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Ob heute oder vorgestern – ORF war schon immer eine Schlangengrube voll Vipern und Ottern

Es ist auch für mich an der Zeit, als ehemaliger Freier Mitabeiter des ORF (1967-1984, keine Pensionsanrechnug im Gegensatz zu Polit-Granden!) einige Worte über die Schlangengrube zu verlieren, die zunächst in der (Volks) Schule Singrienerstraße lag, dann in der Maximggasse zum angrenzenden Affenhaus des Tiergartens Schlnbrunn und schließlich noch ein Stückerl weiter oben am Küniglberg lag, wo der bekannte Karikaturist Ironimus, aber an sich TopArchitekt Gustav Peichl eine für damalige Begriffe fabelhafte, fast futuristische Fernseh-Orgel hinbaute, später gefolgt von den Landestudios. Das war einmal aber ist heute noch ziemlich aktuell mit Änderungen/Adaptierungen eher im Detail.

Und aktueller denn je ist das Wort von der Schlangengrube, in der heutzutage  offenbar noch mehr als ehede vor giftigen Vipern und Ottern wimmelt, wobei es jetzt eine neue  Königskobra gibt, dkie bis Jahresende vom mehr als umstrittenen Stiftungsrat mit mehr als dubiosen Figuren. deren Bekanntheitdsgrad sich auf die jetzt immer genannten  Namen bezieht, aber die wenigsten werden  Gesichter vor Augen haben, wenn sie  Lederer oder Schütze hören. Parteisoldaten halt, mehr nicht. Die Zeit vor der durch eine – damals was Neues im Proporz-Würstelstand – Volksabstimmung erzwungenen ORF-Reform lebt wieder auf. Demos sind in, Demokratie aber scheint so gut wie out . Man macht Postenschachenprozesse gegen Ungeliebte, ganz so, als wäre Postenschacher nicht gang und gäbe gewesen seit 1945/46, sogar noch mit der KP, solange die  Russen im Land waren.

Mit Thurnher verhält es sich anders als mit den Stiftungsräten,  weil sie einem jahrelang nicht nur als Diskussionsleiterin ins Auge sprang, Fast so  wie eine „Wölfin“, um diesen Vergleich zu bemühen. Ob man sich ihrer sattgesehen hatte  oder ob sie es selbst satt hatte, weiß ich nicht. jedenfalls wurde Frau Thurnher vom weit mächtigeren TV-Bereich des ORF abgezogen und zum gesichtslosen Radio als Chefin transferiert, was so gut wie niemanden bewegte oder gar erregte. Und jetzt auf einmal ist die mehr oder weniger Abgehalterte der Weisheit letzter Schluss des ORF-Stiftungsrates, weil es stante pede im Interesse des Medien-Vizekanzlers eine Frau sein muss. Wählen ist schwieriger als einfärben, das geht leicht. Und wenn ich höre und dann sehe, was aus der ehrenwerten Sauberfrau Thurnhers Versprechen von Transparenz und Unabhängigkeit wird/wurde, erinnere mich einer wirklich sehr interessanten Diskussion gleichen Abends ihrer Ansagen. Da saßen ein linker Staatskünstler/Kabararettist, Rot-Frau Lou Lorenz-Dittelbacher und rein zufällig auch ihr Ehemann Dittelbacher, eher der rotgrünen  Seite zugeneigt, an  einem Tisch. Mir blieb die Spucke weg. ORF, wie er ohne Mainz singt, lacht und höhnt. Toll.

Gut und schön, ich war –  ohne es zu wissen, natürlich als Bacher-Jünger aus dem ungeliebten Pressehaus in der ORF-Rot-Ära punziert worden, an  dem ein  ganz heimtückisches Exempel statuiert wurde. Es war die Woche nach dem Ende der Los-Angeles-Sommerspiele 1984, als ich beauftragt wurde, einen Film über das – übrigens erstmals live im ORF übertragene Qualifying – mit Schwerpunkt Niki  Lauda zu produzieren. Für Niki war´s der Vorschuss auf seinen ersten Heimsieg und dritten WM-Titel, für mich aber, der mit Team  von Box zu Box gelaufen war, um Impressionen und nterviews zu sammeln, der Bruch mit dem Künigberg,

Nicht aus Jux und Tollerei, die eher oder sicher auf der anderen Seite zu finden gewesen wären, sondern aus Prinzip, wenn man heute noch weiß, was das ist. Der damalige Chefregisseur hatte mich absichtlich, ohne dass ich eine blasse Ahnung gehabt hätte, mehrmals in das von ihm mit der Hauptkamera gesteuerte   Bild genomnen und mir nachher vorgeworfen, ich hätte mich – obschon im ORF-Dienst arbeitend – absichtlich in Szene setzen wollen. Absoluter Quatsch: Noch dazu verbunden damit, dass ich mich dafür rechtfertigen und entschuldigen sollte beim Generalintendanten (Podgorski). Das war´s damals, als man die Freien von wo auch immer als auf Geld angewiesene Freibeuter oder treue Gefolgsleute betrachtete.Devise: Niederknien, dann gibt´s Marie.  Da ich damals schon „Presse“-Sportchef und FAZ-Sportkorrespondent war, hab ich nach Schnitt des Films gesagt:  Cut, das ORF-Geld kann ich auch anderswo verdienen! Eine der Folgen war dann, dass der von Kommerzialrat Fritz (+) mit mir ins Leben gerufene, vom alten Serge Lang anfangs verlachte „Presse“-Weltcup der Skimarken dann 2005 mit 50 Olympiasiegern, Weltmeistern, Weltcupsiegern und vom Kanzler mit Laudatio beim Preisverteilungs-Gala-Abend nur bruchstückshaft in Kurzausschnitten im ORF gezeigt wurde – Kontrast zur Krone-Fussballerwshl mit ein paar alten Grössen und jungen Sternschnuppen von internationalem M ittelmaß in der vesten Abendsendezeit natürlich von A bis Z live. Gabz so, als wäre Skilauf kein Volkssport und kein touristischer Wirtschafsfaktor …

Und so blieb es nsch dem Marken-Weltcup-Aus  bis heute, obschon es doch einige der etwas weniger arroganten ORF-Urgesteine gibt, mit denen ich bis zuletzt und auch noch heute besten Kontakt hatte. Die Insider kennen allesamt ihre Pappenheimer. Und die Schlangengruben voll Vipern und Ottern , die sich nie geändert haben – von ehedem bis heute.  

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