Gestern abends warf ich auch einen Seitenblick zum Servus-TV, wo skich gerade der Ritter ohne Furcht und Tadel, also der Heinzlmaier, über Verdrehung der Wahrheiten und gezielte Lügenpropaganda der Parteien und ihrer Kommilitonen oder Komplicen erheiterte – und dabei in die Vergangenheit griff, als die Krone im Sinne (Auftrag?) der damaligen Regierungskoalition zum EU-Beiitritt versprochen hatte, ehe exakt das Gegenteil eintraf. Was vor mehr als 30 Jahren funktioniert hatte, dieses Spielchen wird auch heute noch gespielt.
Und was im großen Polit-Theater-Rahmen täglich an Fake News serviert wird, das versuchen die Sportfunktionäre auf den unterschiedlichsten Kellerbühnen nicht nur zu kopieren, sondern sogar zu überholen. Was mitunter nicht nur plakativ und lauthals via Staatsfunk gelingt, sondern heimlich still und so leise, dass es nicht einmal die Insider der Szene merken. Und den Ahnungslosen drückt man aufs Aug, was man will, Hauptsache, man findet einen Verteiler, der willens ist, auch falsche Nacrichten zu transportieren.
Womit wir, was eh schon länger nicht mehr der Fall war, wieder einmal beim Schwimmen angekommen snd. Darf ich Sie bitten, mit mir in einen Mikrokosmos einzutauchen, in dem sich immer wieder Seltstsames ereignet, das so im Sande verläuft, wie es der von Einzelkämpfern am Leben gehaltene Verband sich offenbar so wünscht. Wie sie sich erinnern, wurde der überraschend verstorbene Sportdirektor Walter Bär (wie auf Befehl auch von allen Schwimmmern) als „Dynamo des heimischen Schwimmens“derert in den Himmel gehoben, als wäre er der legendäre Doc Counsilman (durfte ihn 1973, ein Jahr nach Spitz x 7 für ORF interviewen) gewesen, Trainer des legendären Mark Spitz und anderer Topstars, obschon der Verblichene keinen einzigen Spitzenschwimmer je hervorgebracht hat, Alles andere ist Lug und Trug. Aber wen stört es, wenn´s eh keinen interessiert?
Kaum verabschiedet, schon wurde er posthum insofern geehrt, dass man das vor etwa 30 Jahren aus der Taufe gehobene Austria-Meeting flugs in Walter Bär emorial umbenannte. Das war die eine Großtat, den wahren Gründer und Finanzier des Meetings aber nicht einmal zu erwähnen, die andere. Horst Ziering würde sich im Grabe umdrehen, wüsste er, was aus seinem Kind geworden ist. Zu seiner Zeit putzten Weltstars wie der unvergleichlich elegante Alexander Popow mit Trainer Touretzkj, Laszlo Cseh, Olympiasiegein Agnes Kovacs, Brustschwimmer Sludnow etc. das Austria-Meeting auf. Und vergangene Woche (Do bis So) waren die Mini-Sternchen die Klubkolleginnen der noch von Bär aus Dänemark geholten Ex-DSV (D)- Schwimmerin Iris Julia Berger, die um eim Alzerl besser dasteht, wo einst die Szarzynski-Schülerin Koschischek stand oder Lisa Zaiser, die erschöpft suf Schwimmkarriere und Linz pfiff. Koschischek hat übrigens eine tolle zweite Karriere gemacht – als echte Kriminalkommissarin in Deutschland, die einen Drogenring knackte.
Der Schwimmverband soll froh sein, dass in vier Tagen so gut wie nichts in den Medien berichtet wurde, wobei sich die beiden Jung-Teenager Lilli Paier und die afghanisch-stämmige Nida Omid (PR-Strategen würden daraus einen Smash-Hit basteln), die sich gegen europäische Mittelklasse als Zukunftshofffnungen mit Siegen und Podestplätzen bestätigten. Zuguterletzt sei noch erwähnt, dass sich zum Memento Mori des verstorbenen Sportdirektors kein einziger österreichischer Topschwimmer in die Sadthalle verirrt hatte. Von swegen Dynamo. Alles mur Zufall, oder was?







