Allgemein

Richard Grasl: Verhinderter ORF-General und Medien-Manager als neuer Tennispräsident

Es ist ein heikles Thema, dem ich mich heute widme. Wie Sie als Sport- und Tennisfan wissen, wurde am Sonntag im Hotel-Hause Kurz in Oberpullendorf im Südburgenland der Kurier- und Mediaprint Geschäftsführer Richard Grasl zum neuen Tennispräsidenten auf drei Jahre gewählt. Ungeniert, wie ich schon gestern geschrieben habe, denn der Mann hat ja auch eine Vorgeschnichte, die uns/mir nahestehenden Bekannten  mehr als nur unter die Haut geht. Eine mit einem tödlichen Ausgang in einer feuchtfröhlichen Wörthersee-Bootspartie, worüber auch im Sinne des Geldgebers  nicht mehr geredet oder es dem ehrenwerten Mega-Boss Grasl gar nicht mehr vorgeworfen werden darf, weil die mit einer bedingten Verurteilung verbundene Strafe mittlerweile getilgt ist. Reden ist Silber, Schweigen nicht Gold, aber u. a. auch Sponsorengeld und Aufstiegsmöglichkeiten wert. Fazit: Pecunia non olet. Darum regiert es die Welt. Im Großen wie im kleinen regionalen Raum und Rahmen.

Wenn ich daran denke, was in der Hochblüte von Me-Too für ein Theater mit rigorosen Folgen um sexuelle Übergriffe des zweifachen Olympiasiegers und Helden einer Doch-nicht-Judo-Nation, also Gold- und dann Buhmann-Peter Seisenbacher, gemacht wurde, kann ich nur sagen: Beides erlebt, kein Vergleich. Der  erste Judoka, der einen Olympiasieg wiederholen konnte, wurde auch medial schon im Vorfeld des Prozesses als letzter Dreck hingestellt, ganz so, als wäre er ein Massenmörder. Dass er aufgrund einer Ausssage nicht in der öffentichen Verhandlung, sondern hinter verschlossen Türen durch eine Kronzeugin, zufällig Tochter einer Exfreundin des Angeklagten, die inzwischen ein Mann und Opferanwalt ist, zu fünf Jahren unbedingt verurteilt wurde, löste Beifallskundgebungen aus. Irgendwie klang da durch: Eispirrn dös Schwein.

Gold-Peter hat, darunter auch als echter Häusl-Reiniger, in Karlau bei Graz seine Strafe verbüßt, ist aber für fast alle Medien wie die Öffentlichkeit so etwas wie eine Persona non grata, mit der man um Gotteswillen ja nicht in Berührung kommen sollte, weil sonst der Zu- oder Übergriff ja… Lassen wir das und loben die Tüchtigkeit des neuen Tennispräsidenten, der ja als Vorschuss und Mitgift einen Slponsorenvertrag (Kurier-Daviscupteam) eingebracht hat, hinter dem jene einst rurale, inzwischen zu einem bundesweiten Koloss gewachsene Raiffeisenbank steht, der ja auch die Zeitung gehört – und die schon im Ski- und Fußball-Imperium an den Schalthebeln sitzt. Dass der großgewachsene Sohn des Neo-Präsidenten ins Förderprogramm des Tennisverbandes fällt, kann ja auch nur Zufall sein, oder?

Auf Grasl zugeschnitten: Wenn’s nicht der ORF-Generaldirektor ist, dann gab’s auch Alternativen für den Manager, der einst das Duell mit Wrabetz um den ORF-General verlor. Jetzt ist auch dieser inzwischen längst ORF-Geschichte. Dafür sind beide beim Sport ganz oben gelandet – Grasl als Tennis-, Wrabetz als Rapid-Präsident. Einmal Schwarz, einmal Rot. Alles wie gehabt nach dem Nachkriegsprinzip a la altes Rom: Divide et impera. Teile und hersche. Was war, das war. Für Grasl scheint klar, dass über alles Gras wächst, Jedenfalls giltg a priori: Schwamm drüber….

Zum Kommentieren hier klicken

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Meist gelesen

To Top

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen