Allgemein

Hammer: Rückzug Hirschers entlarvt Comeback-Countdown als Werbekampagne

Zu allererst muss ich dem Teamchef des RedBull-Skiteams, dem ehemaligen ÖSV-Sportdirektor Toni Giger, meine Gratulation aussprechen und ein Kompliment machen. Selten zuvor hat ein ehemaliger Skitrainer, der von der Mathematik (lehrer) und dem leichtathletischen Zehnkamopf kam, die Schlagzeilen-Besessenheit und Sensations-Geilheit nur dahinhgehend erzogener, aber ansonsten ziemlich unbeleckter Jungkollegen schamlos ausgenütrzt, um just in jener Zeit, da eine 18-Millionenpleite des Neo-Skifabrikanten (mit gekauften, umgetauften, adaptierten Croc- bzw. Augment-) Skiern.ein Negativimage hätte auslösen können, gebetsmühlenartig den Countdown des bereits zweiten, aber ersten Hirscher-Comebacks nach Kreuzbandriss unterzujubeln. Das muss man erst einmal zusammenbringen, ohne dass es einen einzigen gestoppten und publizierten Zeitlauf gegeben hätte. Jemanden aus der Hand fressen, ohne etwas zu prüfen, so nennt man das. Zusammen mit der Schleichwerbung für RedBull und Servis-TV eine wahre Meisterleistung. Über private, nie hinterfragte Details des an großen Kugeln erfolgreichsten Skirennläufers wurde hingegen aus  Respekt vor der sportlichen Größe des Neo-Holländers nie ein Wort verloren …

Jetzt  also hat jenes Medium, das täglich als Verkaufsschlager zwischen Superlativen, Skandalen, Sensationen, Katastrophen, Pleiten und Chaos pendelt, endlich jenen Hammer, den es täglich in seinen gedruckten  und digitalen Plattformen verkauft. Nach dem Comeback-Hammer ist endlich der wahre Hammer da, der sich so liest: Marcel Hirscher (-Hammer), der in die Jahre gekommene, runderneuerte Wunderwuzzi, wird weder in Adelboden noch in Kitzbühel, geschweige denn bei den Olympischen Winterspielen in Bormio an  den Start gehen, weil er – und jetzt kommt es – als ehrliche Haut oder bei all seinen Siegesserien doch verlängerter Arm des Toni G. so ehrlich zu sich selbst war, dass er sich nicht an seiner tollen ÖSV-Vergangenheit misst, sondern an der Oranje-Gegenwart, die es ihm ja ermöglicht hätte, ohne Qualifikationsdruck für die Niederlande zu starten. Jetzt verzichtet er darauf, Faust im Nacken schwächelnder Ex-Kollegen zu  spielen. Wohl deshalb, weil er kein Ski-Doktor-Faust mehr ist, sondern nach eigener Erkenntnis nur noch ein Ski-Fäustling mit Bandscheibenproblemen…

Was, mit Verlaub, bleibt  zurück aus dieser genial gestalteten, letztlich doch eher Lügen- denn Realitätsgeschichte als Werbekampagne für die Ski, für die Hirscher in Anlehnung an seinen deutschen Namen den für viele (auch Auslands-Klienten) nicht nachvollziehbaren, nur für eingekaufte Ex-Kollegen anglizistischen Verkaufstitel Van Deer erfand. Diese nicht nur auf Pisten, sondern auch auf Schanzen erfolgreiche Marke musste protegiert werden und sie wurde auch mit der Vorspiegelung falscher, immer wieder verschobener Hirscher-Tatsachen dank der medialen Erfüllungsgehilfen, die auf Sensationen aus sind, dementsprechend fast täglich bis zur Unerträglichkeit promoted. Womit sich mein Kreis schließt und ich wiederhole, was ich anfangs gesagt habe: Gratulation an Toni Giger, nicht mehr Gold-, aber Geld- und Glückes Schmied. Wirklich bewunderswert, dass Du so lange die willfährigen Lemminge zum Narren gehalten hast…

.

Zum Kommentieren hier klicken

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Meist gelesen

To Top

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen