
Chapeau! Hut ab! Meisterleistung! Mehr noch – Doppelpack mit dem Pokalsieg! Dazu kann man nur sagen: Didisssimo! Als er in einer Nacht- und Nebelaktion aus Wolfsberg zurückgeholt worden war, ging´s für den LASK als Vorletzten gegen den Abstieg. Nur wenige Monaste später haben die seit 61 Jahren titellosen Linzer unter Trainer Didi Kühbauer das Double-Werk von damals, als man erster Meister aus den Bundesländern geworden war, auf eindrucksvolle Weise wiederholt.
Damals hatte es, so weit ich mich erinnern kann, auf der Hohen Warte das Meisterstück mit einem 2:0 gegeben. Diesmal legte der LASK mit dem 3:0 bei der Austria am Verteilerkreis noch ein Tor drauf. Dazu kann man eben nur sagen: Didisssimo! Und andersrum gedacht und geschrieben: Welch eine Watschen für die maßlos überschätzten, von fußballerischen Mickey-Mäusen und keimeswegs Fußballgöttern geführten Rapidler, die den Burgenländer mit grüpnweißem Blut in den Adern seinerzeit aussortiert hatten, soweit informiert, wegen der skandalträchtigen Hardcord-Fans, von denen sich Don Didi hatte distanzieren wollen.

Zum Triumph des Burgenländers, der in seinem (nicht nur Fußball)-Leben viel erlebt und noch mehr mitgemacht hatte, sei angemerkt: Wozu in die Ferne schweifen, wenn das Gute und sogar Bessere ist so nah? Was Kühbauer als Trainer drauf hat, das nat Don Didi ja im Vorjahr als Cupsieger mit Außenseiter Wolfsberg demonstriert, mit dem er bis ur letzten Runde sogar noch m den Titel mitgespielt hatte. Was er knapp verpasst hat, holte er jetzt nach dem Wechsel vom Lavanttal in die neue LASK-Arena mit einer Truppe, die er nur teilweise zusammenstellen konnte, auf eindrucksvolle Art und Weise nach. Samt Sonderlob von Spielern, die zu ihm als Coach gestoßen waren.
„Didi ist der beste Trainer, unter dem ich je gespielt hab´“, hob der Zweimetermann Sascha Kalajdzic den Meistermacher in den Betreuerhimmel, immerhin ein Legionär, der vor oder nach langen Verletzungspausen bei Stuttgart und bei Wolverhampton gespielt hat, ehe er als Leihgabe nach Linz zum LASK kam. Mit den Linzern feierte Sascha uter Didi jetzt den Doppelpack, ohne ihn und seinen Torinstinkt sind die britischen Wölfe hingegen abgestiegen. Das nur am Rande einer Bundesligameisterschaft, die Kühbauer auf den Kopf gestellt hat.
Auch wenn er alles andere denn als intellektueller Fußball-Akademiker wie manch anderer Hochgelobte gilt, so hat er den Fußball samt Erfolgsrezepten so im kleinen Finger wie einst als Spielmacher das Spielgerät. Und darum muss man ihm meiner bescheidenen Meinung nach nicht nur zum ersten LASK-Double nach 61 Jahren gratulieren, sondern auch zu seiner Trainer-Philosophie, in der das Spiel mit dem Fußball immer noch Vorrang haben muss als jenes gegen den Ball. Wo eben dieses Prinzip endet, hat der seit zwei, drei Jahren entzauberte Ex-Serienmeister Salzburg auch heute gegen die biederen Hartberger unter ihrer euphorisierten Präsidentin Annerl mit einer Heimpleite erlebt. Als Kontrastprogramm zum Didissimo!







