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Von Preisen für Skilegenden wie Kostelic und Miller, aber auch Kitzbüheler Kick-Visionen

 

In der Hahnenkamm-Rennwoche als Sportreöporter- und nicht als arroganter Adabei-Mikro-Goderlkratzer bei  einem der Society-Events mit Glanz und Glitter, teuren Roben und eleganten Smokings reinzukommen, ist schwer bis kaum möglich ohne zeitgerechte Akkreditierung,  wenn überhaupt. Darum sei Doppelweltmeisterin, Dancing-Star, Sängerin und Buch-Autorin Lizz Görgl, die ihrerseits zu späterer Stunde ihre Ohrwürmer mit der Ivica-Kostelic-Band zum Besten gab, ein Dankeschön gesagt, dass sie meine bessere Hälfte, auch journalistisch für ihre alte Heimat Ungarn tätig, und mich nicht nur mit den sogenannten „Fleppen“ (Ausweis) fürs Entree versorgte, sondern sich auch darum kümmerten, dass swir keinen Stehplatz haben mussten, sondern einen wunderbaren Tisch mit interesssanten Leuten als Gesprächspartnern bekamen. Darunter nicht nur Stöger-Frau Ulrike Krieger, sondern auch Kitzbühel-Granden abseits vom berühmtem  Ski-Club, der vor und in der Rennwoche mit seinen Pistenarbeitern Tag und Nacht ganze Arbeit auf Streif, Ganslern und auch auf dem Maierl-Trainingshang bei der Fleckalmbahn leistet.

Bevor ich aber über die zum Teil schon umgesetzten Pläne von Managern und Bossen im Tiroler  Monte Carlo der Alpen ins durchaus skifremde Detail gehe, muss ich mich dem ersten, tollen Event der Hahnenkammwoche widmen, der erst fünf Jahre alten Legends Night im Hotel Gran Tirolia bei Aurach mit einen griechischen Generalmanager. Es war ein Abend, an dem die meist kaum erwähnren, aber ungalubklich verdienten Menschen hinter den Karrieren großer Skistars geehrt und unter dem spontanen Beifall von Legenden a la Kaiser Franz Klammer, Didier Cuche, Pepi Strobl, Ex-Vizeweltmeister Jan Hudec, einst Kanadier, jetzt wieder in Prag daheim, eben Lizz Görgl und ihre alte Pistengegnerin Maria Riesch, dazu DJ Ötzi ohne Dackerl, sondern kahlen Kopfes, während die Milliardärs-Töchter Stumpf vor „Heinzlmännchens“ VIP-Mikro als Reiterinnen zweiter Ö-Garnitur den dressierten Gaul statt eines Ritts über die Streif vertraten..

Als die Kostelic-Eltern Ante, der ehemalige Handball-Legionär (Frankreicha), tolle Skitrainer, tückische Kurssetzer und vor allem noch tollere Mensch mit seiner Frau mit dem Community-Award f+r ihre  vom Mund abgesparte Arbeit hinter den Kulissen geehrt wurde, flossen bei den kroatischen Eltern, die mit ihren Skikindern in Autos und Biwaks statt Hotelbetten genächtigt hatten,die Freudentränen. Auch aus Dankbarkeit für Österreich, das ihnen die Türen geeöffnet hatte – auch mit dem Liftwart Willi, der ihnen – selns eine Kirchenmaus –  sogar 50-Schilling-Taschengeld hatte zukommen lassen. Bedankt von Ivica und Janica mit Olympiagoldenen, WM-Titeln und Weltcupsiegen. Land am Meer ohne hohe Berg als Heimat großer Töchter und Söhne.

Ganz anders lagen die Prämissen für den Mann, der den Preis als Inspiration gewann, von seinem US-Landsmann und internen Rivalen Daron Rahlves hochgelobt und begleitet wurde von seiner („underdressed, no clothes on trip“) Ehefrau Morgan, er selbst hingegen im Anzug mit Black Tie, der ja für einen Revoluzzer-Naturburschen wie Miller eher wirkte wie ein Fehlgriff.  Zehn Jahre nach seinen letzten Kitz-Auftritt wirkte der einst zu fast allen Schandtaten bereite Bode Miller wie ein Saulus, aus dem ein Paulus geworden war, der auch auf die eigenen Blödheiten verwies,“die halt zum Leben“ gehören wie Krokodilstränen. Da war dem einstigen Außenseiter der Skigesellschaft, Pendant zum ewigen Rivalen Hermann Maier, der Applaus nicht nur des ORF-Moderatoren-Duos Barbara Toth und Oliver Polzer sicher, mal Englisch, mal Deutsch, mix as mix can. Auch Kitzbühel-Granden, die über die Streif, Winter und Co. hinausplanen, klatschten da spontan ihren Beifall.

Und so nebenbei und doch gezielt  verriet der neue Sportchef des Fußball-Regionalligisten FC Kitzbühel, Mathias Wallner (letztes Foto l. mit Baur), dass der Klub aufgerüstet habe mit einem Trainer, von dem er und Vorstand überzeugt sind, dass er die Gamsstadt-Truppe mit seinem Wissen und seiner Erfahrung in die zweite Bundesliga führen kann. Der Mann, der zum ewigen Skiklassiker und dem heuer erstmals ausgetragenen Millionen-Golfturnier der DP World Tour am Schwarzsee auch den Fußball verbunden mit Investment in die Infragestruktur professionalisieren,  kommerzialisieren und sportlich auf Trab bringen kann und soll, heißt Michael Baur, der beim FC  Wacker Innsbruck groß wurde. Auf seine Expertise als x-maligen Teamspieler, WM-Teilnehmer und Japan-Legionär, setzt die Sportstadt Kitzbühel, die weiß, dass manch Winter kurz, aber das Jahr lang ist. Und so in Zukunft über die Hahnenkammwoche hinaus Spitzen- und Hobbysport stets Saison haben muss.

 

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