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TT-Präsident unter Beschuss wiedergewählt, aber wurde reiner Tisch gemacht?

Seit Wochen hatte es schlimme Vorwürfe einer Opposition gegen die Führung des heimischen Tischtennisverbandes gegeben, die gewaltsamen Druck auch auf Spitzenspieler: Innen ausgeübt haben soll. Allen voran Präsident Wolfgang Gotschke (Foto mit Liu Jia) und Sportdirektor Stefan Fegerl, die aber alles dementierten und sich den Anschuldigungen justament zum Trotz einer vorgezogenen Neuwahl stellten. Welch Ironie am Rande, dass es sich beim Gegenkandidaten des früheren Sport-Sektionschefs Gotschke um dessen einstigen Chef, den roten Verteidigungs- und damals auch Sportminister Norbert Darabos handelte.

Auch wenn es auf den ersten Blick so ausschaut, als wäre es ein abgekartetes Spielchen ehemaliger  Kommilitonen gewesen, so versichern Insider der Szene, dass dem nicht so gewesen, es kein Scheingefecht und die Kandidatur des Ministers und SP-Bundesgeschäftsführers i. R. authentisch gewesen wäre. Bitter genug für einen Minister  i. R., wenn er gegen den früheren Untergebenen und Befehlsempfänger den Kürzeren  ziehen, also eine Niederlage einzustecken musste, weil ja punkto Verbandsführung alles so gut wie beim alten geblieben ist. Nochmals also auch so etwas wie ein Hornberger Schießen, das den Präsidenten verfehlte, dafür aber den Sportdirektor Fegerl traf, den nun die Ex-Serienmeisterin und Weltklassespielerin Liu Jia als ÖTTV-Vizepräsidentin mit der Agenda Sport ersetzt.

Für mich stellt sich jetzt die Frage: Waren die von einer Untersuchungskommission bestätigten Vorwürfe gegen die Verbandsführung aus welchen Gründen auch immer mehr oder weniger aus der Luft gegriffen? Oder waren sie für die Landeskaiser doch nicht so stichhaltig, weshalb sie lieber ihm als seinem Ex-Vorgesetzten das Vertrauen schenkten. Abgesehen davon, dass ja auch ein Teil der sportlichen TT-Elite vordem mit in den Chor gegen Gotschke und Co eingestimmt hatten, darf man schon gespannt sein, wie sich die Dinge in einer Atmosphäre entwickeln, die zweifellos auch durch mediale Offensiven vergiftet war.

Zumindest nach außen hin  darf mit Fug und Recht bezweifelt werden, dass bei dieser Neu- bzw. Wiederwahl wirklich reiner Tisch gemacht wurde. Die Optik bleibt mehr als nur schief. Wie in vielen heimischen Sportverbänden, die von den Funktionären gern als Selbstbedienungsladen angesehen werden. Une so wird nicht nur im Tischtennis Ping Pong gespielt….

 

 

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