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Was bleibt für klassische Sportarten nach XXL-WM noch vom Sponsorenk

Während der Countdown zum Endspiel aller Endspiele im Giants Stadium von East Rutherford-Secaucas in New Jersey läuft, wo ich anno 1977 mit Fußballkönig Pele sowohl Bälle päppeln als auch – heute unvorstellbar – ein Exklusivinterview („Es gab nur einen Beethoven!“)  hab führen dürfen, ist´s Zeit für eine Rückschau nicht nur aus sportlicher Perspektive. Obscho es späte oder gar frühmorgendliche Ankickzeiten gab, wurde eine nota bene sportlich nur peripher bereicherte XXL-WM-Endrunde mt 48 Teams auch werblich quasi XXL von Firmen wie Medien in einem exzessiven (Aus) Maß ausgeschlachtet, wie es das nie zuvor gegeben hat, geschweige denn bei einer etwas erfolgreicheren Euro mit geringen, wenn überhaupt Zeitzonen. 

Und wer so viel Geld in TV- und Printmedien-Werbezeiten/flächen buttert, der darf sich auch eine Umwegrentabilität erhoffen, die wie auf anderen „Spielfeldern“ mitunter aus ethischer Betrachtung die Grenzwertigkeit ganz schön streift (e). Aber das  ist wieder eine andere Geschichte, wobei ich darauf hinweisen möchte, dass Freund Johann K., also Hans Krankl, als Botschafter von Sky-TV, das keine WM-Senderechte erworben hatte, im Gegensatz zu anderen Vorzeige-Kickern – Motto: Gut ist, was die Kassa klingeln lässt – nicht von heute auf morgen zum Staatsfunk wechselte. Und löblich wäre auch zu betonen, dass der nur temporäre Bosnien-Held unserer Nation, Michael „Gregerl“ Gregoritsch, seine soziale Ader zeigte, indem er die medial erzeugte Euphorie bis Hysterie rund ums Team und sich selbst nützte, um ein Charity-Golfturnier für Behinderte und Unterprivilegierte zu organisieren. Wäre schön gewesen, hätten die heimischen Millionenverdiener A. und A. einen/ihren Obolus geleistet, mit dem sie auch digital manch Loch hätten stopfen können. Konjunktiv, wenigstens bisher…

Wie gesagt, heute abend aber geht´s um den goldenen World Cup, bei dem ich mir sicher bin, dass die Gutmenschen die einmalige Gelegenheit ganz sicher nützen werden, den in den Krieg mit dem Iran verwickelten US-Präsidenten „The Donald“ Trump aufs Korn zu nehmen. Für uns ist das abgesehen von politischem Kleingeld für manch Randgruppen eher wurscht, hingegen mach´ ich mir ganz andere Sorgen, was unseren (Spitzen) Sport betrifft. Da ja Unsummen in die WM-Werbung geflossen sind, so frage ich mich, wie viel –  abgesehen vom brustschwachen statt vorgegaukeltem Top-Tennis, in dem so nebenbei die gleiche Bank wie im Fußball eine finanzielle Hauptrolle spielt – vom Sponsorenkuchen noch für andere Sportler: Innen und Verbände bleibt, die zu wenig zum Leben und ein Förder-Alzerl zu viel zum Sterben haben…

Ja, darauf würde ich in Zeiten wie diesen, in denen abseits von der XXL-Werbung für die XXL-WM der Sparstift allerorten angesetzt und der Gürtel enger geschnallt wird, gerne eine Antwort haben. Und ich würde auch gerne abseits von halbwerblichen Sportsendungen von einem Staatgsfunk erwarten, dass er seinenSehern/Hörern auch jene Sportler: Innen (political correct) näher bringt,  die nicht daheim hochgejubekte PR-Randfiguren sind, sondern Medaillengewinner im Nachwuchs, der daund dort sogar höher eingeschätzter Auslandskonkurrenz über den Kopf wächst. Sie sind nämlich die Hoffnungsträger für Olympia 2028 in Los Angeles, das uns Klassiker-Sportarten wegen zmindest so nahe, wenn nicht näher am Herzen liegen sollte als die nächste Fußball-WM 2030 in Nordafrika, Südeuropa und Südamerika. Aber da beschleichen mich in Zeiten wie diesen, in denen sowieso alles auf den Kopf gestellt wird, mehr als nur leise Zweifel. Wer zahlt, der schafft an, das ist so klassisch wie das Geld, xas bekanntlich nicht stinkt.

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