Als ohnehin als Schwurbler abgestempelter, nicht nur sporthistorisch allerdings dank seines Alters doch etwas bewanderteter Schreiberling mit zusätzlich 17-jähriger Fernseh-Tätigkeit hab ich mir als Zuhörer der ÖOC-Olympiateam-PK, aber auch als TV-Zuseher im Servus-Talk so meine Gedanken gemacht, in welche Richtung und nach welchem Diktat heutzutage alles im Sport läuft. Ob (Groß) Banken, ob ihnen gehörende Versicherungen, ob Bullen oder deren Kinder, sie machen, um den hinausgeekelten Selfmademilliardär Frank Stronach zu zitieren, die Goldene Regel. Sollten sie nicht wissen, was das ist, dann helfe ich jetzt aus: Wer das Geld/Gold hat, der diktiert die Regel. Das war schon bei den alten Römern und Griechen so, nicht wahr.
Noch steht in den Sternen, wie sich die Winterspiele 2026 mit den größten Entfernungen untereinander entwickeln, aber mit wenigen individuellen Ausnahmen geht der heimische Spitzensport den Bach runter, wobei der ehemalige IOC-Boss dieses Namens als damaliger Vize auch seinen medial enorm aufgebauschten Turin-Beitrag dazu leistete. Ein Stichwort als Servus, werte Claqueure im Turm und Zuseher via TV-Kastl. Zweanzig Jahre nach dem Dreifachsieg im Olympiaslalom von Sestriere 2006 und dem 50er-Jubiläum der unvergessenen Klammer-Goldjagd am Patscherkofel 1976 waren die Hauptdarsteller inklusive Trainer auf der Couch live dabei, also Giger, Raich (1.), Herbst (2.), Schönfelder (3.), der Wiener aus Kärnten, der mit seinem Kärntner Landsmann, dem unverwechselbaren, ewig währenden Kaiser Franz mit gut geklopften Sprüchen, witzigen Anekdötchen und natürlich-spontanen Lachen die Sendung prägte.
Dass der Herbstl als Kind nur den Namen Klammer gekannt haben soll, die Namen Sailer und Schranz, der wenige Jahre vor seiner Genurt ein Land in Alarmzustand versetzt hatte, an ihm vorbeigegangen sein sollen, klang für mich eher seltsam. Und dass der Moderator beim Sestriere-Trio-Triumphal nur darauf verwies, dass davor nur die ÖSV-Damen in Innsbruck 1964 einen olymischen Triple-Abfahrtssieg (Haas, E. Zimmermann, Hecher) gefeiert hatten, deckte eine Wissenslücke auf. Denn anno 1956, also vor 70 Jahren, einem Jubiläumsjahr vor der heurigen Rückkehr nach Cortina d´ Ampezzo, hatte das rotweißrote Trio mit Toni Sailer (unfassbare sechs Sekunden vorn), Anderl Molterer und Walter Schuster auf der Falorina einen grandiosen Dreifacherfolg im Olympis-Riesenslalom errungen, der ein Vierfachsieg hätte werden können, wäre der arme Hinterseer Ernst, der heuer (27. Februar) schon 94 wird, bei damals eisigen Tenperaturen nach frierender Wartezeit nur Sechster geworden. Der alte Kreisky, nicht nur Schranz-, sondern Skifan, hätte in seiner ebenso unverwechselbaren Art gesagt: Junger Mann, nlernen Sie Geschichte! Auch Babler, der (dunkel) rote Sportminister, hätt´ s als angeblich toller Lions-Basketballer i. R. in Traiskirchen kaum gewusst …
Warum auch, alter Knacker, so werden sich vor allem die jüngeren Semester sagen, die von einem wahren Fortschritts-, Digitalglauben bis politisch korrektem Genderwahn beseelt sind. Für die kuriose Post-festum-Ironie nach einer ORF-Sendung über die Golden Girls der Skiszene namens Dorfmeister, Meissnitzer und Götschl, diealle schilderten, wie sie zu dem Begriff wurden, sorgte Fußballer-Trainer-Tochter Alina Zellhofer sinngemäß mit den Worten. „So was wie Girls geht ja heute gar nicht mehr!“ Vom stolzen Etikett zum politisch inkorrekten Unwort. So funktioniert das Diktat der neuen Normalität einer neuen Nomenklatura, die sich trotz ihrer Minorität als sauer moralisierende, arrogante Majorität aufspielt, als htte sie das Alleinstellungsrecht gepachtet.
Das ist mir gestern übrigens in Gestalt eines großgewachsenen ORF-Mannes begegnet, den meine Wenigkeit sicher schon Jahrzehnte kennt, der aber bei der ÖPC-pressekonferenzu mehrmals grußlos an mir vorbeimarschiert ist, obschon ich Haube und keine chemotherapeutische Glatze trug. Ja, wer gewisse Dinge, die so nicht waren oder nicht so sind, wie sie der Staatsfunk von Staats- und Sponsorenn wege verkauft, dann wird man – so shcnell kann man gar nicht schauen – zurPersona non grata. Ich schreibe das nicht etwa als beleidigte Leberwurst, ganz und gar nicht, weil´s mir im Grunde wurshr ist, erwähne das aber auch deshalb, weil´s Part of a Game ist, das zur goldenen Regel zurückkeht. Auf gut Deutsch: Wer zahlt, schafft an. Ohne Rücksicht auf Respekt.













