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Aus traurigem Anlass eine Betrachtung der Rolle von heimischen Sportdirektoren

Abgesehen davon, dass die Sport-Demokraten nicht nur meinen Blog nach dem Tod des Schwimmdirektors blockieren und sich in primitiven Kommentaren (ausderhoelle@aon.at) abreagieren, möchte ich mich zu völlig absurden Stellungnahmen von mit Walter Bär befreundeten Topfunktionären äußern. Natürlich stimmt es, dass es in seiner Ära auch tolle Erfolge gab, von denen man vor 30, 40 Jahren nicht einmal träumen durfte. Aber ehe die Generation der US-Legionäre Auböck und Espernberger, neuerdings auch Mladenovic, dazu Bucher (quo vadis?), Reitshammer (mit Einschränkungen), Gigler und  Staffel-Co für obendrein medial schlecht verkaufte (Gold-) Medaillen sorgten, gab es noch ohne bezahlten  Sportdirektor die Generationen von Lischka und Draxler bis zu den Gold- und Rekordbuben Rogan, Podoprigora sowie Jukic-Geschwistern, Koschischek, Nadarajah und (Dr) Elvira Fischer, die noch weit erfolgreicher war, bis zum Auslaufmodell Lisa Zaiser. Diese Hinweise als nüchtern-realistische Bestandsaufnahme.

Was der verstorbene Sportdirektor perfekt beherrschte, das war die Arbeit am Laptop, der auch dazu diente, jene Meetings zu suchen, in denen OSV-Schwimmer: Innen auch Chancen auf Topresultate haben würden. Soweit ich aus anderen Verbänden das Anforderungsprofil für diese Funktion kenne, so geht es ja bei dieser übergeordneten Schnittstelle auch darum, für nächste Generationen und neue, hoffentlich so gut wie ehedem Markus Antonius (!) Rogan verkaufte Sportpromis zu sorgen. Immerhin gibt’s den in Salzburg vom Duo Weis-Ryashkow bestens ausgebildeten Brustschwimmer Luka Mladenovic, der an der Ex-Auböck-Uni Michigan schon die Nr. 1 ist, den hoffentlich punkto Ehrgeiz besseren Jungbruder Christian Giefing, die Afghanen-Tochter Nida Omid, Lilli Paier aus Leoben und Aviva Hollinsky, die übrigens  in England lebt/trainiert.

Wie aber steht es um Nachfolgerinnen für die mehrfach vergoldeten Synchron-Nixen aus Athen, die uns (warum auch immer?) wieder Richtung Heimat Griechenland verlassen haben? Niemandsland! Wo steht unser Wasserball? Drittklassig in Europa! Aber hatten wir nicht auch ein EM-Gold-Synchronduo im Wasserspringen? Ein Ausreißer-Salto an die damals kurz vor Olympia 24 nicht vollzählig versammelte Europaspitze. Danach gab’s jedoch wenig bis nichts zum Feiern, dafür eher zum Zähneknirschen.

Lassen wir auch und gerade dann, wenn trotz trauernder Pietät die Realität nicht irgendwie bis nirgendwo verschwimmen darf, lieber die Kirche im Dorf. Dazu stehe ich als alter Schwimm-Freund, der dem Verband und Topschwimmern über Jahrzehnte hinweg ohne Provisionen und Kommissionen potente Sponsoren besorgt hat von Volksbank über Raiffeisen bis zu Ströck. Davon kann der aktuelle Verband höchstens träumen, dafür aber lässt er abhängigen Jungsportler: Innen im höchsten Auftrag den Mund mir gegenüber verbieten. Maulkorb für Lästermäuler. Auch das ist die neue Sport-Demokratur in unserem Lande…

 

 

 

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