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Wenn das rotweißrote Tennisherzerl in ungeniert vorgegaukeltem Patriotismus höher schlägt

Auch wenn die großen Entscheidungen bei den Klasssikern erst morgen fallen, beim US-Masters im Golf, beim gepflasterten Rad-Classique Paris-Senlis nach Roubaix und der x-ten Auflage von Alcaraz gegen Sinner in Monte Carlo, so möchte ich noch einige Worte zum heimischen Tennis und der geradezu peinlichen Art und Weise, wie die Medien uns dabei ein X für ein U dabei vormachen wollen, schreiben. Dabei muss ich auch a priori den Reichels als Veranstaltern ein Chapeau aussporechen, denn das Design-Center in Linz spielt für das WTA-500er alle Stückerln, von der Tribüne bis zum First-Class-VIP-Bereich, in dem sich viel nicht nur Lokal-Prominenz begrüßt. Hier ist in einerRegional-Meropole das Flair großer Welt zu atmen.

Sas ist die eine Sache, das Theater rund um die des Deutschen noch nicht nicht mächtige, blitzartig eingebürgerte russische Neo-österreicherin Potapova eine andere. Hätte ich es nicht selbst gehört un Dmeinen Ohren nicht getraut, hätte ich es für einen schlechten Treppenwitz gehalen. Die immer wieder als N. 7 der Welt (nur für kurze Zeit) verkaufte, omnipräsente (ORF 1, Eurosport, Servus-TV), bestens aussehende, von Kopf bis Schuh bestens gekleidete Barbara Schett hat nämlich – aus eigenem Antrieb oder in wessen Auftrag auch immer – tatsächlich vor dem Semifinalduell der Pseudo-Austrianerin gesagt, „dass da natürlich mein rotweißrotes erz höher schlägt!“ Wie bitte, Frau Eagle-Schett? Was ist bitte vielmals der Beitrag, den die Tennis-Zarin Anastassija bisher für Österreich gekleistet hat? Sie lebt auch nicht, wie verkündet, in Wien und nahe dem Airport, sondern wahlweise in Moskau und in Bratislava, wo der Airport auch nahe ist, aber die Flüge billiger sind. Und  das macht Sinn bei Tennisstars, die viel auf Achse sind …

Lassen wir dieses Thema,  um uns eines anderen zu widmen, das mit einer schlechten Nachricht verfbundenoist. Während in Linz die erste  nicht nur wirk,ich öösterreichische Garnitur mit dem Neo-Top-100-Teenager Lilli Tagger spielte, ist die zweite Garnitur in Banja Luka wie erwartet aus der Europa-Afrika-Zome abgestiegen in die Bedeutungslosigkeit, wobei sich die Frage erhebt, weshalb Daviscupsiege hochgejubelt und BJK-Cup-Pleiten nicht einmal gscheit werwähnt werden, nicht wahr. Dass es mit der eingebürgerten Jungrussin Perelygina, die schon Grand-Slam-Juniorenturniere spielte, mit Gasparovic, Rabl und Marvie Österreicher zum Abstieg kommen würde, das war angesichts dessen, dass unser Top-Quartett ja frühzeitig abgesagt hatte, zu befürchten gewesen.

Soweit, werte Blog-Leser, ist alles klar, möchte aber hier eine Diskussion anheizen, die bisher uter den Tisch gekehrt wurde. Abgesehen davon, dass Potapova noch nicht spielberechtigt gewesen wäre im BJL-Cup in Banja Luka, dann hätte ein Sportverband, Führungswechsel hin oder her, auf den Tisch hauen müssen! Inwiefern, so werden sie fragen? Weil es im Profi-Tennissport auch um Preisgeld geht, auf das zum Beispiel die in Mainz lebende und trainierende, mit den Österreich-Eltern in den USA aufgewaschsene, mit teutonischer Zunge sprechende Dreimal-Meisterin Sinja Kraus beim hochdotierten Upper Austria Ladies Linz natürlich nicht verzichten wollte.

Verständlich, keine Frage, aber der ÖTV hätte Frau Kraus auch daran erinnern können, dass sie – obwohl mehrheitlich im Ausland lebend – wie sonst fast nur sportliche Amateur-Armutschkerln, die von der Hand in den Mund leben, den Sportsoldartinnen-Sold als Grundgehalt vom Staate Österreich kassiert. Wie gesagt, als Profisportlerin, die heuer schon um die 80.000 Dollar Preisgeld kassiert hat, abgesehen davom, dass sie nicht aus dem Armenhaus kommt. Mein rotweißrotes Herz schlögt da ganz ohne Futterneid, der mir fremd wasr und ist, sondern verheimlichter Wege wegen noch ein bisschen höher. Es geht eben nichts über Ungeniertheit, die den nötgen Dank längst ajus dem Sinn  verbannt hat.    

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