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Von Sein, Schein und warum Alaba am Trockenen sitzt

Das letzte verlorene WM-Spiel gegen Spanien ist jetzt mehr als zwei Monate her, die Transferperiode ist längst vorbei, wobei es für vertragslose, ablösefreie Kicker eine Ausnahmeregelung gibt. Auch wenn sie auf David Alaba zutreffen würde, der mit Bayern München und Real Madrid gut zwei Dutzend an Titeln gewonnen hat, auch wenn er im wöchentlichen Takt mit allen möglicen Klubs rund um die Welt in Verbindung gebracht wird – Käufer hat sich bisher keiner gefunden, der auch eine Gage in exorbitanter Höhe zahlen würde, die der Ex-Toplegionär und Teamkapitän a. D noch immer verlangt. Und so sitzt der Abwehrspieler mit Offensivdrang auch immer noch auf dem Trockenem.

Keine Frage, dass David zum Goliath gewachsen war und sich dazu wachsen konnte, als er mit dem kongenialen Partner Ribery auf links eine fast tödliche Achse bildete. Und danach auch noch beim königlichen, weißen Ballett, wo seine heißen Tänze mit der wachsenden Zahl an Wehwehchen seltener wurde , ehe es mit dem fatalen Kreuzbandriss zur großen Zäsur seiner Karriere kam jenseits der 30, also in einem Alter, indem es doppelt schwer ist. so eine Verletzung zu überwinden. Die Frage, ob’s besonders klug war vom Teamchef, ihn – wie den vier Jahre älteren „Arnie“ – nicht nur als Motivator zur WM mitzunehmen, sondern als spielerische Galionsfigur einzusetzen, hat sich mit dem eher bescheidenen Vorstellungen für mich erledigt. Im nachhinein scheint dieser vermeintliche Gefallen des Teamchefs dem nicht mehrbso guten Alaba auf den Kopf gefallen zu sein. Daran ändern auch die „Inserate“ nichts, die mit den folgenden Dementi nur bestätigen, dass niemand mit dem verletzungsanfälligen David gleichsam die Katz im Sack kauft. Um die zuletzt gebremste, davor aber tolle Karriere bei einem Topklub fortsetzen zu können, wird es Alaba billiger geben müssen. Dafür muss er auch einsehen, dass Sein ganz was anderes ist als der auch medial verbreitete Schein, der oft (be) trügt, nicht wahr…

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