Natürlich ist´s kein derart emotionales, televisionär weltweit transportiertes Comeback wie einst beim Herminator, der sich in aller Heldenhaftigkeit nicht geniert hat, in Kitzbühel den Tränen freien Lauf zu lassen. Ob Bernd Wiesberger heute in Shanghai auch Freuden- oder ein bisschen Leidenstränen geweint hat, weiß ich nicht, aber es wäre mögich, weil es Jahre gedauert hat bei ihm, um das Rad zurückzudrehen, wo er schon gewesen war als unser erster Ryder-Cup-Star und achtfacher Turnierdsieger. Bei Bernd waren es keine schweren Verletzungen, sondern das leichte, schnelle Geld, sozusagen das Dolce fa niente, mit dem ihn die LIV-Tour, nur monetär herausforderndes Pendant zur DP World Tour (übigens auch teilfinanziert von Saudis), geködert und bei volllen Schüsseln fast hätte verhungern lassen, sportlich fast ruiniert htte.
Halb zog ihn die Aussicht auf mindestens 250.000 Dollar als 48. und damit Letzter bei der Live-Tour, der auch keinen Cut fürchten musste, halb sank er hin, um eine fast versunkene Größe zu werden.Jedenfalls setzte eine geradezu unglaubliche sportliche Abwärtsspirale des achtmaligen Turniersiegers auf der ehemaligen European Tour ein, die ihn nach allzu langer Zeit dann doch zur Umkehr und Rückkehr auf alte Tour und alte Zeiten bewog. Wer seine Lektion so gut lernt, dass er eine miese jügere Vergangenheit da,it trkumphal bewältigt, vor dem zieht unsereins den imaginären Hut. Sich selbst an den eigenen Haaren – er hat noch genug im Gegensatz zum viel jüngeren Kumpel Sepp Straka – aus dem Sumpf zu zu ziehen, dazu bedarf es großer mentaler Stärke und ausgeprägten Willens.
Heute hat Wiesberger nach einem tollen Duell mit dem Spanier Otaegui das perfekte Kegelresultat geschafft mit: Alle Neune! Dort, wo sein Pioniergeist und Trendsetter Markus Brier vor Jahren schon die Volvo China Open gewonnen hatte, dort triuMhierte heute sein Nachfolger mit dem pompösen Score von 19 unter Par und drei Schlägen Vorsprung bei seiknem 9. Turniersieg. Bernd is back – und wie auch noch! Besser hätte es nicht kommen können für ihn und die e/motion-Veranstalter. Sportlich. Zeitlich. Werblich. Ein Volltreffer vier Wochen vor dem insgesamt zweiten, aber ersten Austrian Alpine Open auf dem Golfplatz Schwarzsee bei Kitzbühel, wo mit Guido Hinterseer einer der Söhne des letzten Olympiasiegers aus der Gamsstadt den Laden schupft. Einmal Salzburg, einmal Tirol. Nicht so oft, sondern eher selten kehrt bei aller Ekifersüchtelei auch Vern unft ein.
Jetzt geht in der letzten Mai-Woche das wahrscheinlich tollste Golf-Event, das Österreich je erlebte, mit zwei rotwei0ßroten Siegertypen, die im Grunde, nimmt man die Straka-Ausbildung im damaligen Stronach-Fontana her, noch dazu hausgemachte Stars geworden sind. Da man bei Golf über den Daumen gepeilt als vielleicht verbreitetster Weltsport sagen kann, es ist wie Tennis mal drei, slo kann man den 13. Weltranglistenplatz von Straka locker mit Top 10 bis mTop 6 im ATP-Ranking vergleichen, also fast dort, wo unsere Grand-Slam-Sieger Muster und Thiem gewesen sind. Wiesberger, zhuletzt nur noch Nr. 370, machte heute einen Sprung mit 170 Öunkten unter die Top 200.
Mit dem Tiroler Rookie Max Steinlechner, der heute in Shanghai mit einer 4 unter-Runde (insgesamt -6) noch die Top 25 knackte, gibt es auch ein Dark horse aus dem Tiroler Land. Die einst nicht wirklich ernstgenommmenen Golfer: Innen (Emma Spitz diese Woche Vierte in der Ladies European Tour) gehören heute zu Aushängeschildern, ohne die wir als Doch-Nicht-Sportland viel schlechter aussehen würden. Damit noch einmal ein Hoch auf Bern Wiesberger, der ald kinhzwischen Vierzigjähriger nach harten Zwischenlandungen heute wieder am der Endstation Sehnsucht angelangt ist: Wenn das keine Freudentränen wert ist, was dann?







