Allgemein

Als Siegesserien vom „Unschlagbaren“ rissen, spielte Österreich am Podest zwei Geige

8

Am  Tag, als Siegesserien vermeintlich Unschlagbarer auf Pisten, Schanzen, Loipen endet waren es aber keine rotweißroten Ski-Athleten, denen ein triumphaler Husarenstreich gelungen wären. Auch wenn die Welschschweizer in Camille Rast, übrigens regierende Slalom-Weltmeisterin, des Disco-Infernos im benachbarten Crans-Montana wegen Trauer tragen musste, fing sie eine entfesselte Mikaela Shiffrin noch um 0,14 Sekunden ab, was ihr – Hand aufs Herz – wohl niedmand unter diesem Stress am teils extrem steilen Podkoren nahe Kranjska Gora zugetraut hätte.

Für Shiffrin  heiß´t´s auf den 70. Slalomsieg ebenso zu warten wie für die konstante Kathi Truppe auf den ersten Podestplatz der Olympiasaison. Da ist der neue Wunderknabe der Schanzen, der von Gregor Schlierenzauer betreute Kitzbüheler Stephan Embacher, ein großes Stück näher dran, fehlten ihm doch an diesem Sonntag, als Domen Prevc vom Japaner Nikaido um winzige 0,2 ,5 Punkte vom Thron gestoßen wurde, auch nur 0,5 Zähler auf den Slowenen-Himmelstürmer und 0,7 auf den  berraschungssieger, der die Nachfolge seiner Landsleut vin  asay ber den nimmermpden Kasay und Ryoyu Koabyashi am Bergisel antrat. Mit Embacher, als 19-jähriger immer noch Junior, kündigten sich schon Gegner  vonn morgen mit dem 18jährigen Polen Tomasiak, dem US-Boy Colby (19) und dem Schweizer Sandro Hauswirth (Spätzünder mit 25) an.

vom Quali-Vierfachsieg blieb Platz 3 für Talent Embacher. Im Fleimstal ging´s bergauf mit Tochter Teresa (l.)

Auch in der Tour de Ski der Langläufer: Innen gab´s nur einen peripheren ioder partiellen  ÖSV-Sieg durch Teresa Stadlober, die die Schnellste im  Bergsprint war, aber letztlich doch nur Gesamtzweite hinter der (wie Klaebo bei den Männern) den dritten  Tour-Sieg absichernden US-Amerikanerin Jeassica Diggins. Eine Nachfolgerin von Solistin Stadlober ist nicht in Sicht, während in Abwesenheit des in Norwegen im Olympia-Countdown abgeschotteten Oranje-Sohnes Mika Vermeulen der Tiroler Benjamin Moser mit konstanten Läufen die Top Ten (10..) knackte.

Historische Weltcuppunke für Ungarb:israeli Szollos, auch erste für Leonie Raich, Lettin Germane Siebente.

Am Tag aksom an dem Siegesserien rissen, und an inem Tag, an dem eine Comeback-Läuferin wie Dzenifer  Germane aus Lettland so weit nach vorn fuhr wie nie zuvor, mutete es geradezu grotesk an, wenn einer heimischen Nachwuchsläuferin wie Leonie Raich (wenn überhaupt, dann nur ganz entfernt verwandt mit Benni, in dessen Ski Akademie trainiert) zu Platz 29 gratuliert wird. Und noch grotesker, dass sie vn einer für Israel fahrenden, in Murau lebenden Ungarin namens Noa Szollos noch an die vorletze Stelle verdrängt wurde. Allein daran lässt sich ablesen und erkennen, dass irgendwas im Skisstaate Österreich nicht stimmen kann, wenn wir von vermeintlichen Alpin-Exoten überholt und blamiert werden.

Da sich das Touristenparadies Österreich winters über vor allem über den Alpinskilauf und Rennlauf-Ikonen von Sailer üer Schranz, Klammer, Annemarie, Her minator, Eberharter, Golden Girls und Hirscher definiert, muss schleunigst der Hebel angesetzt werden, um das Steuer herumzureißen. Anders als auf den Schanzen (Kombinierer inklusive) scheint uns nämlich immer mehr jener Nachwuchs mit Sieger-Gen auszugehen, an dem wir uns jahrelang begeisterten. Siege auf zweiter oder dritter Ebene, mit denen man auch televisonär durch die Finger statt in die Röhre schaut, sind alles andere denn Vorschüsse auf Erfolge auf Top-Level. Und nur die zählen!   

Zum Kommentieren hier klicken

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Meist gelesen

To Top

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen