Wie geht´s, werte Blog-Leser eigentlich ihnen mit Tennis im Fernsehen, ob Staatsfunk oder Servus TV? Offenbar herrscht bei beiden Netzwerken – nomen est omen – die Meinung, dass man von Kitzbühel Damen, Kitzbühel Herren ATP 250, also vierte Kategorie, Kitzbühel WTA 125 Damen, also fünfte Kategorie, und Amstetten ITF W100, gar 6. Kategorie, ebenso wie von den Experten Schett, Peya, Koubek und dem Hausherrn A. A. in selbstverständlicher Selbstherrlichkeit ganz einfach nicht genug kriegen kann.
Wenn ich addiere, was es allein heute zu sehen gab und gibt, so ist das ziemlich rekordverdächtig. Seit 11h vormittags geht ein Turnier televsionär, nur getrennt durch die TV-Sender, ins andere über, wobei uns als eine Draufgabe auch noch die Wiederhoung vom Damenfinale in der Gamsstadt serviert wurde unter dem Motto: Doppelt hält besser! Die andere Draufgbabe allerdings, das Tagger-Match beim WTA Prag 25o0 mit Lillis Sieg gege jene Chinesin Gao, die sie schon in der dann doch noch verpassten Melbourne-Quali besiegt hatte, leider durdch die Lappen gegangen. Dafür war dann anschließend zum Amstetten-TV-Auftakt zu sehen, wie die ÖTV-Vizemeisterin Arabella Koller gegen die Serbin Kostovic zumindest in den Augen und Worten des ORF-Sympathikus Lukas Schweighofer nach nicht ganz so chancenlos war wie es das 4:6, 0:6 sagt, „weil im 1. Satz mehr drin gewesen wäre.“ Entscheidend aber ist noch immer, was am Ende draufsteht. Auch und gerade im Tennis. Kurz und umso unguter ist es wieder einmal gelungen, ein schlechtes Resultat schönzureden, worin wir inzwischen echte, wenn nicht unschlagbare Champions geworden sind. Im WM-Fußball war´s ja kaum anders als logische Konsequenz, wenn man nur gegen die WM-Finalisten verliert, gell?
Servus, der Privatsender, kann tun und lassen, was er will, uns auch mit dem Aufmarsch an zweiter bis dritter Promi-Garde ein X für ein U vorgaukeln, das ist sein gutes Recht. Aber das, was für die Privaten gilt, hat keine Gültigkeit beim Staatsfunk, der ja öffentlich-rechtliche Interessen zu vertreten hat. Also außer Fußball, Ski, Tennis und dem Temporausch Formel 1, bei dem der ORF kräftig Gas gibt, obschon wir rundum auf die Bremse steigen sollen, hätte er die Pflicht, auch die nur peripher, wenn überhaupt, klassischen (olympischen) Disziplinen wie Schwimmen (nichts von Junioren-EM München mit Giefing-Bronze), Leichtathletik, (u18 mitbMedaillen, Topzeiten), Turnen, Paddeln, Rudern und dabei vor allem die erfolgreichen Protagonisten ins TV-Rampenlicht zu stellen – zu vernünftigen Fernsehzeiten und nicht nur dann und wann, damit man ein Plansoll erfüllt. Ich frage mich nur, wann die anderen (speziell olympischen) Sportverbände und deren beste Sportler: Innen den Mut aufbringen, gegen diese total einseitige, oft willfährige, mitunter PR-nahe Berichterstattung in Ent- und Geschlossenheit aufzutreten und einzuschreiten, Wo Kläger, dort werden sich hoffentlich demnächst auch (Sport)Richter finden, die im Sinne eines gerechteren Verteilungsschlüssels urteilen. Und nicht nur im Interesse der staatsnahen oder parapolitischen Sponsoren, die nach Winter-Olympia und Fußball-WM kaum mehr genug Kleingeld in der Kasse haben, um Sportklassiker zu sponsern. Aber Banken, Versicherungen und anderen größeren Firmen und großen Konzernen ist das ja sowieso egal, Hauptsache, dass sie selbst öfter als andere ins TV-Bild rücken. Schlag für Schlag, auch wenn’s im Gegensatz zur Desinformation für unsere Stars mehr (Rück) Schläge als Siege gibt. Wie heute von Sebastian Ofner gegen Molcan…
