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21. Dezember, EU-Gericht: Stichtag für Superliga und darüber hinaus

Angesichts aktueller Ereignisse ist diese an sich womöglich explosive Meldung weitgehend unter- oder zumindest an den meisten Medien wie der Öffentlichkeit mehr oder weniger vorbeigegangen. Aus den Medien, aus den Augen, aus dem Sinn. Und worum soll es sich dabei handeln? Um ein höchst brisantes Thema, das seit zwei Jahren stillschweigend schubladisiert, also nur auf die lange Bank geschoben wurde, aber noch nicht vom Tisch ist.

Es geht im Klartext um die Grundsatz-Entscheidung, ob europäischer und Weltverband, also Uefa und Fifa, mit Fug und Recht die vor allem von den spanischen Spitzenklubs Real Madrid und FC Barcelona lancierte, forcierte und dann – wer weiß, ob nur vorübergehend? – von allen Klubs unter den Tisch gekehrte Superliga verbieten dürfen. Jetzt warten alle Beteiligten, Verbände wie Vereine, mit Spannung auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes in Straßburg, die am 21. Dezember verkündet werden soll.

Weihnachts- oder Danaergeschenk mit weitreichenden Folgen, das ist die Frage, die sich stellt. In jedem Fall aber steckt Zündstoff von höchster Explosivität drin. Zwar geht´s vorerst nur ums Prinzip, weil letztlich das spanische Gericht das Urteil fällt, aber dabei den Richterspruch von Straßburg einfließen lassen muss. Was passiert, wenn die Monopolstellung von Uefa und Fifa von sportfremden Paragraphenrittern aufgehoben wird? Kommt´s dann etwa zu einem Domino-Effekt weit über Superliga und den Fußball hinaus?

Geht´s dann nach dem Musterbeispiel, das vor gut 30 Jahren Bosman-Urteil hieß, allen Sportverbänden, Institutionen und Instanzen an den Kragen? Was passiert dann mit den anderen Sportverbänden, die in Zeiten des Professionalismus und des nicht immer, aber mitunter doch auswachsenden Kommerzes noch immer (Faust)-Regeln aus Pionier- und Amateurzeiten in ihren Statuten haben?

Wie gesagt, man sollte sich diesen 21. Dezember 2023 ankreuzen, über den – soweit ich weiß – bisher eher der Mantel des Schweigens gebreitet wurde. Ich schreibe bewusst ankreuzen, weil es just zur Weihnachtszeit zu einer Kreuzung auf dem Sport-Weg kommen kann, von der man nicht weiß, in welche Richtung nicht nur der Fußball abbiegt. Daran sei just zu Allerheilgen erinnert, ganz ohne Blasphemie und ohne den (Paragraphen)-Teufel an die Wand zu malen …

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