinen (Ausnahmen bestätigen die Regel) som sollten auch Trainerinnen von unten anfangen müssen und nicht oben den Deckel draufmachen dürfen wie jetzt Frau Marie-Louise Eta (Name aus dem griechischen Alphabet) mit Medien-Applaus, als hätte eine neue Zeitrechnung begonnen.

Und jetzt, da ja angeblich der Frauenfußball auch abseits der Vereinigten  Staaten boomt wie nie (wovon ich als TV-Konsument bei unseren mehr als entbehrlichen Live-Übertragungen so gut wie nie so was gesehen hab), hätten viele Jungtrainerinnen die Chance, sich sozusagen im eigenen Haus nicht nur zu entwickeln, sondern auch den Ton anzugeben. Auch auf die latente Gefahr, in ein Eck gestellt zu werden, möchte ich unterstreichen: Lassen wir lieber die Kirche im Dorf und bleiben bei der Realität,  die sagt: Ein Schwalberl macht noch keinen Sommer. Wie man sieht, ging´s für Union mit Neo-Chefin Eta um kein Jota besser… 

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