Fussball

Der grüne Berg kreißte, kreißte, kreißte und heraus kam ein Kläußchen

Die alten Griechen hätten begeistert gerufen: Heureka! Bei Rapid gibt´s zwar Post-Petsos nichts Griechisches mehr, aber ganz euphorisch wird dafür vermeldet und noch euphorischer vom deutschen Objekt der Begierde bestätigt, dass es auf Anhieb mit der Verpflichtung von Robert Klauß als neuen Trainer des kriselnden Rekordmeisters geklappt hat!

Ja, so schaut das in Hütteldorf aus, wenn bei der Suche nach einem Nachfolger des kürzlich gefeuerten Zoki Barisic so schnell Nägel mit Köpfen gemacht werden, als hätte ein anderer Klub den Rapidlern ihren Wunschtrainer vor der Nase wegschnappen können. Und wenn mittlerweile wer immer hierzulande einen Coach verpflichtet, dann darf der Hinweis auf eine kürzere oder längere Vergangenheit bei einem RedBull-Verein natürlich nicht fehlen, selbst eine Nebenrolle als Assistent gilt da als Gütesiegel oder fast schon als Adelsprädikat.

Alles offenbar unter dem Motto titelloser, aber dafür umso erfolgsverhungerter Neidgenossen, den ohnehin schon schwankenden, wankenden Serienmeister Salzburg mit dessen Waffen zu entzaubern und zu entthronen. Alles offenbar auch unter der nächsten Devise, die früher Forechecking oder Pressing hieß, mittlerweile aber Spiel gegen den Ball als alternativloses Allheilmittel.

Und da der als neuer grünweißer Wunderwuzzi ja – auch beim Nagelsmännlein – durch die Bullenschule gegangen ist, ist man in Hütteldorf felsenfest überzeugt, dass sich die Jung-Rapidler unter ihm die Hörner abstoßen. Wenn ich aber höre und lese, dass der 38jährige Deutsche mit Ossi-Wurzeln seit einem Jahr „Hackenstad“ war, und wenn ich in „Bild“ nachlese, dass sich der fast in die Drittklassigkeit gesunkene deutsche Ex-Meister 1. FC Nürnberg (zuletzt unter Max Merkel mit Gustl Starek) von Robert Klauß auch deshalb getrennt hat, weil nicht nur der Punkteschnitt des fränkischen Traditionsklubs (von 1,5 auf 0,88 gesunken) nicht würdig war, sondern sich auch keine sportliche Entwicklung abgezeichnet hatte, dann …

Ja, dann frage ich mich schon, ob dieser Mann der richtige Trainer für einen Verein ist, der nicht nur mehr als 30 heimische Titel gewann, sondern im Zweiten Weltkrieg auch deutscher Meister war. Ich fürchte, dass es so gekommen ist, wie ich es in meinem Blog vor wenigen Tagen befürchtet hab´. Der Berg kreißt, kreißt, kreißt und heraus kommt ein Mäuschen, Pardon: es wurde ein Kläußchen. Würd´ mich aber trotzdem freuen, sollt´ ich mich geirrt haben. Und darum Robert Klauß seiner Erfolge wegen Abbitte leisten müssen!

 

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