Werte Blog-Leser, ich ´fürchte, dass ich mir heute mit meiner Kolumne möglicherweise einen Schiefer einziehe, da ich mir erlaube, die Vorgangsweise des allerheikigsten Teamchefs Ralf Rasangnick unter die Lupe zu nehmen. Im Gegensatz zu einem der respektiertesten Kollegen meiner Branche, inzwischen in Pension, der in seinem letzten ngroßen Interview von der Arroganz des Deutschen alles andere denn angetan war, fressen ihm alle Medien aus der Hand, auch wenner sich dabei wuderspricht. Wie jetzt, da er ja angeblich vom AC Milan als neuer Saportdirektor ins Auge gefasst wird, und soweit man es diversen Berichten entnehmen kann, sie in unserem WM-Countdown in Wien hat antanzen zu lassen, um ihnen seine Forderungen für einen Deal mitzuteilen. Zur gleichen Zeit, so kann man es nachlesen, lässt er uns wissen, dass der einzige Gesprächspartner nur der ÖFB sei. Was ist dann dran an der Milan-Story, die er wiede nicht dementiert hat?
Ja, unser schwäbischer Freund, der den ÖFB samt seinem bei der Austria als Vorstandsvorsitzender gescheitertem Präsidenten, pardon: Vorstandsvorsitzenden, quasi an der Hand hat, kann tun, machen und lassen, was er will. R. R. hat, assistiert vom Ex-Rapidler Schöttel, einem Ja-Sager vom Dienst als Sportdirektor, es verstanden, dass er sein Amt als Machtinstrument perfekt nützen kann, je besser er sich mit den eher unkritischen Medien versteht, mehr noch: sich mit ihnen verbrüdert oder, wie wir früher gesagt hätten, „aauf ein Packl“ haut, was nach der eher kappen WM-QAualifikation in einer doch eher schwächeren Gruppe ein Kinderspiel für einen gewievten Strategen war/ist…
Niemand hinterfragt die wahnwitzige Idee, warum wir uns ein WM-Quartier in Santa Barbara in Kalifornien ausgesucht haben, obschon wir in der Vorrunde über zwei Zeitzonen und mehr als 3-Stunden Hin- bzw. Rückflug hinweg zweimal in Midwest (Dallas, Kansas) spielen? Und wer verhindert solche sich widersprechende Aussagen betreffend eventueller Milan-Zukunft und aktuellem WM-Fokus? Da sollte sich R. R. eine Scheibe von einem wirklichen Erfolgstrainer a la Oliver Glasner abschneiden, der im Countdown zum Sieg in der Conference Leasgue, dem dritten Titel mit Mittelstländler oder Abstiegskandidat Crystal Palace, medial mit allen möglichen Topklubs nicht nur auf der Insel in Verbindung gebracht wurde, aber selbst zumindest in der Öffentlichkeit oder gar in veröffentlichten Meinungen nicht ein Sterbenswörtchen dazu gesagt, sondern sich ganz auf Klub-Herausforderungen konzentriert hat. Das ist der Unterschied zwischen Leisetreter und Lautsprecher, dem ein Wunderwuzzi-Mäntelchen ungehängt wurde.
Natürlich stimmt es, dass er mit Tenpo und Offensive den Foda-Sicherheitsfußball ausgetrieben, aber auf höchster Ebene mit dem fast identischen Spielermaterial nicht mehr erreicht hat als der aktuelle Kosovo-Tdeamchef bei einer Euro-Endrunde. 2021 haben wir im Achtelfinale gegen den späteren Europameister Italien in der Verrlöngerung verloren, diesmal sind wir akls Gruppensieger im Achtelfinale an den Türken gescheitert, die wir vorher in aller Freundschaft im Ramadan mit 6:1 weggeputzt haben. Was Vorrundenerfolge betrifft, so sei daran erinnert, dass Italien anno 1982 mit Ach und Weh die Gruppenphase mit drei Remis überstanden hat, aber dann Weltmeister geworden ist. Wir hingegen verkaufen uns samt R. R. schon jetzt über angeschlossene Medien als WM-Sensation, den nicht gerade Sport-affinen Bundespräsidenten inbegriffen. Bin schon gespannt, wie sich Wahrheit und Dichtung miteinander vertragen?
