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Demirs Heimkehr ins Öster-Reich und alte Rapid-Nest nach fünf patscherten Jahren

Gut und schön, dass er zwar türkische Wurzeln hat, aber  nach ein paar Jahren in Istanbul scheint er der Türken und die Türken des enttäuschten Spitzenreiters Galatasaray seiner so überdrüßig geworden hzu sein, dass sie den Vertrag auflösten und Yusuf Demir lieber heim ins Österreich zurückkehren ließen. Wieder dorthin, wo vor ein paar Jahren seine Fußballwurzeln zu früh so sehr gesprossen waren, dass man ihn als frühreifes Wunderkind um eine für den  Millionen(Schulden)-Klub FC  Barcelona läppischen, gerade Hütteldorfer Denkvers- und Denkvisionen angepasste Summe (über die man in der Premier League lachen würde) an die Katalanen zu verscherbeln.

Wenn ich mich recht erinnere, so wurde Yusuf damals so hochgejubelt, als  hätte der FC Barcelona mit Demir ein Nachfolge-Juwel für den nach Paris wandernden Lionel Messi zum Okasionspreis engagiert, ehe sich nach einigen Spielen herausstellte, dass der einstige Krankl-Traumklub so etwas wie die grünweiße Katz im Sack gekauft hat.  Nicht etwa, dass der Yusuf kein begnadeter Jungkicker gewesen wäre mit technischer Finesse, das war ihm in die Wiege gelegt worden, dafür aber von welch höherer Warte immer leider vergessen wurde, dass diese wunderbaren Talente erst dann so richtig aufblühen, wenn sie von Kampfgeiist, Kampfkraft, Kondition und Widerstandswillen begleitet werden. So wie beim wirklichen Wunderknaben Yamal, der anders als Yusuf Demir auch als brillanter Individualist und Teamplayer zum fast unersetzlichen Leistungsträger beim Klub und in der Nationalmannschaft geworden ist.

Seit dieser Zeit ist viel Wasser den Ebro in Spanien, die Donau ins Schwarze Meer und als Basel-Leihgabe den Rhein runtergeflossen, seit damals ist Yusuf fünf oder mehr Jahre älter und izwischen 22 geworden, was aber keineswegs heißt, dass er inzwischen mit allen Wassern gewaschen ist. Ganz im Gegenteil entspricht´s eher der ungeschminkten Wahrheit, dass Bankerldrücker oder Tribünensitzer Demir selbst einem Verein wie Galatasaray, der um viel Geld immer wieder Alt– oder mittelalterliche Stars aus aller Welt kauft, als Mitesser einfach zu teuer und vor der Rückgabe noch schnell in Basel geparkt wurde, wo man ihn auch loswerden wollte.

Wie schön, dass es da die Familienbande mit dem jüngeren Bruder gibt, der auch schon bei Rapid spielt, kämpferischer übrigens als Yusuf. Da konnten Katzer und Co. natürlich nicht anders, als die Gelegenheit beim Schopf und zuzupacken, um den Wunderwuzzi von vorvorgestern unter Jubel heimzuholen. Jetzt fragt sich nur, ob beim älteren, technisch brillanten Demir der Bewegungsdrang vom Sitzfleisch womöglich über die eiderne Reservistenjahre unter- oder erdrückt wurde. Man darf gespannt sein, ob er dem Neo-Trainer Johannes Hoff-Thorun aus der Patsche helfen  kann. Oder aus seiner unvollendeten Karriere ein patschertes (Fußball) Leben in einer Operettenliga wird, aus der die besten Spieler jahrein, jahraus ins Ausland flüchten, ohne so bald in ihren besten Zeiten wieder heim ins Öster-Reich zu kehren…  

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