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Beim Prosit aufs Olympia- und WM-Jahr 2026 sollte man nicht auf Tradition vergessen

Seit Tagen jagt in den Medien ein Rückblick auf das 25er-Jahr den nächsten, von Tschofenig über Jungmama Venier und den Gregerl,m der uns wieder zur WM schoss nach 28 Jahren usw und so fort. Das ist gut und schön, das hat natürlich Tradition, wobei ich persönlich als Fan der Tradition meine, noch schöner wär´s, sich schion jetzt auf das zu fokussieren,  was uns im kommenden Jahr 2026 alles erwartet, denn Olympia in ganz Norditalien von Livigno und den Freestylern an der Schweizer Grenze bis zu Antholz und den Biathleten an der zum österreichischen Defereggental kommt schon in einem Monat auf uns zu, ehe der heiße Fußball-WM-Sommer folgt.

Dazu sei nicht nur angemerkt, sondern ein Warnsignal an die IOC-Adresse gesendet, dass die WM-Berichterstattung in den USA Für Printjournalisten trotz Zeitverschiebungen und zwei- bis dreistündigen Flugzeiten weit leichter zu bewältigen ist als die  bis zu 500km ohne Flugmöglichkeiten auseinanderliegenden Wettkampforte bei den Winterspielen. Was sich der inzwischen pemsionierte Chefolympier Thomas Bach, nicht nur als langjähriger Siemens-Mann mit seinen Kommilitonen dabei gedacht hat, hätte ich so gerne gewusst wie seine undurchsichtige Rolle beim  Turin-Skandal samt Razzien gegen die damals erfolgreichsten Österreicher aller Olympiazeiten (23 Medaillen, 9 aus Gold). Ich möchte wetten, dass er zum 20jäjhrigen „Jubiläum“ wieder aufgerollt und Rootwei0rot damit wierder angepatzt wird, obschon es im italienischen Susa sech Jahre nach post festum für die wichtigsten Beteiligten von Walter Mayer bis Schröcksnadel gerichtliche Freisprüche gab. Das fiel damalds übrigens im Gegensatz zu den medialen Schüssen ins eigene Knie unter Kleingedrucktes. 

Das liegt in der Natur der medialen Dinge, dass Schlagzeilen-trächtige Superlative in welche Richtung immer in Zeiten wie diesen den Ton angeben, auch dann, wenn sie Fakten verzerren. Darum wünsche ich mir für das kommende Jahr eine fakten-orientiertere Berichterstattung, die sich nicht über die Zahl der Klicks in sozialen Medien definiert. Ich wünsche mir, dass nicht nur ein bisserl mehr zwischen frommen Wünschen und oft schmerzhafter Wirklichkeit unterschieden wird, sondern lieber ganz ohne verteufelnder Beckmesserei der Realität ins Auge zu schauen statt sie zu verschweigen, was offensichtlich das neue Credo einer gutmenschlichen Bewegung ist.

Und damit möchte ich, auch wenn man mich wieder das Negativismus zeihen sollte, auf die kmallharte Kritik des Roter-Stern-Belgrad-Präsidenten Terzic an Fitness und Lebenswandel jenes Marko Arnautovic verweisen, der sein Geld für die serben bisher nicht wert gewesen sei, bei uns aber medial und vom Wunderwuzzi-Teamchef R. R. auf Händen getragen  wird, obschon er seit 15 Jahren im Ausland die Reservistenbank um hohe Gehälter ebenso wie sein verletzungsgeplagter Kumpel David Alabas mehr und länger gedrückt hat als etwa Laimer, Sabitzer und Co.

Das sei durchaus anzumerken, obschon ein Riesentamtam um den Torrekord des Rekord-Nationalspielers auch von R. R.´s Gnaden inszeniert wird. Wünschen wir ihm und dem WM-Team, dass er bis Juni das vom Serben-Capo kritisierte Übergewicht durch asketischen statt flotten Lebenswandel abbaut, damit er seine angeborenen spielerischen Talente auch gegen Jordanien, Algerien und Weltmeister Argentinien zeigen kann.

Und wenn schon diese WM-Hoffnungen angesprochen sind, dann hätte ich mir gewünscht, dass der ÖFB samt Granden und Teamchef als WM-Standort nicht Malibu und Los Angeles (Rangnick: „Da haben sie mehr Abwechslung!“) ausgewählt, sondern auch des Duells mit Argentimien (mit oder ohne Messi) in Dallas und des Spiels gegen Algerien in Kansas, also Midwest, wegen einen Blick in die Fuß- und Football-Geschichte gemacht hätten. Auch wenn unser Freund Toni Fritsch, erst Wembley-Doppelpack-Held beim 3:2 gegen England, später Dallas-Cowboy-Hero als Superbowl-Sieger und Allstar-Teamkicker gerade (er spielte einst auch für Houston Oilers), schon 20 Jahre tot ist – in den USA wie übrigens auch  in vielen anderen Ländern werden Galionsfiguren  von ehedem wie ein Fritsch nicht vergessen, sondern respektiert und über Jahrzehnte verehrt. Und es hätte sicher nicht geschadet, einen Großteil der Zuschauer im Stadion von Dallas, der zweiten Fritsch-Heimat, gegen den Weltmeister auf seiner Seite zu haben oder in einem Memento Mori für sich zu gewinnen. Abgesehen davon, dass man von Los Angeles nach Dallas und Kansas City etwa drei Stunden fliegt mit zwei Stunden an  Zeitdifferenz. Nur zur Abwechslung….

Mit dem Blick in eine schöne Sportzukunft im Olympia- und WM-Jahr 2026 sollte man nicht auf Tradition und Geschichte vergesssen, die von Ski- bis Fußball, von Sailer, Schranz, Klammer, Annemarie, Petra, Golden Girls und Co bis Wembley und Cordoba, von Ocwirk und Hanappi bis zu Goleador Krankl und Doppelpack Polster, reicht. Hier und heute hat auch etwas mit Gestern als Brücke zum Morgen  zu tun. Daran sei erinnert beim Anstoßen aufs neue Jahr, Prosit 2026!        

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