Man hatte angesichts seiner schweren Erkrankungen darauf gefasst sein müssen, heute früh ist es dann leider geschehen. Mit Wolfgang Steinmayr ist einer der besten Radfahrer, die Österreich hervorgebracht hat, obschon der Tireoler aus Hall nie Profi geworden war, im 82. Lebensjahr gestorben. Bis zuletzt hatte der gelernte Koch, der bei Quer durch Lausanne sogar dem Überdrüber-Superstar Eddie Merckx zweimal die Suppe versalzt hatte, ehe er als Versicherungs- und Vermögensberater zum Komerzialrat und Millionär wurde, gegen zwei tückische Krankheiten gekämpft, vor knapp zwei Jahren noch seinen 80er im elterlichen Gasthof in Hall gefeiert. Jetzt hat Wolfgang Steinmayr den langen Kampf gegen Leukämie und Krebs verloren.
Den Wolfi und mich hat mehr als nur der Radsport verbunden und die tollen vor allem Berg-Husarenritte, die das Leichtgewicht zu einem Schwergewicht der Szene gemacht hatten. Nicht nur, dass Wolfi viermal die Österreich-Rundfahrt gewann, öfter als jeder andere, nicht nur, dass er zweimal als Klettermaxe den zweiten Platz bei der Tour de l‘ Avenir belegte, den Tour-de-France-Stars mit oder ohhne Zukunft, schaffte der Stein- oder besser: Schlaumayr des Radelns den Übergang ins ganz normale Berufsleben auch dank seines großen Mentors, des Skifabrikanten, Radsponsors und Tirol-Patriarchen Franz Kneissl, der ihn seiner Beziehungen wegen als Versicherungsmakler in die (wenig später allerdings insolvente Firma) holte. Aller Anfang des Aufstiegs in seiner neuen Branche, in der er später als Risiko.Versicherer auch zu einem der wichtigsten Partner des Skiverbandes unter Präsidemt Peter Schröcksnadel wurde. Und sich als Kommerzialrat wie sein Kneissl-Teamkollege Karl Schranz auch diesen Berufstitel verdiente, ehe er das eigene Unternehmen in die Hände des Sohnes legte.
Den Steinmayr Wolfi und mich hat seit den 70er-Jahren, wie erwähnt, viele Gemeinsamkeiten und viele gemeinsame Freundschaften verbunden. Und weil ich senerzeit den mir mehrmals vom damaligen Kabinettschef des Kanzlers, Dr. Haderer (+) angebotenen Professorentitel abgelehnt habe, hat der Wolfi alternativ den Antrag gestellt, mir einen der staatlichen Orden auch für meine „Nachwuchsarbeit“ zu verleihen. Und dabei kam dann das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik für mich heraus. Zu gerne hätte ich den „Wuulfi“, mit dem ich immer wieder telefonisch und auch bei einem Dinner zu dritt am Fischmarkt in Innsbruck in engem Kontakt geblieben war, zum „160er“ mit Tennislegende Hans Kary, der mit ihm in den 70er-Jahren aufgestiegen war, im.März ins Marriott nach Wien eingeladen. Aber es war angesichts seines Kampfes kein Thema mehr gewesen. Wolfi, mein Freund, ich bin Dir dankbar für alles, was wir gemeinsam erlebt und ich auch dank Dir geschafft hab´. Mach´s gut in der Reise ins Jenseits, wo immer das ist. Ruhe in Frieden…







