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Nadine Brandl: Synchronnixe badete schon in Las Vegas und in einem Hollywood-Film

Nadine Brandl war eine Randsportlerin, die im Duett oder im Solo jahrelang als Synchron-Nixe die Nummer 1 im Lande war, zweimal im Duett bei Olympia, mehrmals bei einer WM, immerhin Top 6 bei Europameisterschaften, also eine Bilanz, die aller Ehren wert ist. Familientradition, schließlich war Tante und Vorbild Alexandra Worisch einst zweifache Europameisterin. Als Nadines langjährige Partnerin (Livia Lang) erkrankte, sie quasi solo nur noch Solistin war, der Solo-Event aber aus dem Olympiaprogramm gestrichen wurde, flog sie einfach zu einem Casting für eine Las-Vegas-Show nach London – und knackte dort und dabei den Jackpot.

Nadine wurde 2016 für „Le Reve – the Dream“ engagiert, die Best-Show in Town, die wunderbar lief, bis sie von der Pandemie jäh gestoppt wurde! Da saß die Nixe dann mitten in der Wüste von Nevada buchstäblich auf dem Trockenen, nützte die Zeit aber, um sich abseits von Wasser-Show auch anderwärts auf die Füße zu stellen, zum Beispiel mit einer Ausbildung zum Yoga-Coach, die sie abgeschlossen hat – und dessen mitunter atemberaubendes „Endprodukt“ man auch im ORF Sport+ immer wieder in den Yoga-Sendungen (wie aus Malta) bewundern kann. 


Die erste Vegas-Show hat sich längst ausgeträumt, aber Nadine ist nach dem Lockdown-Ende in Nevada auch bei der neuen O-Show dabei – das phonetische O für Eau, französisch Wasser -, mit der der weltberühmte Cirque de Soleil im Luxus-Hoteltempel Bellagio am Las Vegas Strip für Furore sorgt – allerdings nur als „understudy“, also eiserne Reserve, wenn eine aus dem Stammensemble ausfällt. Enttäuschung? Nur auf den ersten Blick! Wäre sie fix gebunden, dann wäre Brandl nämlich der Sprung ins Film-Mekka Hollywood nie geglückt, dann wäre der Cirque de Soleil den Trainingstagen und Drehterminen im Norden von Los Angeles im Wege gestanden.

So aber konnte die Nadine aus Wien, die vom Arsenal auszog, erst die spezifische schwimm-Welt und dann die Show-Welt zu erobern, dem Ruf Hollywoods folgen – und in den Universal Studios der Warner Brothers unter und über Wasser eine Nixen-Show abziehen! Wenn auch nur im kleinen, feinen Rahmen, so befindet sich die rotweißrote Synchron-Nixe von gestern auf den Spuren jener Esther Williams, die einst als badende Venus zum Megastar im Movie-Business aufgestiegen war.

Was Brandl für eine Rolle spielt und wie der Film heißt, der im Frühjahr 2022 in den Vereinigten Staaten in die Kinos kommt, das darf sie nicht verraten, dazu hat sie sich sogar vertraglich gegen Pönale verpflichten müssen. All das hat sie beim kurzen Seitensprung von Las Vegas in die alte Heimat Wien beim Punsch hinter St. Stephan verraten, wo wir uns zufällig über den Weg gelaufen sind. Nadine hat eine tolle Karriere nach der Karriere gemacht, bei ihr aber hat die ganz normale Normalität immer noch Oberwasser wie eh und je.

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