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NOTIZEN AUS DER WELT DES SPORTS

lachau-Siegerbild v. l.: Paula Moltzan, Mikaela Shiffrin und erstmals Kathi Truppe.

Flachau: Shiffrin vor Moltzan, Truppe am Podest

Weltcup-Nachtslalom in Flachau, Maier-Piste: Wenn Medaillenrennen rufen, werden US-Sportler: Innen immer stärker. Zwar durfte sich Rotweißrot über den ersten Slalom-Podestplatz der Olympiasaison durch die unglaublich konstante Kärntnerin Katharina Truppe, 30, aus Finkenstein freuen, aber so gut und angriffslustig die Bauerntochter auch fuhr, den erst vierten US-Doppelsieg im Damen-Weltcup und den ersten in Flachau konnte sie nicht verhindern. Mikaela Shiffrin, E. T. im Damenskilauf, tanzte in herminatorischem Stil zu ihrem 70. Slalom-Triumph und insgesamt 107. Weltcupsieg vor ihrer immer besseren Landsfrau Paula Moltzan, die sich vor den Augen ihrer Family und ihres Betreuer-Ehemannes nicht über die wieder knapp verpasste Siegpremiere ärgerte, dafür aber über einen weiteren zweiten Platz so freute wie eine Schneeprinzessin….

Der Shiffrin-Sieg fiel mit vier Zehntel, also doppelt so viel wie bei der Halbzeitführung, ziemlich klar aus. Mit dem ersten Top-10-Platz als Zehnte löste Katharina Huber das Olympiaticket ebenso wie Lisa Hörhager (14.), während die junge Nathalie Falch (17.) aus dem Tiroler Unterland eine neuerliche Talentprobe lieferte. Bin gespannt, ob Cheftrainer Assinger bei der Qual der Wahl die Platzziffern oder aber sein Augenmaß entscheiden lässt, wer das vierte Slalom-Ticket für Cortina löst. Bis zu ihrem fatalen kapitalen Fehler war die Halbzeitzehnte Katharina Gallhuber nämlich pfeilschnell unterwegs gewesen. Und als Olympiadritte 2018 kennt sie auch den speziellen Druck olympischer Rennen.

Für Mikaela Shiffrin, die zwar noch immer kein Deutsch spricht, deren unvergleichliche Karriere zum Teil aber von Rotweißrot (Rudi und Rupert Huber von Atomic, Manager Albrecht, Trainer Riml und Hödlmoser) entscheidend beeinflusst wurde, war es der bereits sechste Triumph in Flachau, womit sie sich eindrucksvoll für die hauchdünne Niederlage vor kurzem in Kranjska Gora gegen die heute nur viertplatzierte Weltmeisterin Camille Rast aus der Schweiz revanchierte. Wenn sie keinen groben Fehler macht oder gar ausscheidet, scheint die 30-jährige Amerikanerin so gut wie unantastbar zu sein. Auch im Rennen um die keine Kristallkugel ist Shiffrin, wenn sie sich nicht verletzt, was ihr keiner wünscht, nur noch theoretisch abzufangen. Die Flachau-Praxis sagt das Gegenteil.

Herren: Wengen, Berner Oberland, Schweiz: Im ersten Training für die im Weltcup längste klassische Lauberhorn-Abfahrt   dominierte ein Italo-Südtirol-GTrio  mit dem Tgesschnellsten Giovanni Franzoni vor Mattia Casse und Christof Innerhofer, der das Trainings.Duell der 40jährigen gegen den für Deutschland fahrenden Romed Baumann um den Wimoernschkag von sechs Hundertstel gewann. Der mit Baumann zeitgleiche Oberösterreicher Daniel Hemetsberger würde aber wegen eines Torfehlers aus der Wertung genommen werden.

Hemrik von Appen scheint auf dem Sprung zurück in dieAbfahrtsSpitze zu sein.

Regulär bester ÖSV-Läufer war der in Abfahrten noch reativ unerfahrene Riesenslalomweltmeister Raphael Haaser als Neunter  – zwei Plätze hinter der Tagessensation aus Chile, die Henrik von Apen heißt, der mit der  hohen  Nummer 53 ganz weit nach vorn fuhr. Von Appen, Sohn  einer vor Jahrzehnten aus Holland eingewanderten Sportlerfamilie (Vater Segler, Mama Tennis), war schon vor sieben  Jahren drauf und dran, die Weltelite zu sprengen, ehe er sich bei der WM-Abfahrt 2019 in Are (unter der schnellen Fahrt) den ersten Kreuzbandriss und weitere Verletzungen  zuzog. Nach mehreren Eingriffen, die nötig waren, und zwei, drei schweren Comeback-Jahren gab´s den zweiten Kreuzbandriss in Beavercreek 203. Jetzt scheint der wilde Hund aus Chilene an alte Hoffnungszeiten anzuschließen. Als zweiter Abfahrts-Exote aus dem nordischen Suomi-Flachland fuhr der Finne Lehto unmittelbar hinter dem Chilenen die achtbeste Zeit.

Topfavorit Marco Odermatt deckte als Zehnter die Karten ebensowenig auf wie Weltmeister Franjo von Allmen (27.) und Vincent Kriechmayr (32.). Bis zum Klassiker am Samstag vergeht noch viel Trainingszeit und der für Freitag angesetzte Super G.  

TENNIS. Qualifikation zum Australian Open, Melbourne: Damen, 1. Runde: Die in Varese bei Francesca Schiavone stationierte Lienzerin Lilli Tagger kämpfte die zehn Jahre ältere Chinesin Gao Xinyu mit 3:6, 7:5, 6:3 nieder. – Herren, 1. Runde: Jurij Rodnionov nahm die gute Form von Thailand mit nach Australien, schlig den argentinischen Sandplatzspezialisten Ficovic mit 7:5, 6:3.

WTA 250, Adelaide: Die Neo-Österreicherin Anastassija Potapova, als Lucky Loser ins Hauptfeld gerutscht, im Achtelfinale gegen die australische Lokalmatadorin Kimberly Birrell mit 4:6, 4:6 aus. Ausgeschieden auch Venus Williams (4:6 3:6 gegen die deutsche Zweifach-Mama Tatjana Maria) bei der Generallprobe für die Australian Open, für die die 46jährige US-amerikanische, zweimalige Melbourne-Finalistin als älteste Spielerin eine Wildcard erhalten hat.

 

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