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Neuer Rapid-Trainer setzt auf englische Kommunikation und nennt Ziele in 08/15-Floskeln

Mit Interesse hab ich die erste Pressekonferenz des neuen Rapid-Trainers Johannes Hoff Thorup verfolgt, die ja auch im Fernsehen übertragen wurde. Zwar hatte sich der erst 36-jährige Däne, der noch nicht so lange im großen Trainergeschäft tätig ist, mit ein paar deutschen Worten eingestellt, führte aber dann die Pressekonferenz in englischer Sprache. Denn Englisch, so befand der erste dänische Rapid-Trainer, wäre die wichigste internationale Fußball-Kommunikation. Das mag zwar pauschal stimmen, ob es aber den sieben oder acht Afrikanern oder solchen mit (west) afrikanischen Wurzeln gefällt, die sich in Hütteldorf vor allem auf Französisch unterhalten (haben), sei einmal dahingestellt.

Ebenso, wie lange sich es Rapid leisten kann, zum einen Abfertigungen für der Reihe nach gefeuerte Trainer wie Stöger, Klauß und deren Assistenten zu zahlen, zum anderen die Gagen für Johannes Hoff Thorup und seinen Co-Trainer beim englischen Zweitdivisionär Norwich zu berappen,  ganz sicher teurer als irgend heimischer Co oder die glücklose Feuerwehr Kulovits, die sich von Rapid verabschiedet hat. Und darum, so ließ der vom Sportdirektor Katzer aus dem Hut gezauberte Wunderwuzzi in spe an- und durchklingen, würde ein Engagement des frankophilen, damit für die „Rapid-Franzosen“ als Kommunikatur wichtigen, ehemaligen Chelsea-Stars Essien trotz dessen von ihm gerühmter Bescheidenheit das grünweiße Budget leider übersteigen. Na ja, man kann  nicht alles haben im Rapid-Fußballeben…

Was der ziemlich selbstbewusste Däne sonst noch von sich gab, das waren fußballerische 08/15-Standardfloskeln wie etwa jene, dass es sein Ziel als Trainer sei, möglichst offensiv zu spielen, möglichst viele Chancen zu kreieren und möglichst viele Tore zu schießen. Saperlot, das hört sich ja toll an, oder? Und wenn der neue zumindest verbal auf Englisch starke Mannn dazu noch behauptet, das Spielermaterial habe großes Potenzial, dann frage mich unwillkürlich, wie sich Herr Hoff Thorup just in der Winter- und damit Trainingspause ein Bild von den vielen frankophilen Legionären und den wenigen heimischen Stützen oder Hoffnungen bei seinen zwei Blitzbesuchen in Wien zur Vertragungsunterzeichnung gemacht hat, lohne sie spielen zu sehen?

Aus all dem wird man so schnell weder klug noch klüger. Also müssen wir darauf warten, wie schnell der vom Sportdirektor wie schon Thorup-Vorgänger Stöger hochgelobte, zur Rapid-Philosophie passende Wunschtrainer aus dem hochgelobten Potenzial das Maximum herausholt. Tatsache aber ist und bleibt, dass  im Fußball das Gleiche gilt wie bei Autos – aus einem 60-PS-VW lässt sich beim besten Willen kein 300-PS-Porsche zaubern. Rs sei denn, es handelt sich um einen egnadeten Magier, als den uns und Rapid  ja der Herr Katzer den in der englischen zweiten Liga von Norwich kurz vor Torschluss gefeuerten und sieben Monate lang Job-losen Herrn Thorup auch mit Hilfe befreundeter medialer Lemminge untergejubelt hat. Ich bin schin gesopannt, was er woirklich drauf hat außer daß er es nicht erwarten kann, mit der Mannschaft zu arbeiten….

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