Ich hab´ in den vergangenen Tagen in den Radsportsender Eurosport geschaut und dort verfolgt, wie der Giro d´Italia zu Beginn des Rundfahrtklassikers Nummer zwei in seiner Anfangsphase an der Schwarzmeerküste zwischen Burgas und Varna durch Bugarien rollt. So wie, so weit ich mich erinnere, im 22er-Jahr durch Budapest und Ungarn. Oder durch Israel. Dabei hab ich mich, als lästiger Nestbeschmutzer allseits unbeliebt bei den Gottsöbersten, an Gespräche mit meinem alten Radler-Freund Gerhard Schönbacher (bekannt als Rote Laterne der Tour de Frace, Veranstalter CrocdileTrophy, Aus, Alpen Tour) erinnert, der sehr gut weiß, wo es lang bgeht…

Der weltbweit bestens vernetzte steirische Merckx-Freund hatte der Doch-nicht -Sporttadt Wien das medial und televisionär weltweit verfolgte Radsport-Event um etwa fünf Milliomen angeboten. Das vergleichsweise Billigoffert hätte die ersten drei Giro-Tage, also Prolog, erste und zweite Etappe, dazu die mehrtägige Vorlaufzeit von Teams und Tross, also sicher an die tausend Involvierte, umfasst. Ganz so, wie es von Irland bis Bulgarien und Tel Aviv andere Länder oder Städte tun oder als unpolitische Werbung getan hatten.
Was soll ich Ihnen sagen, werte Blog-Leser, was bei der allseits beliebten „Sportstadt Wien“ mit so tüchtigen Sportpolitikern wie dem Riesen-Ressort-Stadtrat Hacker und seiner Majestät „König Ludwig I.“ dabei rausgeschaut hat? Kalte Füße für Schönbacher mit einer Absage samt pampiger Ansage: „Warum sollen wir was zahlen, wenn wir normal was für Events verlangen?“ Und wie war das, um kurz die Gretchenfrage zu stellen, einst mit Gerry Keszler, Life-Ball und geladenen Politgästen wie Ex-US-Präsident Bill Clinton, der kam, kassierte, schnabulierte und heimflog?
Beim Eurovisions-Songkontest, bei dem mehr politischer Sound als Werbung für das musikalische Wien samt Hotellerie und Gastronomie betrieben wird, war eine Absage aus Kostengründen nur in den ersten Tagen nach dem JJ-Sieg vor eimem Jahr ein Thema gewesen, dann nicht mehr. Dafür wird uns täglich im Staatsfunk frei Haus gegen Haushaltsabgabe eime knallharte PR für den höchst umstrittenen Event geliefert. Es lebe die Kunst, den Sport zugunsten fragwürdiger Kultur zu verdrängen! Von Dublin bis zum Schwarzen Meer und nach Israel muss es lauter Deppen geben, die 20 Mille zahlen, dass der Giro samt Countdown durch ihr Land rollt, oder?







