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Wer Comeback einer 16er-Fußballliga plant, leistet Vorschub für Rückkehr ins sportliche Nirwana

Ursprünglich war ich ja darauf eingestellt, etwas zum ORF-Saustall und Just dessen einseitiger Kritik an Oran, auch was Sport betrifft,  zu schreiben. Aber dann hab ich meinen Augen nicht getraut, als ich im Spital (Chemo, 2 Nächte a 18 Stunden). den Kurier indie Hände  bekam und dort lesen konnte/ musste, dass die Fußball-Bundsliga über kurz oder länger eine Rückkehr zur unseligen 16er-Liga ins Auge fasst, damit vor allem die kleineren Bundesländervereine nicht jahrein, jahraus unter Abstiegsängsten und Existenzsorgen leiden müssen. Ja, wikrk,ich eine ganz tolle Idee, von wem auch immer geboren, denn je verwässerter die Qualität daheim, destlo mehr werden halbwegs talentierte Kicker die Landflucht antreten, um bei besser situierten Kleinhäuslern im nahen  oder ferneren Ausland anzuheuern. Schon jetzt spielt ja im Grunde nur ein Mann aus der heimischen Liga im Nationalteam – Tormann Schlager aus Sallzburg, gemessen an den Hünen der Szene wie Curtois, Donnemarumma, Neuer, Szechny etc. auch etwas kleiner geraten.

Kleiner gerateb,m das ist das Stichwort. Die meisten österreichischen Fu?ballfunktionbäre zeichnen sich durch nziemlich engen Horizont aus, der mitunter bei den vor allem regionalen und lokalen Medien (sehr) gut ankommt, alles noch verbunden mit einem Schuss an Sozialromantik, hinter dem auch der David-Goliath-Effekt steckt/steht. Wohin hat diese 16er-Liga, alles andere denn ein Pilotprojekt, schon mehrmals geführt? In die sportliche, wenn nicht wirtschaftliche Sackgasse zum Teil ohne Umkehr. Dass es bisweilen Sensationen in Liga wie Cup gab – ich erinnere da nur an ein blamables 1:2 von Rapid mit Krankl Panenka, Hugo Maradona und Co. gegen die sonstige Schießbude Neusiedl am See oder die finale Cup-Schlappe der Grünweißen gegen Stockerau – ist Part of the Game, es hat von Deutschand bis Engand, Spanien bis Italien, schon immer solch faustdicke Überrasschungen gegeben, Salz und Pfeffer als Fußball-Würze.

WSnn ich mich recht entsinne, dann liefen uns schon damals die bestebn Kicker ins Ausland davon, von Hasil über Siber, Jara, Hickersberger etc., die auch nur noch fallweise fürs Team spielen konnten, weil sie – anders als heute, da es andere Fifa-Regeln gibt. Wie das geendet hat, muss ich ihnen jetzt doch sagen – Highlights waren ein 0:7 gegen England, ein 0:4 gegen Deutschland, verpasste Qualifikationen und Umut, nein: Ärger bei den Fans. Der Absturz in die Lachnummer der Nation war dann mit dem Ende der aufgeblasenen Liga verbunden, weil Männer ohne Hang zur selbstgefälligen Provinzialität, der damalige Fußball- und Hockeypräsident, Justizministersohn und Anwalt, Dr. Heinz Gerö, mit meinem damaligen Boss Gerhard Zimmer und Krone-Sportchef Michael Kuhn die Zehnerliga, also die in kleinen Ländern wichtige Konzentration der Kräfte, nicht nur propagierten, sondern aus der  Taufe hoben. Einige Jahre drauf gab´s die erste WM-Qualifikation seit 20 Jahren, die tolle Argentinien-WM und das Wunder von Cordoba mit Krankl, dazu Prohaska, Schachner, Koncilia, Sara, Obermayer, die alle in Österreich spielten. 

Hinter all dem steckt auch mehr alls ein Anflug an Größenwahn kleiner Lokalgrößen inklusive Lokalpolitikern, die meinen, dass sie sich einDenkmal setzen, wenn sie Arenen bauen und Akademien errichten, während ein paar Kilometer weiter unter fehlenden Investoren und kleinkrierten Politbiossen die eistigen Gro0klubs in Konkurs gehen/, gegangen sind und dann, wenn´s um was geht, immer noch ihre sozusagen aus dem Winterschlaf gerissenen Fans wie einst im Mai anziehen, als sie vorne mit- oder gar um Titel spielten – wie knapp 14.000 Wacker-Fans am Tivoli gegen Rapid, während sich Wattens als Saalräumer erweist. Innsbruck  mit der zurückgebauten Euro-Arena ist ein Beispiel, Klagenfurt mit dem hypermodernen Stadion ein anderes, wo mit leeren Kick(er)-Kilometern leere Tribünen die Bilder füllen und Kassen plündern…

Wenn Einzelpersonen/firmen aus welcmh Gründen auch immer diese Klubs aus dem ländlichen Raum (ohne viel Hinterland) nicht mehr finanzieren (/wollen/können), möchte ich wetten, dass weder Kommunal- noch die Bundespolitik eingreift aus Angst, sie lönnten sich die Finger verbrennen. Womit wie so oft, Ausnahmen bestätigen nur die Regel, verbrannte Erde oder Konkurs ohne Masse zurücklassen. Sclag nach bei Stockerau, Krems, Grödig und anderen Vereinen. Diese geplante Aufstockung kommt nichts anderem als einer Nivellierung gleich, die Vorschub für eine weitere Bergabspirale leistet. Jetzt bin ich gespannt, ob Wunderwuzzi R. R. dagegen laut aufschreit, weil er ja auch sonst überall auch ungefragt seinen manchmal strategisch richtigen, gehaltvollen, mitunter nur selbstschmeckenden Senf dazu gibt…?

 

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