Die Kurzbahn-EM im Schwimmen in Lublin, Polen, ist Geschichte mit Geschichten, die auch Österreicher geschrieben haben. Wie der in Salzburg bestens ausgebildete, seit vier Monaten in den USA an der Uni Minnesota (wo sein Ex-Trainer Maly studiert) trainierende Luka Mladenovic, der zweimal Bronze in tollen Rekordzeiten gewann. Wie der Spittaler Heiko Gigler, bestens ausgebildet vom Kärntner Kendi, der als Kraul-Kurzsprint-Finalist (7.) etwas Historisches geschafft und dann trotz einer beispiellosen Aufholjagd das Lagenstaffel-Bronze, verspottet vom Schicksal, um eine läppische Hundertstel verpasste.
Mit diesen Erfolgen haben die Verbandsöbersten so wenig zu tun wie seinerzeit der unter dubiosen Umständen verstorbene Präsident Paul Schauer mit Rogan, Podoprigora, Jukic und Co. Es sind zum Großteil ehrenamtliche Privatinitiativen und persönlicher Einsatz auch der unverdorbenen, ehrgeizigen Sportler, die vermeintlich Unmögliches unter zum Teil indiskutablen Voraussetzungen schaffen. Man denke zum Beispiel nur daran, wie oft Heiko Gigler zum Training von Spittal an der Drau zu einer von nur zwei 50m-Bahnen im LZ Rif bei Salzburg im eigenen Auto hat düsen müssen, um dort – angesichts der Enge auch mit Ellbogengtechnik gegen andere Schwimmer – sein Pensum abzuspulen. So gut, dass er Gold und Bronze für die Staffel holte – ohne ihn ausgeschlossen, schon gar nicht mit Funktionärskindern. Und trotz 50 Prozent gekürzten Förderungen. Oh du mein Österreich.. .
Wer weiß, wozu der inzwischen 29-jährige Sportwissenschaftler schon früher fähig gewesen wäre, hätte er sozusagen in optimalen Bedingungen baden können. Ganz im Gegenteil dazu hat man seinen französischen Trainer von Verbandsseite von der Langbahn-WM auswaggoniert, dafür nachschwimmende Liebkinder auf die schöne Reise mitgenommen, teilweise auch deren Papis als Topfunktionäre. Wie jetzt, da offenbar das Töchterl aufgehört hat, den Sohnemann des einstigen Olympiaschwindlers und heutigen Vizepräsidenten, dazu noch alter Weggefährte des Anwaltspräsidenten. Wer Arno Pajek googelt, findet ihn zumindest dort auch als rechtsfreundlichen Sponsoren-Keiler, der allerdings – so steht´s unwidersprochen – für die Beachvolleyball-Sisters Klinger auf Geldsuche gegangen ist statt potente Sponsoren für unsere neue, teils tolle Schwimm-Generation zu finden. Die wieder lebt neben Sponsoren-Almosen vom Wohl und Wehe der Politik, womit der Verband ja mit seinem roten Sportdirektor, der vorgibt, Topstars trainiert zu haben, was NICHT stimmt, einen besonders guten Draht zur Staatssekretärin haben müsste, es sei denn, die Faustballerin i. R. hat andere Präferenzen …
Und wenn von seltsamen Quer- und sonstigen Verbindungen die Rede is, so stellt sich auch die Frage, welche Rolle mit welcher Leistung die Generalsekretärin Powischer spielt: Zauberhafte Julia? Augenschmaus als Köder für Sponsoren, die aber noch nicht angebissen haben? Warim? Wohl deshalb, weil der Schwimmverband punkto Medien- und TV-Präsenz eher auf Tauchstation zu finden ist. Ein Grund, warum Medaillenhengst Luka Mladenovic der Kragen geplatzt ist, dass man im Staatsfunk statt seiner und einiger anderer toller Leistungen lieber das Yoga-Magazin präsentierte statt mehr oder weniger junger Schwimmhelden. Ja, wenn man so gut vernetzt ist mit den Medien, dann … Jetzt fehlte gerade noch, dass meine Kollegen genau vor jenen einen Kotau machen, unter deren Führung mehr Bäder in Österreich geschlossen als geöffnet wurden. Das muss man sich einmal auf dedr Zunge zergehen lassen. Gigler on Tour könnte Romane schreiben….













