Es muss Schlag Mitternacht gewesen sein in Wien am Samstag, sechs Uhr Ortszeit in Miami, als sich die beiden ORF-Formel-1-Experten Ernst Hausleitner und Alexander Wurz den Mund überflüssiger Weise fusselig redeten, ob der Pole-Sitter Antonelli im zweiten Versuch im finalen Quali drei nicht noch schneller gewesen wäre, hätte es ihn nicht in der ersten Kurve so weit hinausgetrieben, dass er sein ließ. Da eh keiner schneller fuhr, blieb er auf der Pole für den heutigen Grand Prix. Der rotweißrote Dialog entpuppte sich als heiße Luft. So interessant wie ein Radl, das in Peking umällt. Dort übrigens hat Freund Antonelli einen seiner beiden Siege geholt.
Ja, sie standen da, um uns mitzuteilen, dass nach der kleinen , von den Piloten geforderten Gegenreform zur großen Energiespar-Reform nichts mehr so ist, wie es noch vor der Rennpause war. Welch Einsicht! Einerlei, da standen die beiden im warmen Florida, um uns mit Insider-Info für Hardcore-Fans zuzuschütten. Und alles um sündteures Geld, weil ja das Duo auch Kamerateam, Tonmeister, Beleuchter, Mitarbeiter etc. braucht, alles als Europa eingeflogen. Der gleiche ORF-Staatsfunk, der nicht müde wird, uns täglich an allerlei Bremsen zu erinnern, auf die wir steigen müssen, verpulvert für die unverbesserlichen Speedy-Gonzales-Fanatiker Millionen von Rechten bis zu TV-Pflichten. Servus-TV hat ja bullige Interessen, dass sich aber der ORF auch zum Handlanger von RedBull macht, ist ein anderes Kapitel. Früher hat sich Bernie, klein, aber oho, die Hände gerieben, jetzt seine Nachfolger.
Während es für klassische heimische Sportarten sozusagen Mattscheibe gibt es sei denn, man promotet den Wien-Marathon als tollen Event, um den sich Superlative, Triumphe, Tragödien basteln lassen, wird die Formel 1 hierzuulande in Memento Mori Rindt und Lauda, aber auch des quicklebendigen Gerhard Berger wie eine heilige Kuh angehimmel, zumindest von einer doch schrumpfenden Nomenklatura. Und dabei gibt´s weit und breit keinen einzigen öszerreichischen Piloten in Sicht, obwohl Berger-Neffe Auer und Preining aktuell in der DTM dominieren. Aber das wieder sind andere Schuhnummern. Seit der allseits beliebte Dr. Helmut Marko ncht mehr dabei ist dreht sich jetzt alles um „Toto“ Wolff, den Mercedes-Prinzipal, dessn Fahrer Antonelli und Russel gerade die Bullen nicht immer, aber immer öfter aus dem ehemaligen Revier verjagen,
Was mit Vierfach-Weltmeister Max Verstappen noch heuer oder nächstes Jahr passiert, lässt sich schwer prognostizieren. Es scheint aber so zu sein, dass mit dem neuen Formel-1-Hauptsponsor Pepsi Cola samt eigenem Sting Energydrink den Bullen keine Flügel mehr wachsen (dürfen), sie ihnen gestutzt swerden müssen. Darüner höre und lese kch vn den Insider kein Wort, dafür scheint zu gelten: Reden ist Silber, Schweigen Gold. Oder man quatscht über eine hypothetisch noch schnellere Runde des Pole-Sitters, die nie stattgefunden hat. Gut, um so viel Geld, das da beim Sportfenster rausgeschmissen wird, muss Small Talk solchersrt Art unter Insidrn noch drin sein, oder?







