Zuletzt haben wir mit Michael Kuhn das emeritierte Aushängeschild verloren, das mehr als Sportjournalismus bedeutete in seinem perfekten Gentleman-Wesen. Aber die Branche kann sich glücklich schätzen, dass sie auch noch einen Mann wie Wolfgang Winheim besitzt, einen Sportjournalisten aus Schrot und Korn voller Leidenschaften, der immer noch seine treffende umd vortrefflichen Kolumnen im Kurier schreiben kann (und darf), was ja heutzutage nicht immer der Fall ist…
Am Dienstag ist´s so weit, an einem 1. September, einem schicksalhaften Tag, wie die (Weltkriegs) Geschichte lehrt, fiel auch ein ganu anderer, freudiger Schuss, der uns statt Tod und Leid in 12 tristen Jahren aus sportlich-medialer Sicht eim hut 60-jähriges Echo bereitetE. Am 1. September 1946, ein gutes Jahr nach Kriegsende, kam Wolfgag Winheim zur Welt, von dem weder er selbst noch meine Wenigkeit als einer der allerersten, unwesentlich älteren Weggefährten ahnen konnten, welch Sportjournalistengröße dereinst aus dem Knirps schlüpfen würde…
Freund Didi, der unverwechselbare Schmähbruder Chmelar, hat in dem Blatt eine Laudatio auf Wolfi verfasst, in dem er unter Granden wie Heribert Meisel, Martin Maier oder Josef Huber großgezogen worden war, ehe er selbst uter dem Kürzel nd meist auch mit Foto ein ganz Großer der Branche weerde sollte. Einer, der sein Licht eher unter den Scheffel stellt in aller Bescheidenheit, lieber geschriebene Worte sprechen lässt statt sich lauthals in den Mittelpunkt zu stellen – wie so viele der Jungkollegen, die ganze Fäuste bräuchten, um das zu kennen und zu wissen, was w. w. im kleinen Finger (oder Zehe) hat.
Schließlich weiß Wolfi, gefürchteter harter Hund als Verteidiger des Nußdorfer AC, was Sache ist im Fußball und im Spitzensport. Hart, aber herzlich, nie hingegen gnadenlos. Das ist der kleine, aber feine Unterschied, der die Kolumnen des W. W. auszeichnet. Ob mit 30, 50 oder dem 80er, zu dem wir ihn hochleben lassen. Happy Birthday, alter Mitkämpfer.
