Ich habe innerlich geschwankt, womit ich mich heute beschäftigen soll. Mit dem aufgeblähten Olympiateam, in das wegen des IOC-Nationenpakets auch viele Sportler:Innen aufgenommen wurden, die KEINE Limit-Normen erfüllt haben im Gegensatz zu jenen Topleuten, die sich dafür den Hintern aufgerissen haben. Mit dem ersten der beiden Schladming-Rennen, in dem der äschurrbörtige Welschschweizer Meilard dem fehlerhafte Doch–Nicht-Überdrüber Odi zwar die Butter vom Brot nahm, der entzauberte, entthronte Superstar trotzdem alas Vierter vier Plätze vor seinem einstigen Erzrivalen, dem Vornamensvetter Marco, also trotz (Joshua) Sturm vor der kurzen Ruhe wieder ein eher schwarzer ÖSV-Tag im Weißen Sport, was den 50.000 enthusiasmierten, teils illiuminierten Fans fast nichts ausmacht. In einer globalisierten Welt feiern wir eben andere, obwohl wir unsere Fahnen nach dem Wind drehen, was als sportlich fair gilt, womit ich mich noch anderwörts bei einem Zankapfel auseinandersetzen werde.
Weißer Sport, das ist heute (m)ein Blog-Stichwort. Nein, nein, nicht der Daviscup in Japan mit dem Ungarn-Killer weißrussischer Wurzeln, Jurij Rodionov, der vor Tokio noch schnell, aber erfolglos die halbe Welt bereist und umkreist hat, ist heute mein Thema, sondern die Australian Open und damit der „controversial“ Figu, die Novak Dokovic heißt, an dem sich n icht nur die echten Tennisgeister, sondern auch TV-Konsumenten scheiden. Für die einen ein mieses serbisches Arschloch, das sich nirgens ekinfügt, für die anderen ein Hero, der es wagt, gegen den Strom zu schwimmen, selbst dann, wenn er ausgegrenzt und deportiert wird wie ein Verbrecher.


Dort, wo er zehnmal gewonnen hat, nur übertroffen von Nadals Vierzehner in Roland Garros, und dort, wo er in der Pandemie als Impfmuffel ausgewiesen woerden war, dort also haben glückliche oder viceversa schmerzliche Umstände im heutigen Viertelfinale für den schon chancenlosen „Djoker“ im wahrsten Sinn des Wortes den Joker gedrückt. Wie das? Weil der Italiener Musetti, der mit 6:3, 6:4, also zwei verletzungsfreie Sätzen vorn, dann verletzt 1:3, 15:40 hinten, wegen einer Obrschenkelverletzung das Handtuch werfen musste. Aus und vorbei für den zweitbesten Italiener. Und freie Bahn für Djokovic ins aktuell fünfte Grand-Slam-Semifinale in Folge, in dem er allerdings dann auf Italiens Nr. 1 und die Nr. 2 der Welt, Jannik Skinner, trifft. Jenen (übrigens im Gegensatz zu Rodel-Star Egle) exkulpierten Dopingsünder, gegen den er zuletzt 5mal verloren hat.
Reden wir nicht über Pannen-, Pech- und Pleiten, die der jetzt in Athen lebende Serbe – dabei sei nochmals erwähnt, dass er ursprünglich alpiner Skirennläufer werden wollte – im Laufe seiner iangen Karriere erlebt hat, sondern die unglaubliche Serie an Rekorden, die er gebrochen und aufgestellt hat: 24 Grand-Slam-Siege, 40 Masters-Siege, insgesamt 101 Turniersiege (Nr. 2 hinter Connors/109), dreimaliger, das Kalenderjahr überschreitender Karriere-Grand-Slam (4 Grand-Slams a la Wimbledon, US-Open, Melbourne, Paris): längstregierende Nr 1 der Welt, der dazu erstmals im Jahre 2011 aufgestiegen war, immer noch die Nummer 4 der Setzliste, der er mit Spielglück jetzt auch als bald 39-jähriger trotz 4 M onate langer Pause ohne Turnierpraxis entsprach. Und viele weitere Rekorde, die man sich alle auf der Zunge zergehen lassen kann.
So verbissen er auf dem Court manchmal wirkt, so sehr steckt in ihnm ein Schalk im Nscken, der eine komödiantische Ader besitzt, wovon ich mich selbst beim US-Open und in Monte Carlo überzeugen konnte. Da er einmal AndyRoddick in Flushing Meadows mit dessen Marotten perfekt imitiert hatte zum vermeintlichen Gaudium der meist US- Fans, die die Nadal-, Federer-, Becker-Imitationen akklamiert hatten, verhging ihm bei Pfeifkonzert und Buhrufen das Lachen, wekl er das Patriotenherz der Amis verletzt hatte. Seither ist der geniale Imitator fast aller Stars für immer von der Bildfläche verschwunden. Ausgetrieben, als hätt´s ihn nie gegeben….
Geblieben ist die Tennisgröße, von der viele meinen, über Rekorde hinaus wäre sie in ihrer Komplexität des Allroundkönnens, aber ohne Federer-Elegance die größte Nummer aller Zeiten. Und geblieben ist, was kein anderer als sein ehemaliger Trainer Boris Becker heute eigens betonte, ein fairer Sportsmann, Und eben den kehrte der heutige Glücksritter im On-Court-Interview so hervor, dass es KEIN Lipppenbekenntnis war. Ebendort bedauerte er nicht nur das Pech des Emporkömmlings Musetti, dem er wünschte, bald wieder fit zu werden, er war sich totz seiner Allzeitgröße nicht zu schade, nicht nur eimmal, sondern zweimal, weil doppelt besser hält, zu betonen: „Er war der bessere Spieler, er hätte heute gewinnen müssen!“ Statt so auszuscheiden. Gut gebüllt, alter Tennislöwe, den die Minderheit liebt und die Mehrheit wie ein Feinbild betrachtet. Auch in diesem Sinne sei ihm gesagt: Viel Feind, viel Ehr´…













