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Auböck auf Alexandri-Spuren: Dieses war der erste Streich, der zweite soll sogleich folgen

Max und Moritz sind zwar Bubengeschichten, aber auch Mädchen haben zumindest früher einmal ihren Wilhelm Busch gelesen und dabei den Klassiker: Dieses war der erste Streich – und der nächste folgt sogleich! Ja, wäre super, würde Felix Auböck nach der schöpferischen Erholungspause von einem Tag und zwei Nächten dem Beispiel der Alexandri-Drillinge folgen, um nach Bronze über 200m Kraul auch in seiner eigentlichen Domäne, den 400m Kraul, in einer Medaille zu baden. „Ja, ich hab´ diese Medaille genossen. Und ich will dieses Hochgefühl auch mitnehmen in die 400 Meter!“ Mit der Bestätigung, gut in  Form und auch mit seinem speziellen “Tempomat“ die taktischen Pläne umsetzen zu können, das wirkt wie Doping fürs Selbstvertrauen. Legale Mittel, die nicht nur in den Armen und Beinen, sondern auch im Köpfchen stecken.

Während also Auböck, der nach vielen Blechernen jetzt endlich den kompletten Medaillensatz (Kurzbahn-WM-Gold, EM-Silber 400m 2021, EM-Bronze 2022) auf dem Konto hat, will wieder die Atmosphäre einer Siegerehrung am Podest genießen. Einer Zeremonie, die die Alexandris mit Vasili im Solo (2mal Bronze) und Eirini & Anna Maria (2mal Silber) jeweils im Doppelpack schon hinter sich haben. Es sind sozusagen, um an Nana Mouskouri zu erinnern, nicht weiße, aber dunkle Rosen aus Athen, die mit Hilfe der bulgarischen Trainerin Albena Mladenova in Österreich zu Primadonnen unter Wassernixen ausgebildet wurden.


Unsereins, der sich mit (Wasser)-Ballett nur insofern auskennt, dass er anno 1978 in Berlin schon das Debüt der späteren Golden Girls Alexandra Worisch (dazu 3 Einzelmedaillen) und Eva Edinger erlebt hat, sich aber wahrlich nicht zu Juroren zählen würde, kann vor den Leistungen der Austro-Griechinnen nur den Strohhut ziehen. Schließlich hab´ ich via Fernsehen von italienischen Experten mitbekommen, welch fabelhafte, harmonisch und synchron abgestimmte Elemente sie im und auch aus dem Pool neben dem Center Court gezaubert hatten.

Silberne und bronzene Medaillen, die sie sich samt Trainerin verdient haben, weil dahinter Lektionen und Aber-Lektionen stecken, stundenlanges Training im Wasser, im wahrsten Sinn des Wortes atemberaubende Vorleistungen, denn mitunter müssen die sportlichen Nereiden der Neuzeit die Luft bis zu einer Minute anhalten, zumindest hat man mir da so gesagt. Umd das natürlich immer wieder auch im Training, wenn es darum geht, die schwierigsten Elemente mit perfekter Technik zu präsentieren. Denn Präsentation, das ist bei jeder Form des Balletts, also auch im Wasser, ein ganz wichtiger Faktor, um die Gunst der Preisrichter zu erhalten – auch wenn das jahrelang dauert, bis es so weit ist. Wie für die Griechen-„Flüchtlinge“, die in ihrer österreichischen Wahlheimat jetzt nur noch eine Medaille von einem ersten großen Titel entfernt sind.

In diesem Zusammenhang sei gestattet, dass die Golden Girls in spe wie Felix, dem im 200er-Finale auch Fortuna gelächelt hatte („Endlich war das Glück auf meiner Seite!“) vom Wiener Großbäcker Ströck so als Privatsponsor so gut wie möglich „gefüttert“ werden, um einen Spitzentanz oder Kraftakt nach dem anderen liefern können. Und weitere Ströck-Sportler warten schin darauf, es ihnen nachmachen zu können. Dieses waren nur erste Streiche , die nächsten folgen wohl nicht nur in Rom.

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