Auch wenn sich im nächstjährigen Ski-WM-Ort Crans-Montana offenbar nach der Brandkatastrophe zu Silvester ein Unglücksstern eingenistet zu haben scheint, weil den Weltcuprennen der Winter (Sturm) einen Strich durch die Rechnung macht, sich der im Abbruch-Lauf gestürzte US-Evergreen Lindsey Vonn diesmal ans natürliche linke Knie griff, so will ich mich heute dem Fußball zuwenden. Aber nicht etwa, wie manch einer meiner treuen Blog-Leser vermuten würde, dem Arbeitssieg von Meister Sturm Graz gegen Brann Bergen oder der verspielten Sensation der Salzburger Jungbullen bei Aston Villa in Birmingjam, gechweige den zwei aberkannten Toren unser aller „Aaarnie“Arnautovic beim 1:1 vom Roter Stern Belgrad…
… aber der glücklose, ziemlich serbisch angehauchte Floridsdorfer Marco, Ersatz-Teamkapitän vom so gut wie praxislosen Real-Madrid-Nicht-mehr-Star David Alaba, baut mir die Brücke zur Nationalmannschaft, zum Teamchef und zur WM, bei der wir im Juni 2026 zunächst in Kalifornien gegen Jordanien und dann in Dallas gegen Titelverteidiger Argentinien und finally in Kansas westlichty gegen Algerien die Vorundenspiele bestreiten. Ich weiß, ich weiß, dass ich mich auch bei Kollegen in die Nesseln setze, wenn ich mir erlaube, den offensichtlich bei allem, was er macht, sakrosankten, dienerisch hofierten und von Kritik befreiten R. R. ins Visier zu nehmen.


Vor lauter Begeisterung über die vielen Superlative des WM-Quartiers unserer WM-Helden in spe in Santa Barbara nordwestlkich von L. A., wo einst der vom Hollywood-Movie-Star zum Politstern gewandelte, zum Kalifornien-Governor und US-Präsidenten gewählte Ronald Reagan lebte, wurde offensichtlich darauf vergessen oder gar nicht nachgeschaut, wie weit es vom dortigen Airport nach Dallas und Kansas ist. So grandios dort das sündteure Luxushotel mit Preisen an die 1000 Euro pro Nacht, für WM-Teilnehmer vielleicht mit Rabatt für Pool und Bar etwas wohlfeiler, so unverständlich scheint zumindest mir als US-Kenner diese Wahl aus sportlicher Sicht und nicht nur laut Teamchef zur Abwechslung der Spieler, denen dort Hollywood-Stars begegnen könnten…
„Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, die Wunschlösung von Teamchef Ralf Rangnick als Team Base Camp präsentieren zu können. Für den ÖFB und mich persönlich war es von zentraler Bedeutung, dem Nationalteam die bestmöglichen Bedingungen bereitzustellen“, erklärte ÖFB-Aufsichtsratschef Josef Pröll. Sein Dank gelte dem operativen Team und Rangnick, der die Besichtigungstour persönlich angeführt habe. „Ein weiterer Beweis dafür, wie fokussiert er die Mannschaft Richtung WM führt“, meinte Pröll.
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Um bei aller Priorität für ein WM-Team samt Tross den geografischen wie zeitlichen Tatsachen ins Auge zu blicken, sei gesagt, dass man vom kleinen S. B.-Airport nach Dallas oder Kansas nicht nur mehr als drei Stunden und etwa 20 Minuten mehr fliegt, also in etwa so lang wie von Wien nach Madrid, zusätzlich dazu aber dabei zwei Zeitzonen überwinden, also zwei Stunden ,ehr dazuzählen muss. Wenn die ÖFB-Truppe in S. B. um sagen wir 1o Uhr vormittags abhebt, kommt sie erst gegen sechs Uhr abends Ortszeit in Dallas oder Kansas City an, die voneinander wieder um nur ca 1:3o-Flugstunden ohne Zeitunterschied getrennt sind …
Abgesehen davon wär´s für meine Begriffe am g´scheitesten gewesen, sich in Dallas, Football-Hochburg, aber auch einer Soccer-freundlich-affinen Metropole eizuquartieren, weil wir dort – Messi hin oder her – mit dem einstigen Dallas-Cowboy und erstem europäischen Superbowl-Sieger Toni Fritsch so etwas wie Rückendeckung durch die lokalen Medien und die einheimischen Zuschauer bekommen hätten können. Komme keiner und meine, der Fritsch wär ja von vorvorgestern und eine unbekannte Nummer im Programm.
Wer das glaubt, der kennt sich nicht aus, denn die Amis haben, auch wenn ihre Geschichte heuer erst 250 Jahre alt ist, seit der Unabhängigkeitserklärung on 4th of July, ein besonders ausgeprägtes Sportgeschichts-Bewusstsein, ich nenne da nur Babe Ruth im Baseball, Joe Louis, den unbesiegten Gene Tunney und e benso Rocky nicht Balboa, sondern Marciano bis zum fast heiliggesprochen Muhammad Ali, Joe Frazier oder Geolrge Foreman im Boxen, von Jesse Owens über Gazelle Wilma Rudolph, von Bob Beamon bis Carl Lewis und Co. in der vergleichsweise „billigen“ LA-Liga, von den Basketballern Abdul Jabbar und Wilt Chamberlain bis Michael Jordan und dem im Flieger wie Golfer „Schotten-Knicker wie Kappe“ Payne Stewart abgestürzten Lakers-Star Kobe Bryant, von Bobby Jones bis Jack Nicklaus oder Arnie Palmer etc…
Kurzum, all das an Ehre, wem Ehre gebührt, was wir inzwischen leider vermissen lassen, weshalb ein „Zuagraster“ wie der medial für vfast unfehlbar erklärte ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick das offensichtlich gar nicht weiß und darum auch nicht ins Kalkül zog. Aber allein der ganz normale Menschenverstand muss einem doch sagen, dass 3 1/2–Stundenflüge über zwei Zeitzonen macht 5 1/2 ganz sicher nicht die cleverste allertVorbereitungen auf mögliche Schicksalksspiele sind., sondern eher der ganz normale Wahnwitz, der sich ja mittlerweile der Gesellschaft bemächtigt und sie samt dem Sport und dem von Millionen geblendeten Fußball im Besonderen pervertiert hat. In diesem Sinne sei ein Dreimal hoch auf Santa Barbara ausgesprochen!













