Hurra, wir haben nach drei Jahren und 23 Rennen wieder eine Weltcupabfahrt mit einem unserer ehrlichsten, selbstkritischsten, aber auch ältesten Läufer gewonnen. Hurra, hurra, ein dreifaches Hoch auf Vincent Kriechmayr, Sohn eines Landwirts aus dem Mühlviertel und einer Kunsthistorikerin aus Belgien, der heute auch die Gunst der Stundw nützte, dsss ein Topfahrer die Tempojagd übertrieb, der andere hingegen das Risiko einbremste, um die dritte kleine Abfahrtskugel nicht zu gefährden.


Wenn wir dreimal Hoch sagen dem Vincent, der unsere Fahnen die längste Zeit hochgehalten hat, dann müssen wir das am heutigen Tag erst recht, ganz ohne Chauvinismus, sondern in Respekt und Bewunderung vor der erfolgreichsten Skirennläuferin aller Zeit den Hut ziehen, die heute, man kann´s kaum glauben, erst ihren 31. Geburtstag feiert. Jawohl, der Bogen spannt sich wie einst bei Annemarie Moser-Pröll vom süßen Mäderl mit 14 zur reifen, auch vom Schicksal nicht nur verwöhnten Frau und Heiratskandidatin, die ihre Lektionen nicht nur sportlich, sonderm aich für das Leben gelernt hat. Mikaela Shiffftìn, Tochter eines vor wenigen Jahren plötzlich verstorbenen Chirurgen und Mama Shileen, die sie seit Beginn ihrer Karriere – sicher ist sicher – sozusagen weltweit bemutterte, ist trotz aller Siege, Titel, Goldmedaillen und Werbeverträge viel normaler geblieben als andere Stars, die sich und ihre Geldgeber quasi auf Teufel komm raus auf dem Präsentierteller servieren – und wenn´s ein Spitalsbett ist.
Und Shiffrin, die immerhin 108 Weltcupsiege, trotz Unkenrufen drei Olypiagoldene und ein Dutzend WM-Titeln und zahlreiche Weltcupkugeln gewonnen hat, scheint so treu wie normal zu sein, denn sie braucht weder einen Tiger im Tank noch andere, medial plakatierte NHL-, NFL- Liebeleien, weil ihr der norwegische Ski-Elch Aleksander Aamodt Kilde zu ihrem privaten Glück neben den sportlichen Erfolgen geenügt, hinter denen jedoch harte Arbeit steht. Talent ist sehr gut, aber trainiertes Talent noch viel besser.
Kilian Albrecht, ihr Langzeit-Manager, als sie noch blutjung war, hat mir schon vor Jahren geschildert,mit welch unbändigem Ehrgeiz, aber auch Spaß – der wichtigste Faktor, wie ich meine – die Amerikanerin trainiert hat gerade dann, wenn die ÖSV-Damen ihr Trainingsprogram,m erledigt hatten, noch eimal fünf, sechs oder mehr Läufe in Angriff nahm, um dann, wenn´s um alles geht, noch ein Schäuferln drauflegen zu können. Wär´s anders, hätte sie nicht mit Zwangspausen aus familiären Gründen (Tod des Vaters) und Verletzungsfolgen (Killingon-Sturz, Unterleibs-OP) ein, zwei Jahre verloren, in denen sie nicht nur ein paar Siege mehr erringen hätte können. Es ist zwar mehr als lobenswert, was die 31jährige bullige Lindsey Vonn alles in ihrem Leben erreicht hat in ihrem abrupt zu Ende gegangen Comeback, denn sie kann sich -agesehen von Stürzen u d OP’s mit Shiffrin nicht messen, die dannt, wenn sie fit und es nötig ist, auch Abfahrten nicht nur bestreitet, sondern sogar dort Spitzenplätze oder Siege erreicht – etwas, wsas nicht einmal Wunderwuzzi Hirscher je geschafft hat. Nicht abzusehen, welche Rekorde sie noch aufstellt, wenn sie dessen nicht überdrüßig werden sollte. Bleibt zu hoffen, dass ihr Ski, Schnee und Training weiter Lebeneselixier bleiben. Ad multos annos et recordos!













