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Hammer-Trennung Alcaraz-Ferrero gleicht Thiem-Bresnik-Causa wie ein Ei dem anderen

Es ist das, was die Krawallzeitung Österreich so gerne als Hammer bezeichnet. Ja, es ist ein echter Hammer, auch deshalb, weil angesichts der Liebe-Waschtrog-Sonnenschein-PR-Stories niemand erwartet hätte, dass sich der Weltranglistenerste und sechsfache Grand-Slam-Sieger Carlos Alcaraz von seinem langjährigen Mentor und Coach Juan Carlos Ferrero trennen würde, geschweige in einer blitzartigen Nacht- und Nebelaktion, die auch den ehemaligen French-Open-Sieger und Ex-Weltranglistenersten überrumpelt hatte.

Wer die Aussendungen gelesen hat, dem muss ja auffallen, dass sich hier eine Scheidung auf Spanisch wiederholt, die wir in  gleicher Form, nur mit anderen  Namen vor gut fünf Jahren mit Dominik Thiem und Günter Bresnik auch bei uns erlebt hatten, wo es ebenfalls eine Art Tennisvater-Tennissohn-Beziehung gab, die quasi von heute auf morgen auseinanderbrach mit fatalen Folgen für den damaligen Aufsteiger Domi (nik) samt Vater und Familie. Einige Zeit hatten die gnadenlosen Methoden – ich war Augenzeuge des knallharten Hitze-Drill-Trainings an spielfreien Turniertagen in Hamburg, Nizza, Lyon, Kitzbühel, bei denen der kleine Moritz-Bruder nur Bälle aufklauben durfte statt wie jetzt als sportliche Null den großen Manager zu spielen – seines Manager-Mentors Bresnik verfolgt, ehe sie ohne brutale Wiederholungen versickerten.  Jenes Bresnik, der davor u. a.  Weltstars wie Boris Becker revitalisiert, sogar aus dem kriselnden Bobele in wenigen Monaten den ATP-Weltmeister in Frankfurt gemacht hatte.

Im Jahr eins der Trennung von Bresnik sei noch gesagt, dass Thiem einige Monate danach den größten seiner Siege feierte, den Triumph beim US-Open, den wir keineswegs schmälern, aber insofern relativieren wollen, dass von den großen Vier nur der Djoker dabei war,  der aber einer Lappalie wegen schon im Viertelfinale (auch als Pandemie-Impfmuffel?) disqualifiziert worden war. So fantastisch Thiem bei knappen Finalniederlagen gegen Djokovic und Nadal gespielt hatte, so sehr wurde ihm in diesem dramatischen, denkwürdigen US-Open-Finale über fünf Sätze von Sascha Zverew der Sieg quasi serviert. Wäre der Thiem-Clan ehrlich zu sich selbst gewesen, dann wäre Domi in frischer Lilli-Zirkus-Liebe samt Selbstverliebtheit vielleicht nicht in das von ihm genannte „Loch“ gefallen, aus dem er sich nie wieder trotz aller Hilfen von außen, eigener Versprechungen und deplatzierter medialer und bulliger Verherrlichung befreien konnte.Das Loch, von dem er sprach, hat Thiem nie geschlossen, weil er mit seinen 32 Jahren sportlich viel weiter entfernt ist von der Spitze wie die zehn  Jahre ältere, in sechs Jahren  Rennpause mehrfach runderneuerte Ski-Lady Lindsey Vonn, mit der er den Bullen-Stall mit allen damit verbundenen auch finanziellen Vorteilen teilt – als bubenhafter Juniorpartner. Dass er zuletzt in Ischgl bei einem Show-Turnier gegen 47jährigen deutschen Halbösterreicher Tommy Haas verloren hat, mag zwar dank linderndem Schmerzensgeld ein- und erträglich gewesen sein, ist aber alles andere denn ein Ruhmesblatt,  auch wenn die mit ihm verbundenen Medien-Lakaien das totschweigen. Wie in anderen Bereichen des Lebens bis zur Politik, so ist das Schweigen (der Lemminge), was Wahrheit betrifft,  die neue Lüge. Und damit Desinformation der Sportfans.

Jetzt bin ich neugierig, ob sich  nach der Trennung von Ferrero der Thiem-Zirkus bei Alcaraz wiederholt, zwar ohne Lilli, aber dafür vielleicht mit Emma Raducanu, der chiensisch-rumänischen Britin aus London, die sich oder der man ein medienwirksames Verhältnis zun Tennis-Torero andichtet, mal bestätigt, mal dementiert, also volles Programm soziale Medien, für die das in Bild, Schrift und Ton ein Fressen ist. Jetzt müssen wir nur abwarten, beobachten und verfolgen, ob die neueste Tennis-Familienrevolution namens Alcaraz  in ihrer egomanischen Gier ihr erfolgreichstes Kind frisst. Oder, um mit dem Volksmund zu sprechen, den frühreifen Carlos Alcaraz wie einst das Langzeit-Burli Domi in das ewige Bubi Carlito verwandelt. Die Strickmuster der Trennungen gleichen sich wie eineige Zwillinge. Ein Hammer!

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