Fussball

Ohne Wenn und Aber – der Mann des Tages und Monats kann nur Felix Gall heißen

Heute hatte ich lange vor dem Champions League-Finale mit dem Elfer-Shootout-Sieg des Titelverteidgers PSG gegen Arsenal in Budapest die Qual der Wahl, was ich am ehesten kommentieren soll: Nochmals Djokovic oder gar die russische Neo-Österreicherin Potapova, die Titelverteidigerin Gauff in Paris sensastioell aus dem Bewerb warf? Unsere drei Golf-Helden Straka, Wiesberger und Steinlechner, die beim beim Heimturnier in Kitzbühel die Massen hinter sich herziehen? Das Traditonsmeeting der Mehrkämpfer in Götzis, bei dem Weltklasse absolute Weltkkasseleistungen liefern wie der Schweizer Ehammer mit einem 8,51m-Weitsprung, der sogar bei Medaillenkämpfen Goldes wert wäre. Warum unser eine Klasse bessere Nachbar Schweiz wieder im Eishocke-WM-Finale steht? Oder gar über die Vorschau auf die Fußball-WM-Generalprobe gegen Tunesien, wobei sich das Meiste medial vor allem um das A &A-Duo drehte, das zu den höchstbezahlten Auslaufmodellen bei  ihren Klubs zählt(e). Welch eine Schieflage!

Bei allem Respekt, das ist alles gut und schön, aber der rotweißrote Sportsmann des Tages kann nur Felix Gall heißen, der hinter dem alle überragenden zweimaligen Tour-de-France-Sieger Jonas Vingegaard aus Dänemark mit vier zweiten und weiteren Spitzenplätzen in den schwersten Etappen auch den zweiten Platz im Rundfahrtklassiker Giro d´italia belegte, zumindest in der Nachkriegszeit das Beste, das je ein Österreicher in einer Grand Tour erreicht hat. Eine fantastische Leistung, die angesichts der Konkurrenz in den Medien nicht ganz so in denn Mittelpunkt gerückt wurde, wie sie es und er verdient hätten. Schade nur, dass der Rundfahrt-Rekordsieger Wolfgang Steinmayr diesen Husarenritt nicht mehr erlebt hat, weil er als Amateur, der sogar einen Allzeit-Hero wie Eddy Merckx in Lausanne besiegt hatte, diesen Höhenflug eines Osttirolers richtig hätte (ein) schätzen können. Aber auch die Tour-de-Sieger Wechselberger und Luttenbergher oder die Top-Ten-Fahrer in Tour de France und Giro, Georg Totschnig und Patrick Konrad wissen, was das wert ist für einen Österreicher aus einem Land, das den Rad-Boom a la Benelux-Länder, Frankreich, Italien, Spanien vor einiger Zeit erst entdeckt hat.

Aber für ein rotweißrotes Profi-Team, das in der Beletage konkurrenzfähig ist, reicht es hierzulande bei weitem nicht, inzwischen nicht einmal zur bulligen Bora-Mannschaft, die sich ja gleich hinter unserer Grenze in Kufstein einquartiert hat, früher mit einigen Österreichern, die mittlerweile kein großes Thema mehr  sind für die Deutschen. Nichts hat sich aber für die österreichischen Hoffnungen geändert insofern, dass der Weg vom Talent zum Spitzenfahrer wie dem Kletternmaxe Felix Gall oder auch Gregor Mühlberger und Co, übers Ausland führt und das Auge von Scouts, die wissen, wen man holt, weil sie ihn  ihm einen Star der Zukunft sehen – und damit die Chance geben, zu einer internationalen Größe zu wachsen. Und die ist Felix GalL ohne Wenn und Aber – von der sportlichen Leistung her eine der Großtaten, die  ältere, teils tote, mitunter aber totgeschwiegene Helden, wie immer sie heißen, erreicht haben. Nichts gegen  Gregerl und Abstaubertor zur WM-Qualifikation, aber das sind doch zwei verschiedene Schuhe…

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