Gut und schön, wäre heute schon ein Olympiatag bei den Alpinen gewesen, dann hätten wir uns über Abfahrtsilber des 34jährigen Evergreens Vincent Kriechmayr freuen können und uns mit Olympiasieger-Tochter Nina Ortlieb über Blech ärgern, noch mehr jedoch über einen Platz 20 für eine Saisonsiegerin wie der ratlosen Conny Hütter wundern müssen. Und wenn ich mich frage, wo mögliche junge Nachfolger von Vinc, dem Doppelweltmeister von Cortina 2021, und seinem OÖ-Weggefährten, dem Comeback-Dani Hemetsberger (heute 8., auch 34) bleiben, dann führt einem die Datenbank brutal vor Augen, dass der heute im Niemandsland zu findende vermeintlich junge Super-G-Vortagszweite Stefan Babinsky schon dem 30er zugeht oder RTL-Weltmeister Haaser (29. Lebensjahr, ein Monat älter als Lauberhorn-Vierfach-Rekord- und viermalige Weltcupsieger Odermatt) der heute das Phantomduell mit dem von gleich zwei Kreuzbandrissen aufgehaltenen Chilenen Henrik von Appen (16. mit Nummer 47) ebenso verlor wie Comeback-Andi Ploier, der sich aber mit Nr, 46 passabel schlug.


Abwarten, was uns morgen der Klassiker-Slalom beschert, ehe der ganz normale Kitz- Streif-Wahnsinn mit mehr Pseudo- als echten Promis seinen Lauf nimmt. Die Weißwurstparty abseits von Kitz im eher entfernten Going samt Lets-Go Arnie, Schnittlauch-auf-allen-Almsuppen, findet möglicherweise heuer noch mehr Echo als sonst, da am trainingsfrein Donnerstag vor dem Super-G-Klassiker, einst fünfmal Wohnzimmer des mittlerweile spitzbärtigen Herminators, dessen Kinder schon Rennen fahren.
Wenn unsere alpinen Ski-Atouts also mehr oder weniger ausgestochen werden, dann hat die rotweißrote Wintersportszene aber immer noch alternative Trümpfe, die sie ausspielen kann. Die Brett-Kings wie der ewig junge 40er Benjamin Karl, der einen weiteren Seg feierte, oder sein Boarder-Cross-Pendant Dusek, der den (Ex) Weltmeister hervorkehrte, holten die Kastanien aus dem Feuer wie die Freestyle-Skier Wolf und Svancer, wobei die diesmal nur die Blechtrommel rphrende Dopopelolympiasiegerinn Anna Gasser im Nebener- und bewerb Slopestyle ein gelunges Comeback feierte, das für ihre Domäne Big Air einen Mehrfachsalto vorwärts verspricht. Nicht zu vergessen die Ex-Baustelle Langlauf, in dem Tesesa Stadlober und Mika Vermeulen – er hat sich als Norwegen-Immigrant viel von den aktuell im Hinblick auf Olympia pausierenden Norwegern abgeschaut – dhrchaus medaillenverdächtig sind. Ganz zu schweigen von Kombinierern und spezialisierten Schanzenadlern, wobei ein Sapporo-Ergebnis von heute ohne Podest, aber fünf unter den Top neun bei Olympia ein verdammtes Resultat zum Heulen und Zähneknirschen wäre.
Wenn hier aufgezählt wird, wer oder was Rang und Namen haben könnte, dann dürfen wir nicht die Gold- und Medaillenkinder des Rodelpräsidenten Markus Prock vergessen, die im thüringischen Altenberg mit dem dritten EM-Titel in Folge für den Vorarlberger Jonas Müller den deutschen Hausherren Loch unnd Langenhan die Suppe versalzten – und mit den Plätzen 5 bis 7 dazu noch Mannschafts-Stärke zeigten. Wie die Rodel-Damen, von denen Lisa Schulte bei schwieriger werdenden Verhältnissen nur der Deutschen Fraebel den Vortritt lassen musste als Beste des Rodelteams, das ein Quartett unter die Top 8 brachte, obschon Präsidententochter Hannah Prock (Halbzeitdritte) das Finale verpatzte. Ganz zu schweigen davon, dass die Nr. 1 Madeleine Egle wegen (fatal im US-West-Sommerurlaub) verpasster Dopingtests aus dem olympischen Verkehr gezogen wurde.
Als abgehalfteter Verschwörungs-Theoretiker hab ich mir dabei amhamd der lächerlichen Pseudo-Sperren eines scheint mir Sinner und einer swiatek so meine Gedanken gemacht, ob man sich da aus vielleicht einflussreicher deutscher Warte auch das Mütchen hat kühlen können, dass die Ösi-Rodler mit Hilfe des zu uns gewechselten Triple-Olympiasiegers und Ur-Bajuwaren Schorsch Hackl den vorher fast unschlagbaren Teutonen die Butter vom Brot nahmen. In Zeiten in diesen, in denen: Wie es Euch gefällt oder: Was wir nicht wollen, scheint mir inzwischen alles möglich und nichts mehr aaisgesdchlossen u sein. Hauptsache, dass feuchter Staub aufgewirbelt wird. Lassen wir uns überraschen, was uns noch alles unter neuer Normalität untergejubelt wird…













