Wie meine Blog-Leser ja wissen, habe ich zoletzt des Öfteren auch den Selbstvedienungsladen im heimischen (Spitzen) Sport aufs Korn genommen, nicht zuletzt deshakb, weil es ja immer stärkere politische Abhängiggkeit über die parapolitischen Sponsorenunternehmen gibt. Schau nach beim Fußball, schlag nach beim Skisport, wo auch immer, wenn politisches Kleingeld gefragt ist. Wer meint, dies würde sich auf den immer mehr einem Bananenstaat namens Österreich beziehen, der sitzt einem Irrtum auf. das ist inzwischen zumindest europa-, wenn nicht weltweites „Gut“ geworden, soferne man es braucht. Selbstbedienung, wo auch immer dank wem auch immer.
Wenn Sie nicht wissen, wovon ich jetzt schreibe, dann gehe ich medias in res, auch wenn die Sache erst in sechs bis sieben Wochen virulent wird. Es geht um den Skisport und seine Zukunft mit der Wahl des FIS-Präsidenten, wo es völlig unbekannte Kandidaten gibt neben dem aktuellen, höchst unstrittenen Head-Aufsichrsratvorsitzenden Johan Eliasch, dem sowohl der britische als auch der schwedische Verband die Nominierung verweigert haben – auch wegen der Verwicklung des vor vor kurzem nur zwei-pässigen Päsidenten (UK wegen Ex-Wohnort London, Schweden als Geburtsort und Militärdienst) in die Epstein-und damit alles andere denn royale Affäre von Prince Andrew, mit dem er nicht nur eine Firma besaß.

Da der gute Joham Eliasch seine Pappenheimer kennt, hat er sich gesagt: Wenn zwei Stricke reißen, dann sind aller guten Dinge drei. Was auch den staatlichen Reisepass betrifft, die Voraussetzung, um als Staatsbürger des Landes X (beliebig) als Präsidentschaftskandidat nominiert zu werden, Dass sich Eliaisch um eine Wiederwahl mit Hilfe kleinerer Ski-Länder bewirbt, war schon klar, nicht aber, dass der Mulltimilliardär (4 Mille Pfund lt: Reichenliste in GB) dafür von – stutzen Sie nicht, lachen Sie nicht, wundern Sie sich nicht, ärgern Sie sich nicht, weil das Abnorme längst Normalität geworden ist – einem trotz herrlicher Skigebiete in der einstigen Stalin-Heimat doch nicht ganz so klassischem Wintersportparadies Georgien aufgestellt wird – als alter, runderneuerter schwedisch-britisch-georgischer Oligarch er wurde gegen eine Liste von Nobodies. Wie ist das mit dem georigischen Pass gegangen, Herr Eliasch? Liegen ihre Wurzeln etwa rund um Tiflis? Oder haben sich die Gelorhgier dafür bedankt, dass sie zuletzt FIS-WM´s in Bakuriana haben austragen dürfen, sozusagen ein Dank als Gegengeschäft. Interessante Geschichte. So klein ist die (Ski) Welt. Worauf sie sich da einengt, muss ich nicht weiter erläutern.
Jetzt bin ich schon neugierig, wie diese höchst delikate Angelegenheit beim FIS-Kongress im serbischen Belgrad in Serbien endet, wo es vor mehr als zwei Jahrzehnten einmal einen begabten Skirennläufer gab, aus dem dann der zumindest erfolgreichste Tennisspieler aller Zeiten wurde, nämlich Novak Djokovic. Auch der ist übrigens inzwischen von Serbien nach Athen übersiedelt. Allerdings noch ohne Blitzeinbürgerung mit Pass. Man kann nur hoffen, dass am Ende dann der von Eliasch zum FIS-CEO beförderte Ex-Swiss-Präsident Urs Lehmann sich als Wahl-Gewinner möglicherweise freut, weil sich völlig unbekannte Dritte streiten. Von rotweißroter Seite droht da wie auf den Skipisten vorerst keine Gefahr…







