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Wie der Skiverband aus einer eher verkorksten die beste Alpin-Saison seit Hirscher bastelt

Ich stand vor der Qual der Wahl: Soll ich vor  dem morgigen WM-Test des Nationalteams gegen Ghana was zum für mich zumindest überstürzt-übereilten ÖFB-Versuch schreiben, den Teamchef-Vertrag schon lange vor den Gruppenspielen im Junin zu verlängern? Oder doch nicht, weil mich eine SAussendung des Skiverbandes ereilte, in der vom besten Alpinwinter seit dem Rücktritt Hirschers anno 2019, also vor sieben Jahren, die Rede ist, was mich einigermaßen stutzig macht angesichts der doch vor allem olympischen Schlappen, die der ÖSV vor allem in Bormio kassierte.

Mir ist schon klar und bewusst, dass man natürlich – dem Wintereinbruch zum Trotz –  möglichst freundlich und positiv gestaltete Schönwetter-Bilanzen verkaufen muss, damit die Großsponsoren bei Laune gehalten und wie in besseren Zeiten auch dazu  animiniert werden, den Skiverband weiterhin mit  Hohen Sponsorbeitrögen großzügig zu unterstützen – samt dem wichtigen Angebot, dass ja der ORF mit den gut sechs Monate langen Live-Sendungen samt Interviews (für Kopf- und sonstige Sponsoren inklusive Ausrüster) dabei sozusagen mit am Ball für die Geldgeber wäre. Kurzum,auch wenn wir sehr wenig gewonnen haben im  Vergleich zu früher, so bietet sich das  mit den Erfolgen an den  Nebenfronten wie Skispringen, Kombination, Snowboard und Freestyle, dazu die Paralympics-Geschwister Aigner, als Win-Win-Position bestens an. Wunderbar. Herrlich.

Angesichts dessen, ewas wir alles NICHT gewonnen haben in der alpinen Skiszene, finde ich  dieses für mich ziemlich durchsichtige Hochjubeln spärlicher Erfolge – die einzige kleine Kristallkugel von Julia Scheib im Riesenslalom dank ihrer fünf Saisonsiege spiegelt ja am besten die Realität – eine zieemlich dreiste Verdummung der Seher, Leser und Fans. Die einzigen außer derf kleinen RTL-Spezialistin, die uns dann und wann ein paar Erfolge bdeschert haben, sind meist an oder gar weit über 30 und der Nachwuchs im Wettklaif mit den Schweizern, Italienerinnen und US:Amerikanerinnen, mitunter auch Spaniern oder Briten, eher unterentwickelt, um das so zu formulieren. Im Nationen-Cup haben uns die (N) Eidgenossen wie bei den Herren den Rang abgelaufen, bei den Damen die US-Truppe trotz Vonns olympischem Aus. Und mit Scheib und Krkiechnayr landeten die bestplatzierten ÖSV-Stars im Gesamtweltcup jeweils auf dem 8. Platz. 

Wenn von der besten Saison seit 2019  die Rede ist, dann sei dem aktuellen ÖSV in Erinnerung gerufen und ins Stammbuch geschrieben, dass wir sowohl bei der WM 2o21 in Cortina als auch bei Olynpia 2022 in China ohne diese neuen Disziplinen, in denen  wir einmal Gold und einmal Silber geholt haben, weit besser abschnitten als in diesem Winter, in denen Frust und Enttäuschungen öfter beklagt als tolle Skiege oder gar Sensationen gefeiert haben. Dass es in Cortina und Bormio nur zu je einer Bronzenen (Hütter) und einer Silbernen (Gstrein) in Einzelbewerben gereicht hat, spricht Bönde und gegen eine Aussendung, die uns aus guten Gründen ein X ür ein U vormachen will. Im Wühlen im Bilanzen-Sud sind wir jedenfalls weit besser als auf den Pisten, wo uns Exoten von gestern mitunter um die Ohren fahren – vor allem bei den jüngeren Semestern, die es mit den Jung-Ausländern so gut wie nie (mehr) aufnehmen konnten…

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