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Nach 0:2 gegen Argentinien: Schluss mit medialer Schönfärberei und verdrehten Tatsachen

Ich hab´mir oft als Patriot die Daumen fast wund gedrückt, hab´ vor Ort in Arenen rund um die Welt oder vor dem TV-Schirm gezittert und gebangt mit Österreichern, ob im Fußball, Skilauf oder allen anderen Sportarten, wenn es um viel, wenn nicht alles ging. Das war, um es auf den Punkt zu bringen, vor der Zeit, als wie in den USA schon jahrelang davor die  TV-Networks und Printmedien um Übertragungs- und sonstige Rechte gestritten hatten Seit sich dieses Spielchen – es lebe der objektive öffentlich-rechtliche Rundfunk ORF und dazu noch der neue Partner Servus – bei uns eingenistet hat, will und muss ich nach dem 0:2 gegen Argentinien mit aller Entschiedenheit sagen: Schluss mit der unerträglichen Schönfärberei und Verdrehung der Tatsachen, hört endlich auf, mit der an Hysterie grenzenden Euphorie, hinter der weniger Sport, sondern vor allem die Möglichkeit steht, potente Inserenten und lukrative Werbespots nicht nur, aber auch der regierungstreuen, halbstaatlichen  Konzerne an Land zu ziehen.

Ich will gar nicht daran denken, was gewesen wäre oder passieren hätte können, hätte Lionel Messi zu Beginn den glasklaren, von dem eher uns reundlich gesinnten ägyptischen Referee vorerst übersehenen (VAR-) Elfmeter nicht kläglich vergeben – und er und andere Argentinier nicht zwei, drei weitere sogenannte Hundertprozentige zudem verschleudert, hätte es schon 0:3 oder gar 0:4 stehen können, um der Wahrheit die Ehre zu geben. Was aber hab´ ich in der Pause – Sorry, mein Freund Jan Age Fjörtoft in alter Verbundenheit – hören müssen? Nichts vom all dem, viilmehr aber, dass das 0:1  nicht hätte gelten dürfen, weil davor Xaver Schlager unfair gestoppt worden wäre.

Ja, so spielt man sich in falschem Patriotismus drüber. Und zu dieser Tonart gehört auch, die gut 80 Prozent Laien-Lemminge zu ködern. Also hörtge jnd lese ich, das nicht der sonst trotz seiner 39 Jahre jugendlich dynamische Messi den Elfer kläglich vergeben hätte, nein, nein: Alexander Schlager hätte dieses Blackout des Superstars provoziert, jenes Messi, der im WM-Final-Shootout in Katar 2022 unter höchstem Erfolgszwang den 3. WM-Titel ohne Nervenflattern gxiert hastte. Von allem ein Körnchen Wahrheit, was aber mit dem echten Kern der Sache nichts am Hut hatte, die da hieß: Über den Fußallgott hinaus, der trotz drei verhauter Torchancen noch einen  Doppelpack schnürte, mkt dem er Klose als WM:FRekordler (17 Tore) ablöste, hatten die Argentinier die besseren Kicker und waren darum auch die um gast eine Klasse bessere Mannschaft, da können die Statistik-Kommentatoren samt Experten quasseln, was sie wollen.

Am Ende stand in Dallas in der wichtisten aller Statistiken ein 2:0 für den Titelverteidiger, der sich so einen Chancenwucher wie gegen uns gegen Topteams a la Frankreich oder England, vielleicht auch Deutschland und sogar USA oder Kanada, kaum erlauben darf. Aber im Gegensatz zu der samt Doch-nicht-Wunderwuzzi-Teamchef R. R. überschätzten Truppe sind die Argentinier schon in der K.-o.-Phase, während die vom nur im Österreich noch maßloser überschätzten Arnie Arnautovic via Medien gepriesene „beste ÖFB-Mannschaft aller Zeiten“ von den Gauchos eine Lektion erteilt bekam. Schönrederei um den heißen Brei ist Mumpitz. Zwischen Realismus und fantastischem Realismus liegen Welten. Den einen liefert im Sport auch Fußball. Den anderen gibt´s nur in der Kunstmalerei. Keiner hätte diese Differenz besser illlustrieren können als der legendäre, grenzgeniale Maitre Leherb, der wie sein  Bruder eist Handballer gewesen war.   

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