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Frage im ÖSV-Debakel: Odermatt, who else?


√matt, who else?

SKI ALPIN. Umnebelte Weltcup-Sprintabfahrt auf dem verkürzten Saslong-Klassiker in St. Christina, Gröden: Egal, welche  Bedingungen herrschen, so kann man in Abwandlung des legendären Nespresso-TV-Spots mit George Clooney nur die Suggestiv-Frage stellen: Odermatt, who else? Trotz eines doch zeitraubenden Fehlers im Mittelteil feierte der Schweizer vom Vierwaldstätter See seinen vierten, ziemlich historischen Sieg auf der Saslong vor seinem Teamkollegen und Abfahrtsweltmeister Franjo von Allmen und dem Südtiroler Lokalhelden Dominik Paris. Für Odermatt war es im 1000. Jubiläums-Weltcuprennen der 50. Triumph, womit er dem Herminator Maier (54, inoffiziell 55) auf den Fersen ist.

Für die zum Anfang des Jahrtausends noch dominanten ÖSV-Stars gilt – frei nachdem der Mann Shakespeares diabolischem König Richard III. – in Gröden der sieglose Schlachtruf: Ein Königreich für ein Abfahrtspodest! Nach dem Verletzungsausfall ihrer schwergewichtigen Speedhoffnung Eichberger und dem rational nachvollziehbarem  Startverzicht des rekonvaleszenten, frischen Europacupsiegers Felix Hacker kassierten die Ösis eine der schlimmsten Watschen auf der einstigen und künftigen WM-Piste. Stefan Babinsky aus Seckau landete als bester Österreicher nur auf Platz 14, Vincent Kriechmayr kam unmittelbar hinter dem Crazy-Canuck-Super-G-Weltmeister von 2023,  James Crawford, auf Rang 16. Jetzt liegt der Fokus auf dem morgigen Super G und dem Abfahrtsklassiker am Samstag, bei dem aus ÖSV-Perspektive hoffentlich bessere Wetter- und Sichtbedingungen herrschen als heute.

Damen, Abfahrtstraining in Val d´Isere (La Daille). Die italienische OIympiasiegerin Sofia Gioggia fuhr Bestzeit vor dem US-Trio Johnson (Tor verfehlt), Wiles und Lindsey Vonn. Auch bei den ÖSV-Girls schaffte es ein Triple in die Top 10 mit den sonst weit abgeschlagenen ewigen Talenten a la Kärntnerin Nadine Fest (8.) und der Tirolerin  Christina Ager (9.) ebenso wie der nach ihrem zweiten Schien- und Wadenbeinbruch sowie 22 Operationen bewundernswert konstant schnellen Nina Ortlieb (10.). Wieder weiter zurück als erhofft sowohl Vizeweltmeisterin Puchner (15.) als auch die von sich enttäuschte steirische Speedqueen Hütter (21.).

Europacup-Abfahrt der Damen in St.-Moritz: Rotweißroter Doppelpack durch Leonie Zegg und Vortagssiegerin Anna Schilcher mit dem Duo Victoria Olivier und Lisa Grill auf den Plätzen 6 und 7 sowie Comeback-Kid Vanessa Nussbaumer auf Platz 13. Viktoria Bürgler verpatzte ihr Rennen (33.).

FIS-Abfahrt, Damen, Mayrhofen-Hippach: Die Sykora-Tochter Romy landete nach ihrem Vortagssieg hinter Emma Amann, Montafon, auf Platz zwei, im dritten Rennen schied sie aus.

SNOWBOARD. Weltcup-PGS in Carezza, Friaul-Venetien: Damen: Die Kärntnerin Sabine Payer, vormals Schöffmann, machte ihr Dutzend an Weltcupsigen voll. Im Achtelfinale hatte sie sich noch zum Erfolg im ÖSV-gegen die 52jährige Teamkollege Claudia Riegler gezittert, im Finale gegen die Polin Walas-Krol hatte sie es leichter, womit sie auch ihre Weltcupführung ausbaute.

Die Azzurri feierten ein bejubeltes Podest-Triple mit Roland Fischnaller aus der Sportlerdynastie, dem ewig jungen Oldboy Aaron March und Felicetti, der den besten Österreicher und ältesten  Brett-Artisten Andreas Prommegger (44) auf den Blechplatz vor Siegerin-Gespons Alex Payer (5.) verwies. An seinem alten und vier Jahre älteren Weggefährten Prommegger war im ÖSV-Achtelfinal-Duell der olympisch 2022 vergoldete Grissmann- Schwiegersohn und Mehrfach-Weltmeister Benjamin Karl (Platz 16) gescheitert.

SKELETON. Weltcup in Sigulda: Jannine Flock holte nach ihrem Sieg in Lillehammer aks Dritte den nächsten Podestplatz.

BIATHLON, Weltcup der Frauen, Grand Bornand, Savoyen (F),  7,5 km: Beim Sieg der Schwedin Hannah Oeberg gab es für die kürzlich noch siegreiche Lisa Theresa Hauser aus Reith bei Kitzbühel gerade noch Platz 20, auch Andexer (24.) schlug sich noch halbwegs passabel, während die durch Krankheit zurückgeworfene Ex-Cheftrainer-Tochter Anna Gandler als 60. den Cut für die Verfolgung schaffte.

FUSSBAll. Nachtrag: Dubai, UAE: Champions-League-Champion Paris St. Germain sicherte sich mit einem 2:1-Sieg in der Verlängerung gegen Flamengo Rio de  Janeiro den Intercontinental-Cup.  Der gerade erst zum  Weltfußballer gekürte Dembele hätte es am Fuß gehabt, eine Verlängerung zu verhindern, vergab aber die beste Chance.

Uefa-Conference-League: Es schien mehr als 90 Minuten, als könnte Rapid die Seuche in Mostar gegen Zrinjski abschütteln, führte durch ein Schaub-Tor (11.) Bis zur 94. Minute mit 1:0, ehe ein Eigentor des spät eingewechselten Cvetkovic den Hütteldorfern das so nötige Erfolgserlebnis kostete. Dass man das Match nur in Canal + sehen konnte, ist ein eigenes Kapitel, mit dem ich mich noch beschäftigen muss.

Premier-League-Favoritenschreck Crystal Palace unter Oliver Glasner rettete nach 1:0-Führung und 1:2-Rückstand noch ein 2:2 in London gegen die kampfstarken Finnen aus Kuopio. Die Kristalltruppe verpasste  dennoch als Zehnte die Direkt-Quali der Top 8, muss ins Playoff, das aber zusätzlich die Kassen klingeln lässt…

 

 

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