Ich werde mich heute nicht mit der bisher desaströsen alpinen Ski-Junioren-WM am einstigen Verlierer-Kriegssschauplatz Narvik in Norwegen beschäftigen, sondern des Anlasses wegen mit dem (Welt) Tennis, also auch nicht damit, dass der frische Turniersieger von Kigali, der Vorarlberger Schwärzler, beimm zweiten Kigali-Challenger der untersten Stufe gegen seinen Finalgegner Napolitano mit dem gleichen Tiebreak-Resultat, nur umgekehrt, zum Auftakt verlor…
Nein, nein, das ist für mich kein Thema, zwei andere hingegen schon. Vor allem den doch großen Unterschied, wo und wie die mit unseren Talenten fast gleichaltrigen Top-Hoffnungen aus dem Ausland die Weltbesten fordern, während die heimischen Starlets sich mit ganz wenigen Ausnahmen mit der Dritt- bis Viertklassigkeit auseinandersetzen, um – mühsam nährt sich das Eichhörnchen – im Ranking etwas nach ioben zu klettern.
Wie man den Resultaten des Indian-Wells-Masters 1000 entnehmen kann, hat dort die Montreal-Masters-Siegerin Mboko, 19, in einem Top-10-Duell die russische Amerikanerin Anisimowa im Achtelfinale besiegt, während bei den Herren der mit Schwärzler gleichaltrige Brasilianer Joao Fonseca den Weltranglistenzweiten Jannik Sinner mit seinem offenwsiven, inberechenbaren Tennis in jedem der beiden Tiebreak-Sätze an den Rand der Niederlage brachte.



Teenager von limnksd nach rechts: Mboko aus Kanada, Fonseca aus Brasil, Schwärzler com Ländle.
Als TV-Augenzeuge muss ich ehrlich sagen, dass ich gedacht hätte, dass der aufgeputschte Brasilianer das Momentum nützen würde/könnte, um die Sensation perfekt zu machen. Aber dabei hab ich mich geirrt, denn weder ein z6:3 im Tiebreak des ersten Satzes für Fonseca noch die mit der Faust betonte Verwandlung eines 2:5 in ein 6:5 bzw. 6:6 reichten für den Teenager, um zumindest einen dritten Satz zu erreichen, Und warum? Weil´s weniger die Angst vor dem Sieg war oder verlorener Mut zur Courage, sondern vielmehr der klitzekleine, aber entscheidende Bonus eines mehrfachen Gand-Slam-Siegers war, der mit ein paar kleinen Schrauben auch am Momentum drehen kann, ganz so, als würde er einen unsichtbaren Overdrive eimlegen, mit dem er selbst an einem schwächelnden Tag doch noch den Stärkeren ausspielt. Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, größere Risikobereitschaft und höhere Treffsicherheit genau dann, wenn´s darauf ankommt, machen die Differenz zwischen hiochtalentierter Zukunftshoffnung und aktueller Masterclass. Man kann´s täglich in Indian Wells verfolgen…..







