Die Aufarbeitung der ersten Fußball-WM-Teilnahme seit 28 Jahren haben den ÖFB-Aufsichtsratschef, vormals Präsident, und den deutschen ÖFB-Teamchef zu erstaunlich positiven Ergebnissen geführt, auch wenn R. R. eingestand, dass man manches hätte besser machen können, hätte man gewusst, welche Folgen es hat, wenn acht (!) Mann zwar fit, aber nicht Match-Fit sind.
Ja, hätte man geahnt, welch Fitness-Folgen es hat, wenn man Kader-Spielern zu viel (privaten) Freiraum gewährt, dann… Ja, dann hätte man vielleicht zusätzliche Meilensteine für Österreichs Fußball zur ersten WM-Qualifikatio seit 28 uud dem ersten Sieg bei einer WM-Endrunde seit 36 Jahren setzen können. Ja, wenn das Wörtchen wenn nicht wäre, wenn die wichtige Umschaltstation Baumgartner nicht ausgefallen wäre, dann … ja, dann erinnerte die Konjunktiv-Anhäufung an die berühmte Fata Morgana in der Wüste.
Mit großem Interesse und einiger Verwunderung hab ich auch aus dem Mund des ÖFB-Chefs vernommen, wie vor allem menschlich toll er den trotzdem als Sportdirektor gefeuerten Peter Schöttel gefunden habe, wie sehr es ihm leid getan habe, ihn ersetzen zu müssen, was aber nötig geworden wäre, um mit einem neuem Mann neue Zukunftsimpulse zu setzen. Nein, nein, es bedürfe keiner Postenausschreibung, vielmehr reaiche es, das Anforderungsprofil nachzuschärfen, eine der eingelernten Polit-Floskeln, mit denen Josef Pröll die Aufarbeitungs-PK des Fußballbundes beglückte.
Und mit dem wirtschaftlichen Kapital, das der ÖFB aus der ersten WM-Teilnahme in diesem Jahrtausend geschlagen habe, immerhin 11,5 Millionen Euro, die sich nach Endabrechungen mit US-Bundesstaate noch um einiges vermehren könnten. Jedenfalls würde auch die Bundesliga mit etwa zwei Millionen partizipieren und profitieren, was mich einen Lacher kostet oder eher schon einen Rülpser. Alles durch 12 oder gar noch viel mehr, wenn man die 2. Bunsliga dazu nimmt.
Wieder so etwas wie Larifari- Selbstbeweihräucherung, in der sich eine Dorfliga-Mentalität suhlt, mit der wir das von R. R. geforderte Niveau der Schweiz schwerlich erreichen können. So wenig wie den großen Wurf, von dem vor der WM gefaselt wurde, der sich aber als Bumerang entpuppte. Auch wenn noch so salbungsvoll darüber geredet wurde und wird.
